Rap Your Thesis

15. April 2014 von Ralf Neumann

Und wieder mal ein Labor-Musikvideo: Der australische Doktorand Nathanial Harris erklärt sein Krebsforschungsprojekt via HipHop:

(Von hier)

Könnte er auch bei seinem Rigorosum aufführen…

Vogelperspektiven

11. April 2014 von Ralf Neumann

Biologen, bitte kurz mal den Blick weg von Eppi, PCR und Annotations-Software auf diesen Vogel richten:

Ein Riesenibis (Thaumatibis gigantea) — nach EDGE (steht für: Evolutionarily Distinct and Globally Endangered) die Nummer 1 unter den akut vom Aussterben bedrohten Vogelarten. Bilder von den folgenden Nummern 2 bis 100 gibt’s hier. Wenn Bench oder Rechner Euch Zeit lassen, ruhig mal reinschauen.

Best of Science Cartoons (25)

8. April 2014 von Ralf Neumann

(Autor: Tom Cheney, Cartoon von hier.)

Analytica Tagebuch 2014 (Teil 1 bis 3)

2. April 2014 von Ralf Neumann

Diese Woche läuft noch bis freitag zum 24. Mal die Analytica in München — laut Eigenbeschreibung die “Internationale Leitmesse für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie”. Und wir von Laborjournal/Lab Times sind natürlich mittendrin, statt nur dabei (siehe links). Unser Redakteur Winni Köppelle schildert hier im “Analytica-Tagebuch” seine Erlebnisse:

Analytica-Tagebuch (Teil 1)

Schräg gegenüber unserem Stand: “Hefemanagement” eines Geräteherstellers aus Königswinter. Gleich hinter uns teure Luxusuhren (für den Laborleiter? Als Geschenk fürs 25-jährige Jubiläum der Chef-TA?). Ebenfalls gegenüber: Vakuum-Spezialisten und Reinstwasser-Techniker.

Das Laborjournal-Team weilt mal wieder auf der Analytica-Fachmesse in München und staunt, was alles unter dem Siegel “Labortechnik, Analytik und Biotechnologie” läuft. An unserem Stand (Halle B1, Stand 214), gleich hinter dem Haupteingang,

präsentieren natürlich auch wir unsere neuesten “Produkte” — die jüngste Laborjournal-Ausgabe 3/2014, die ebenso aktuelle Lab-Times-Ausgabe 2/2014, die entsprechenden E-Paper-Ausgaben (beziehungsweise die Möglichkeit, diese kostenfrei zu abonnieren) sowie (gratis) Schweizer-Schokolade-Give-Aways.

Unterbrochen werden die Gespräche, die Redakteure und Herausgeber mit den Lesern führen, gelegentlich von einem nervtötenden “PIEEEP-PIEEEP” — jetzt gerade zum 143. Mal. Es ist der Minus-86-Grad-Gefrierschrank der Firma schräg gegenüber, deren Apparillo die ungewohnt hohe Hallentemperatur nicht toleriert. Mittlerweile jedoch sind die anwesenden Laborjournal-/Lab Times-Redakteure wahre Profis im Pieps-Ausschalten und meistens schneller am Aus-Knopf als die verantwortlichen Standbetreiber.

Was gibt es sonst noch Erinnerungswertes zu berichten? Diesen Beitrag weiterlesen »

Der heilige Phoresius, Schutzpatron der Elektrophorese

1. April 2014 von Ralf Neumann

 

Dass der heilige Albertus Magnus der Schutzheilige der Naturwissenschaftler ist, ist sicherlich einigen bewusst. Weniger bekannt dürfte sein, dass ausgerechnet der heilige Petrus als Schutzheiliger für “Bessessenheit” fungiert. Genauso wie Johannes der Täufer für “Alkoholismus”, oder Quirinus von Rom für “Eitergeschwüre”.

Dass die Liste der Schutzheiligen durchaus die eine oder andere Skurillität birgt, dürfte damit klar sein. Dennoch wetten wir, dass so gut wie niemand einen der Allerskurillsten unter ihnen kennt — den Heiligen Phoresius, den Schutzpatron der Elektrophorese.

