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Drei auf einen Streich: die Life Science Wochenschau (4)

(12.2.16) Diese Nachrichtenwoche haben die Physiker mit Gravitationswellen überflutet. Aber es gab auch spannende News aus den Biowissenschaften.

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Durchschaut: Phototaxis der Cyanobakterien

Cyanobakterien nehmen Licht wahr und bewegen sich darauf zu. Ein einzelnes Cyanobakterium funktioniert dabei im Prinzip wie ein winziger, primitiver  Augapfel, berichtet ein internationales Team aus deutschen, britischen und portugiesischen Forschern unter Beteiligung von Jan Gerrit Korvink (Karlsruhe Institute of Technology):

"Das Licht trifft auf die Oberfläche der runden Einzeller, wo es wie durch eine mikroskopisch kleine Linse gebrochen wird. Dadurch entsteht ein Brennpunkt auf der gegenüberliegenden Seite der Zelle. Dies aktiviert im Bereich des Lichtpunkts winzige, fadenförmige Fortsätze außerhalb der Zelle, die das Bakterium in Lichtrichtung vorwärtstreiben." [..] Korvink: "Möglicherweise war es also das erste Mal in der Evolutionsgeschichte, dass sich mit der Entstehung der frühen Cyanobakterien ein mit dem Linsenauge vergleichbarer Mechanismus zur Lichtwahrnehmung entwickelt hat. Ein spannender Gedanke!“

Komplette Pressemitteilung hier.

Foto: Roland Kampmann / KIT


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Grüne Impfstofffabrik

Forscher um Ralph Bock  (Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm) vermelden Fortschritte beim "Biopharming", also der Produktion von Pharmazeutika in Pflanzen. Die Golmer konnten einen HIV-Impfstoffkandidaten in der Alge Chlamydomonas produzieren:

"Die Forscher haben zunächst eine Geninformation optimiert, die dazu genutzt werden kann, ein für unser Immunsystem gut erkennbares Antigen des HI-Virus in Algen produzieren zu lassen, so dass sie von den Algen 'verstanden' und in das entsprechende Protein übersetzt werden kann. Hierfür wurde die Sequenz des Gens so verändert, dass sie typische Eigenschaften des Algenerbguts aufweist. 'Außerdem haben wir einen Algenstamm gezüchtet, der die fremden Gene besser ablesen kann', erklärt Dr. Juliane Neupert, Wissenschaftlerin am Golmer Institut. Das fremde, optimierte Gen, das als potentieller Bestandteil für einen AIDS-Impfstoff gilt, wurde daraufhin in den neuen Algenstamm eingefügt, um das neue System auf seine Praxistauglichkeit zu prüfen."

Komplette Pressemitteilung hier.

Foto: Rouhollah Barahimipour


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Keine einsamen Jäger

Killerzellen greifen im Rudel effektiver an, berichten Hannoveraner Immunologen um  Reinhold Förster, Stephan Halle, und Martin Messerle:

"Man nahm allgemein an, dass Killer T-Zellen im Körper schnell hintereinander immer neue Zielzellen erkennen und alleine töten könnten. In mehreren unterschiedlichen Infektionsmodellen haben die MHH-Forscher nun jedoch gesehen, dass Killer-T-Zellen nur effektiv sind, wenn sie als „Team“ von drei oder mehr Killer-T-Zellen gleichzeitig oder in sehr kurzem zeitlichen Abstand dieselbe infizierte Zelle attackieren. 'Offensichtlich unterscheiden sich einzelne Killer T-Zellen deutlich in ihrer Wirksamkeit, und nur durch einen synchronisierten Angriff wird die Zielzelle stark genug geschädigt',sagt Professor Förster."

Komplette Pressemitteilung hier.

Foto: Stephan Halle und Reinhold Förster (MHH)


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Letzte Änderungen: 03.03.2016

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