Nobelpreis reformieren oder abschaffen!

23. September 2015 von Laborjournal

In zwei Wochen ist wieder „Nobelpreiswoche“. Zeit und Gelegenheit, sich ein paar grundsätzliche Gedanken zu machen über Sinn, Zweck und Wirkung der höchsten Auszeichnung, die ein Wissenschaftler je bekommen kann.

Jedes Jahr würdigt das schwedische Nobel-Komitee die wichtigsten wissenschaftlichen Errungenschaften in ausgewählten Fachgebieten, indem es den Preis an bis zu drei Hauptentdecker verleiht. Diese Einschränkung (Alfred Nobel wollte ursprünglich gar keine Aufteilung der jeweiligen Preise!) erzeugt aber eine Gewinnermentalität, die nicht unbedingt dem Wohl der Wissenschaft dient. Während die anderen Mit-Entdecker leer ausgehen, genießen die Nobelpreisträger neben dem Geldpreis von 842.000 Euro pro Kategorie, einer Medaille aus echtem Gold und allerbesten beruflichen Aussichten auch die höchste gesellschaftliche Bekanntheit und Anerkennung. Mit dem Nobelpreis wird nämlich auch stillschweigend der Nimbus des Genies oder Übermenschen verliehen. Der Nobelist (es sind nun mal größtenteils Männer) wird von den Massenmedien und der Populärkultur zu einer höheren moralischen Instanz ernannt und als Experte für alles, wenn nicht gleich als Prophet, akzeptiert. Und genau aus diesem letzteren Grund finde ich, der Nobelpreis gehört entweder abgeschafft oder radikal umgewandelt.  Diesen Beitrag weiterlesen »

Der ganz normale Wahnsinn im Labor (3)

16. September 2013 von Laborjournal

„Und, wie war der Urlaub?“

Ja, es ist gerade die Zeit, in der Doktoranden, Postdocs und Co. allzu oft genau diese Frage entgegen geschleudert wird. Und für die Vielen unter ihnen, die darauf nur mit irrem Blick und einem großen Fragezeichen antworten können, sei der folgende Text ausgegraben, den einst eine Doktorandin unter dem Pseudonym „Sirene“ für Laborjournal schrieb (Heft 9/98):

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Morgen frag ich ihn

Sonne, Strand, Meer. Türkisblaue Lagunen und du schnorchelst bis die Haut schrumpelt. Dann kommt da diese Qualle angeschwommen. Du kennst sie, Aequorea, die mit dem Green Fluorescent Protein im Bauch. Das, was dich die letzten Wochen quasi urlaubsreif machte. Nicht mal hier hat man seine Ruhe vor dem Zeug. Die Qualle grinst dich blöde an und sagt: „Hallo“! Du wachst auf und bist schon am frühen Morgen schlecht gelaunt. Was bleibt, ist die Frage, ob du im wirklichen Leben mal die Chance haben wirst, auf Aequorea zu treffen.

Naja, die nächsten Jahre wohl kaum. Bei diesem Chef, der Urlaub für höchst überflüssige Zeitvergeudung hält. Er selbst könnte sein müdes Hirn auch mal wieder mit frischen Winden beleben, weit weg von muffigen Chefsesseln. Aber das muß jeder für sich selbst entscheiden, nur wir brauchen uns über Urlaub nicht den Kopf zu zerbrechen (wann, wohin, mit wem, woher das Geld nehmen — das kostet schließlich unnütz Kraft und Energie). Er regelt das schon für uns. Grund genug gibt’s immer, im Labor zu bleiben. Diesen Beitrag weiterlesen »

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