Phoresius war der Sohn eines armen Schwarzwälder Flößers. Bei seiner Geburt sollen Engelein seiner Mutter ein Lied gesungen haben, das mit dem Reim begann “Wander, wander Teilchen du im Feld dem richt’gen Pole zu”. Andere sagen, dies sei Legende — tatsächlich hätten die Englein vielmehr gesungen: “Schwimme, schwimme du Partikel, die Spannung hat dich schon am Wickel”.  Diesen Beitrag weiterlesen »

Gesund Essen mit Bratwurst und Burger

28. März 2014 von Ralf Neumann

(Beitrag von unserem Autor Leonid Schneider)

Es gibt bestimmte Forschungsfelder, da ist die Kontroverse einprogrammiert. Eines der allervordersten Beispiele: unsere Ernährung. Vieles ist umstritten, was gesund und was ungesund sein soll — und dann vor allem inwiefern. Zu viele Aspekte fließen in die Auswirkung der Ernährung auf die Gesundheit des Menschen ein. Dazu gehören Geschlecht, Alter, Lebensstil und sogar Sozialstatus. Erschwerend kommt hinzu, dass kontrollierte Experimente mit Freiwilligen kaum möglich sind und Mäuse nun mal ein anderes Verdauungssystem als Menschen haben.

Dazu kommt, dass für Nicht-Fachleute das Feld der epidemiologischen Ernährungs- und Erkrankungsstudien samt der dahinter steckenden Statistik sicherlich nicht erschließbar ist. Daher ist es nicht gerade hilfreich, wenn manche Forscher zu statistischen Tricks und unzulässigen Übersimplifizierungen greifen, um zu ein sensationshaschendes Ergebnis präsentieren zu können.

Selbst im Fall von Alkohol, dessen negative Wirkung auf die Gesundheit längst unumstritten sein sollte, wird zum Beispiel des Öfteren die positive Wirkung von Rotwein aufgrund des darin enthaltenen Wirkstoffs Resveratrol entgegen gehalten (siehe etwa auch Lab Times online: „Red Wine, Pain Killers and Cancer“). Sicherlich machen solche Studien jeden Weinbauer in Südeuropa glücklich. Andererseits ist es alles andere als sicher, dass die Einnahme größerer Mengen von (pharmakologisch gesehen) giftigem und süchtig machendem Alkohol den eventuellen Nutzen von  Resveratrol tatsächlich irgendwie gerechtfertigt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Kennt jemand einen noch kürzeren Abstract…

21. März 2014 von Ralf Neumann

… als diesen:

Physiker halt…

Zitat des Monats (19)

18. März 2014 von Ralf Neumann

I strongly believe that the only way to encourage innovation is to give it to the young. The young have a great advantage in that they are ignorant. Because I think ignorance in science is very important. If you’re like me and you know too much you can’t try new things.

… so Nobelpreisträger Sydney Brenner kürzlich in einem Interview für King’s Review.

Und darin sagte er noch einige sehr interessante und provokante Dinge mehr. Lesetipp!

Die Schönheit der Schuppen

14. März 2014 von Ralf Neumann

Ein (teilweise) Vermummter zeigt und erklärt uns die bunten Schuppen der Schmetterlingsflügel:

(Via SmarterEveryDay)

Wer braucht Konferenzbände?

11. März 2014 von Ralf Neumann

Also Conference Proceedings auf englisch. Schaut tatsächlich jemand in solche Tagungs- oder Konferenzbände rein? Oder anders gefragt: Hat darin wirklich schon mal jemand etwas Wertvolles für seine eigene Arbeit gefunden? Und selbst wenn: Wartet man nicht doch lieber die “richtige” Veröffentlichung in einem Originalartikel ab?

Schließlich ist es ein offenes Geheimnis, dass das ganze Geschäft oftmals so — oder zumindest ähnlich — abläuft, wie es der Neuroforscher Bill Skaggs kürzlich in einem Kommentar auf Retraction Watch formulierte:

[...] The larger issue here relates to conference proceedings in general. In most cases they are unreviewed, and their value is minimal. The situation is particularly bad in computer science, where the general story is (1) a group of organizers decide to hold a conference in some nice vacation spot; (2) lots of corporate employees attend in order to have fun; (3) they write up some bullshit and submit it to the proceedings in order to justify attending, knowing that nobody will ever look at it; (4) the organizers pay a journal to publish the proceedings in order to justify the scientific value of the conference.

Worauf ihm Kollege Dan Zabetakis gleich im nächsten Kommentar zur Seite springt:

[...] This is the key point. I never look at proceedings, and I don’t think many people do either. The work hasn’t been seriously reviewed, and if it doesn’t rapidly appear in the literature, that is a sure sign that it wasn’t true in the first place. Perhaps it would be better to stop publishing these proceedings at all, at least under the name of the formal journals.

Aber vielleicht läuft es ja tatsächlich hin und wieder ganz anders. Wir nehmen gerne Gegenbeispiele zur Kenntnis…

(Foto: goodluz/Fotolia.com, Montage: LJ)
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