
Auch der Deutsche verfilzt schon mal
In der Schweiz läuft schon seit Wochen eine Debatte über „Deutschen Filz“ an Schweizer Universitäten. Angestoßen wurde sie von der Schweizerischen Volkspartei (SVP), der wählerstärksten Partei der Schweiz.
(2. Februar 2010) Es sei ausländische Arroganz zu spüren, hieß es, Deutsche stellten vor allem Deutsche ein und die seien nicht immer die wissenschaftlich Besten, sie kämen nur des Geldes wegen und manchmal würden gleich oder besser qualifizierte Schweizer benachteiligt. Letzteres gelte vor allem für den Nachwuchs.
Trifft der Vorwurf zu?
Der Autor dieses Artikels hat Anfang der 90er Jahre drei Jahre lang als Assistent in der Schweiz, an der Universität Zürich und der ETH, gearbeitet.

„Hat der Chef der Herstellerfirma Hunderte Menschen auf dem Gewissen?" fragt Ulrike Putz heute in einem Spiegel-Artikel über unbrauchbare Sprengstoffscanner. – Falsche Frage, Frau Putz. Es müsste heißen: „Haben die zuständigen Behörden, die an Wünschelruten-Technologie glaubten, einen an der Waffel?"
(24.01.2010) Heute morgen hatte ich einen Alptraum, und der ging so: Ich schalte meinen Computer an, surfe zu Spiegel Online und lese folgendes:
"Alles Quatsch, wehrte sich McCormick im Sender BBC gegen die Vorwürfe. Sein Gerät beruhe auf denselben Prinzipien wie Wünschelruten, mit denen man unterirdische Wasseradern aufspüren könne."
Oh Schreck, wo bin ich denn da gelandet? Ist meine Maus im frühmorgendlichen Tran (s'ist ja erst halb elf!) verrutscht und hat versehentlich „Spiegel Panorama" angeklickt? Lese ich gerade die Kritik zum Zauberkomödienstadl „The next Uri Geller"?
Falsch. Ich bin wach, alles ist wahr, und staatliche Behörden in aller Welt haben einem Apparillo ihren Segen erteilt, der auf Wünschelruten-Technologie beruht.

Seit 2004 ärgert das "Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen" (IQWiG) und sein Leiter, Peter Sawicki, Politiker und Pillen-Hersteller. Wohl nicht mehr lange.
(08. Januar 2010) Wunder gibt es immer wieder. 2004 zum Beispiel rieben sich vernunftbegabte Menschen in Deutschland verblüfft die Augen, als im Zuge der sogenannten „Gesundheitsreform“ ein Institut namens IQWiG ("Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen") gegründet wurde. Es überprüft die Vor- und Nachteile medizinischer Leistungen objektiv. Das könnte sich ändern.

Testosteron steht nicht gerade im Ruf, Eigenschaften zu fördern, die in zivilisierten Gesellschaften geschätzt werden. Eine neue Studie in Nature belegt: die Verabreichung von Testosteron führt zu fairerem Verhalten bei Verhandlungen - bei Frauen.
(8. Januar 2010) Wissenschaftler der Universitäten Zürich, London und Freiburg i. Br. zeigten in einer Studie mit 121 weiblichen Versuchspersonen, dass sublingual verabreichtes Testosteron zu fairerem Verhalten in einem psychologischen Wirtschaftsspiel führte (Eisenegger et al. (2009), doi:10.1038/nature08711).
Beim sogenannten „Ultimatum-Verhandlungsspiel” sollte eine vorgegebene Geldmenge zwischen zwei Mitspielerinnen aufgeteilt werden.