Wenn ich groß bin, werde ich Risikobewerter…

11. Februar 2014 von Kommentar per Email

(Gibt es einen Trend, dass in den Ausschreibungen für Life Science-Stellen die Anforderungen an potenzielle Bewerber immer „enger“ werden? Unser Autor Leonid Schneider ist überzeugt davon — und seziert als Indiz dafür die jüngsten Stellenausschreibungen des Bundesamts für Risikobewertung BfR.)

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Es gibt Jobs, für die sind nur Wenige geeignet. Astronaut zum Beispiel. Oder Bundeskanzler. Oder auch: Professioneller Risikobewerter im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin (http://www.bfr.bund.de).

Da die Aufgabe dieses Instituts — die Gefahreneinschätzung von Chemikalien, Lebensmitteln, Partikeln, etc. — sehr wichtig ist, werden potenzielle Job-Kandidaten entsprechend streng ausgewählt. Zumal diese Leute ja später auch verbeamtet werden sollen. Das Institut legt daher ganz besonderen Wert darauf, dass Wissenschaftler sich mit ihrem potenziellen Arbeitsgebiet sehr gut auskennen — am besten, schon bevor sie als Kandidaten überhaupt in Frage kommen.

Natürlich kann nicht jeder beliebige Lebenswissenschaftler oder Chemiker einfach daher kommen und vom BfR Einlass in eine Karriere verlangen. Solche Quereinsteiger sollen sich ihre alternativen Karrieren bitte schön woanders suchen. Wie ich darauf komme? Was mir schon seit einiger Zeit auffällt, ist folgendes: Bei praktisch jeder Stellenausschreibung verlangt das BfR unter den „Anforderungen“, dass die nachweisbaren Vorkenntnisse und die Berufserfahrung nahezu exakt zu dem anvisierten Aufgabenbereich passen müssen.

Bei vielen Postdoc-Ausschreibungen in der akademischen Forschung ist das inzwischen zwar auch oft der Fall, aber meist geht es hier eher um ganz bestimmte technische Methoden und weniger um präzise definierte Forschungsfelder. Das BfR jedoch geht bei seinen Stellenausschreibungen für promovierte Wissenschaftler noch einen gehörigen Schritt weiter. Diesen Beitrag weiterlesen »

Armer Hund

26. April 2012 von Laborjournal

Haustiere gehören ja eigentlich nicht ins Labor. Aber den lieben Hund den ganzen Tag allein zu Hause lassen — das will man ja auch nicht. Also, Verbot hin oder her: Bello kommt mit!

Ob der Hund der ehemaligen Münchnerin Birgit Puschner, jetzt an der University of California in Davis, nun „Bello“ hieß, ob es gar überhaupt ihr Hund war — das alles ist nicht gewiss. Sicher ist jedoch, dass da ein Hund in ihrem Labor war. Und der konnte offenbar den leckeren Düften nicht widerstehen, die seine feine Nase aus der Laborküche einfing. Er schlich also hinein und fraß kräftig Agar von den frisch gestapelten Platten. Dumm nur, dass einige davon giftiges Thallium-Acetat enthielten. Entsprechend groß war wohl die Aufregung, als man das Malheur mitsamt dem mittlerweile sicherlich schon leidenden Tier entdeckte.

Was aber machte Frau Puschner aus dem Zwischenfall? Ein Paper! Diesen Beitrag weiterlesen »

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