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Tipp 134:
UV-Tisch Knigge - UV-Transilluminatoren

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UV-Transilluminator

So schön können DNA-Banden unter dem UV-Licht eines UV-Transilluminators leuchten, wenn man einige einfache Grundregeln bei der Arbeit am UV-Tisch beachtet.

UV-Transilluminatoren sind in vielen molekularbiologischen Laboren im Dauereinsatz und ein DNA-Gel nach dem anderen flutscht über ihre Glasplatten. Damit dieses hektische Treiben ohne Sonnenbrand und zerkratzte UV-Tischoberfläche von statten geht, sollte man einige simple Regeln befolgen.


Liebes Laborjournal-Team,

viele Ihrer Leser haben sicher schon schlechte Erfahrungen mit den UV-Strahlen von Transilluminatoren gemacht und kennen die Gefahren, die am UV-Tisch lauern, wenn man DNA-Banden dokumentiert oder ausschneidet. Nicole Schmut hat dies in der Laborjournal-Ausgabe vom Dezember 2008 beschrieben und eine alternative Methode vorgeschlagen. Dazu einige kurze Anmerkungen.

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Generell sollte man einen Sonnenbrand am UV-Tisch vermeiden. Nicht nur, weil er die Haut schädigt; zu starke UV-Strahlen können auch die DNA-Proben in den Gelen zerstören. Die Strahlungsintensität sollte man deshalb möglichst niedrig wählen und die Exposi­tionszeit auf ein Minimum beschränken. Bei guten Transilluminatoren lässt sich die Intensität der UV-Strahlung regeln. Zudem sollte man beachten, dass die UV-Röhren in den Transilluminatoren altern. Dadurch verschiebt sich das UV-Spektrum und die Intensität verringert sich. Es empfiehlt sich deshalb, die Röhren nach etwa 1000 Betriebsstunden auszutauschen. Dass man die Augen bei Arbeiten am UV-Tisch mit einer geeigneten Laborbrille schützen muss ist selbstverständlich. „Verblitzte“ Augen sind nicht nur schmerzhaft auch die Sehkraft wird dadurch nicht gerade gestärkt.

Nicole Schmut schlägt in ihrem Tipp Methylenblau als Alternative zu Ethidiumbromid für die Färbung von Gelbanden vor. Vielen Anwendern reicht die geringe Sensitivität von Methylenblau aber nicht aus, wenn sie zum Beispiel schwache Banden detektieren wollen. Wer partout kein Ethidiumbromid verwenden will, etwa aus Gründen der Arbeitssicherheit, kann mittlerweile auf nicht-toxische und nicht karzinogene alternative Farbstoffe zurückgreifen, die darüber hinaus noch spezifischer und sensitiver sind.

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Sünden am UV-Tisch

Abschließend noch ein Wort zu der häufig praktizierten „Sünde“, Banden auf dem UV-Tisch mit einem Skalpell auszuschneiden. Die scharfe Klinge des Skalpells beschädigt die Filteroberfläche des Transilluminators was dazu führt, dass Quantifizierungen von Gel-Banden im fortgeschrittenen „Verkratzungsstadium“ praktisch nicht mehr reproduzierbar sind. Auch hierfür gibt es Alternativen im Laborfachhandel.

Martin Appuhn
(VWR Biotech)





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Letzte Änderungen: 06.10.2009


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