Analytica-Tagebuch 2012 (I)

17. April 2012 von Laborjournal

Gerüstet für den Besucheransturm ...

München, Messestadt West, erster Tag der Analytica-Fachmesse. Vier Laborjournal-Redakteure haben am Vortag pfundschwere Heftpakete durch die Luft gewuchtet und dem verlagseigenen Stand (Nr. 308) den letzten Feinschliff verpasst. Nun sitzt man auf weinrotem Kunstflorteppich und guckt den Besuchern nach, die in Halle B1 hereintröpfeln. Der erste Besucher ist ein Stammleser, Abonnent seit vielen Jahren, und er verblüfft uns mit der Aussage, dass wir in letzter Zeit „böser“ geworden seien. „Böse“ meine er ganz klar als Kompliment, versichert er, denn die meisten anderen würden sich an heiße Eisen wie Datenmanipulation und Hochschulkonflikte zwischen Doktorand und Betreuer eben nicht herantrauen, sagt er, und dann sagt er noch: „Weiter so!“

Im Moment ist das jedoch eine Einzelmeinung, denn die Gänge zwischen den Messeständen sind auch jetzt, am frühen Nachmittag, noch nicht so richtig gefüllt. Die Zahl der Standbetreuer überwiegt noch eindeutig die der herumschlendernden Besucher, zumindest hier in Halle B1. Anderswo ist mehr Gedränge; der Wirtschaftsredakteur etwa treibt sich knapp drei Stunden in der „Biotechhalle“ A3 herum. Dort stauen sich bereits heute, am Dienstag, die Besucher auf den Gängen. Vier indisch aussehende Wissenschaftler beispielsweise sind zu Besuch bei „Bayern innovativ“ und überschütteten Stefan Duhr, Gründer des Münchener Startups Nanotemper, mit interessierten Fragen zu den von ihm entwickelten Messgeräten. Mit diesen lässt sich „Thermophorese im Micromaßstab“ (MST) bewerkstelligen und damit Biomoleküle analysieren, sowohl fluoreszenzmarkiert als auch unmarkiert. Alles sehr „sophisticated“. Die mutmaßlichen Inder jedenfalls scheinen sehr interessiert zu sein.

Dann guckt der Wirtschaftsredakteur noch schnell bei Candor Bioscience (Stand 212) vorbei und verlässt den Stand mit einem ganzen Packen von Themenideen, den ihm Geschäftsführer Tobias Polifke mitgegeben hat. Möglicherweise lesen Sie manches davon in Artikelform in den kommenden Ausgaben. Weiter geht’s zu Stand Nr. 566 und damit zur beim Redakteur bisher völlig unbekannten US-Firma Integrated DNA Technologies (IDT). IDT versucht seit einigen Jahren, den europäischen Markt zu erobern und hat dazu im März 2012 den in der hiesigen Biotechszene nicht unbekannten Marketing- und Vertriebsprofi Mirko Vanetti angeheuert. Vanetti zeichnet verantwortlich dafür, dass die US-Amerikaner ihre in Leuven/Belgien produzierten, „ultralangen“ Oligonukleotide an die süddeutschen, österreichischen und schweizer Forscher verkauft bekommen. Denn wie erwähnt: Der Bekanntheitsgrad der Firma lässt bisher arg zu wünschen übrig.

Eben sind unsere Reporterinnen L. und G. losgezogen. Was sie in den nächsten zwei Stunden auf der Analytika in Erfahrung bringen werden, lesen Sie demnächst hier. Und unser Freier Mitarbeiter KT erzählt unserem Methodenredakteur Z. seit 20 Minuten Schwänke aus seinem Studenten- und Doktorandenleben. Bleiben Sie dran!

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