ChromoSocken…

16. September 2014 von Ralf Neumann

(Von Gina Glover)

Sollte man vielleicht mal dem ein oder anderen Bio-Lehrer empfehlen: “So Leute, morgen bringt jeder ein paar bunte Socken mit — dann machen wir Karyotypen.”

Zitat des Monats (21)

12. September 2014 von Ralf Neumann

Glomski’s problem was that he could only get funding to do very predictable, unexciting research. When money gets tight, often only the most risk-averse ideas get funded, he and others say. [...] Funding is so competitive that reviewers shy away from ideas that might not pan out.

[...] Historically, payoffs in science come from out of the blue — oddball ideas or unexpected byways. Glomski says that’s what research was like for him as he was getting his Ph.D. at the University of California, Berkeley. His lab leader there got funding to probe the frontiers. But Glomski sees that farsighted approach disappearing today.

Aus dem lesenwerten NPR-Artikel “When Scientists Give Up” über zwei Wissenschafts-Aussteiger (der obige Glomski ist einer davon).

Best of Science Cartoons (29)

10. September 2014 von Ralf Neumann

Wenn ihr Bilder von Euren Zellen braucht, fragt sie doch mal selbst:

(Von Christine Luong)

Selbstlose Fremdgänger

5. September 2014 von Ralf Neumann

Nochmal zum letzten Post: Wie darin berichtet, hatten drei orthopädische Chirurgen der Harvard Medical School nach einer durchaus aufwändigen Umfrage veröffentlicht, dass “Corresponding Authors” nicht gerade eine hohe Antwortmoral bezüglich Nachfragen zu ihren jeweiligen Papern an den Tag legen.

Eine Sache beschäftigte uns in diesem Zusammenhang weiterhin: Warum machen orthopädische Chirurgen sowas? Man sollte meinen, die haben doch jede Menge andere Dinge zu tun. Zumal sie für die entsprechende Studie sicher auch keine direkten Forschungsgelder zur Verfügung hatten.

Dabei fiel uns auf, dass solche “Nebenprojekte” durchaus öfter vorkommen. Erst vor einigen Wochen berichteten wir beispielsweise über eine Software-Entwicklerin, die zusammen mit einem Zellbiologen nach umfangreicher Recherche feststellte, dass…

…in den Life Sciences männliche Fakultätsobere weniger Frauen einstellen.

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Antwortscheue “Corresponding Authors”

2. September 2014 von Ralf Neumann

Wozu steht bei jedem Paper ein “Corresponding Author”? Simple Frage, oder? Als kompetenter und zuverlässiger Ansprechpartner für Fragen oder Anfragen, die nach der Publikation auftauchen. Wie der Name schon sagt: Jemand, mit dem man über das Paper korrespondieren kann.

Wenn sie es denn nur tun würden…

Denn von der Hälfte der angegebenen “Corresponding Authors” bekommt man auf Nachfrage keine Antwort. Dies jedenfalls ist das Ergebnis einer Probe auf’s Exempel, die drei Bostoner Forscher jetzt in Clinical Orthopaedics and Related Research unter dem Titel “Do Corresponding Authors Take Responsibility for Their Work? A Covert Survey” veröffentlichten (publ. online 15. August 2014).

Quasi “undercover” hatten die Verfasser insgesamt 450 “Corresponding Authors” angemailt und nach zusätzlichen ergänzenden Daten gefragt, die sie angeblich für einen Review brauchen würden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Beliebtes Gen zum “Schattenparken”

29. August 2014 von Ralf Neumann

Weil’s so schön war, gleich noch ein Beispiel zu den verschlungenen Pfaden, die gewisse Gene  bisweilen evolutionsgeschichtlich einschlagen. Und gleichsam ein eindrucksvolles Lehrstück zu “Natürlichkeit” und Nutzen des horizontalen Gentransfers (HGT).

Hauptdarsteller diesmal sind Farne. Diese tummeln sich ja bekanntlich am liebsten an den schattigeren Plätzchen des Waldbodens — weswegen sie für ihre lichtgetriebenen Entwicklungsschritte (Photomorphogenese) logischerweise besonders empfindliche Lichtsensoren brauchen. Schon hier wird’s interessant: Die allermeisten heutigen Farne nutzen für die “Schattensicht” einen Photorezeptor namens Neochrom, der wiederum aus zwei Photorezeptoren besteht, die beide aus höheren Pflanzen wohl bekannt sind — ein Rotlicht-empfindliches Phytochrom fusioniert mit einem Blaulicht-absorbierenden Phototropin.

Vor ewigen Zeiten mussten wohl irgendwelche Organismen gemerkt haben, dass sich aus den beiden Photorezeptoren ein besonders empfindlicher Super-Lichtsensor bauen ließe, mit dem man auch im Halbdunkel gut gedeihen könne — das jedenfalls war zunächst die Hypothese des Doktoranden Fay-Wei Li samt seiner Chefin Kathleen Pryer von der amerikanischen Duke University. Also machte sich Li schließlich auf, in den Sequenzdatenbanken nach potentiellen unfusionierten Nachkommen genau derjenigen alten Phytochrome und Phototropine zu suchen, aus denen die Farn-Vorfahren einst erstmals ihren hybriden Super-Schatten-Lichtsensor zusammengebastelt hatten.

Li ließ seine Programme die Datenbanken rauf und runter suchen — fand aber nicht einen Kandidaten. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ich nehm’ das Gen, Du das Produkt

26. August 2014 von Ralf Neumann

Manchmal kann man nur staunen, welche Wege Gene im Laufe der Evolution gehen.

Gut geeignet dazu ist etwa das Szenario, das japanische Forscher unlängst in der unscheinbaren Erbsenlaus Acyrthosiphon pisum vorfanden.

Bereits zuvor war bekannt, dass die Läuse in speziellen Zellen, sogenannten Bakteriozyten, Bakterien der Art Buchnera aphidicola beherbergen. Dort verstoffwechseln diese, quasi als “Verdauungshelfer”, so einige Nahrungsbestandteile für ihren Wirt.

Diese Endosymbiose funktioniert schon seit 100 Millionen Jahren — und das offenbar so gut, dass die Bakterien außerhalb ihres Wirtes gar nicht mehr leben können. Was nicht verwundert, denn wie es bei parasitischen und endosymbiotischen Lebensweisen die Regel ist, hat auch Buchnera sein Genom inzwischen von einer ganzen Reihe ungebrauchter Gene bereinigt.

Die Japaner selbst hatten bereits in einer früheren Studie gezeigt, dass die Erbsenlaus-Vorfahren mindestens zwölf Gene bakteriellen Ursprungs durch horizontalen Gentransfer in ihr Genom integrierten. Sieben davon exprimieren sie spezifisch in ihren Bakteriozyten — was darauf hindeutet, dass sie für ihre Buchnera-”Dauergäste” essentiell sind. Diesen Beitrag weiterlesen »

Urlaub !!

5. August 2014 von Ralf Neumann

Der Laborjournal Blog macht Urlaub bis zum 26. August…

gggg

Journal Covers, mal anders (10)

1. August 2014 von Ralf Neumann

Nature Neuroscience machte sein aktuelles Heft (Vol 17, No. 8) mit einem betont “rattigen” Hirn auf:

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… Und schrieb dazu:

During sleep, slow-wave activity (SWA) helps consolidate new memories and skills. Gulati and colleagues find that successful control of brain-machine interfaces (BMI) leads to coherent activation of task-relevant units during SWA, and that the more time spent in slow-wave sleep, the better the subsequent control of the BMI task. The cover depicts a sleeping rat as activity related to the control of the BMI is processed offline.

Cover image by Chelsea C. Wong (pp 1019 and 1107)

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Männer nehmen lieber Männer

29. Juli 2014 von Kommentar per Email

(Unser Autor Leonid Schneider referiert in folgendem Text eine neue Studie, nach der in den Life Sciences insbesondere männliche Top-Forscher am liebsten weitere Männer in ihre Gruppe holen.)

Frauen sind in den oberen Rängen der Forschungshierarchie leider immer noch stark unterrepräsentiert. Gleichzeitig ist, zumindest in den Lebenswissenschaften, das Geschlechtsverhältnis unter den Studenten und sogar Doktoranden schon seit längerem gut ausbalanciert. Spätestens bei den Nachwuchswissenschaftlern aber, und erst recht unter Professoren wird die Männer-Dominanz überdeutlich. Dabei tun die Universitäten und andere Forschungseinrichtungen doch ihr Bestes, um mehr Frauen in Führungspositionen zu etablieren. Sie bieten beispielsweise Kinderbetreuung vor Ort an und weisen in jeder Ausschreibung auf die Bevorzugung von weiblichen Bewerberinnen hin. Warum schaffen es denn so wenige Frauen bis zur Professur? Eine kürzlich in PNAS erschienene Studie hat nun folgendes aufgedeckt: „in den Life Sciences stellen männliche Fakultätsobere weniger Frauen ein“. Die Autoren sind Joan Smith, Software-Entwicklerin bei Twitter, und Jason Sheltzer, Doktorand bei der ausgesprochen erfolgreichen Zellbiologin Angelika Amon am MIT in Boston.

Für ihre Analyse sammelten die Beiden die Daten von über 2.000 Doktoranden, Postdocs und anderen Fakultätsmitgliedern in 24 der angesehensten US-Forschungseinrichtungen — und zwar allesamt aus Arbeitsgruppen, die primär molekularbiologisch forschen. Diesen Beitrag weiterlesen »

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