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Überdenken

Forschungsaufenthalt im Ausland – ein Karrieresprungbrett?

Von Hildegard Mack, Innsbruck


Essays
Illustr.: iStock / Akindo

Zahlreiche junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verbringen längere Forschungsaufenthalte im Ausland – nicht selten in der Annahme, damit unter anderem die Karriereperspektiven zu verbessern. Trifft diese Annahme in den Biowissenschaften momentan zu?

Allein die Vielzahl der Parameter, die einen Forschungsaufenthalt im Ausland charakterisieren, legt die Vermutung nahe, dass die Antwort auf diese Frage nicht für alle Konstellationen gleich ausfallen wird. Da es keine Studien gibt, die aktuell, detailliert und nach akademischen Fächern getrennt aufzeigen, wann in der Ausbildung man für wie lange wohin gehen muss, um die Ein- beziehungsweise Aufstiegschancen in welcher Branche wie weit zu erhöhen, bleibt nur die Möglichkeit, aus den allgemeinen wirtschaftlichen und forschungspolitischen Rahmenbedingungen selbst abzuschätzen, inwieweit der eigene geplante (oder bereits laufende) Auslandsaufenthalt das Erreichen der persönlichen Karriereziele erleichtern kann. Gehen wir also der Frage nach der eventuellen karrierefördernden Wirkung einer Forschungstätigkeit außerhalb des Heimatlandes lediglich für einen nicht untypischen Spezialfall nach: Postdocs in den Biowissenschaften, die für zwei oder mehr Jahre im Ausland forschen, ihren Aufenthalt selbst organisiert haben, sich im Rahmen einer Stipendienbewerbung bei einer heimischen Förderorganisation bereits vor der Abreise Gedanken über die Fortsetzung ihrer wissenschaftliche Karrieren im Heimatland gemacht haben, und die ihre Zukunft in der akademischen Forschung (und Lehre) sehen.

In diesem Fall ist das Zielland sekundär, allerdings spielen die Forschungsrahmenbedingungen zu Hause eine wichtige Rolle. „Zu Hause“ ist für mich übrigens Deutschland, was erklärt, warum sich die nachfolgenden Betrachtungen überwiegend auf Deutschland beziehen. Mein momentaner, längerfristiger Aufenthalt in Österreich ist dabei nicht der Ausgangspunkt von Rückkehrabsichten dorthin, sondern deren unerwartetes Ergebnis nach fast neun Jahren als Doktorandin und Postdoktorandin in den Vereinigten Staaten. Selbstverständlich bestätigt meine persönliche Situation die These, die ich hier vertreten möchte, dass es für das berufliche Fortkommen nicht allein entscheidend ist, ob man im In- oder Ausland geforscht hat. Meine isogene Kontrolle (biowissenschaftlich studierte eineiige Zwillingsschwester) hat es nämlich zeitgleich mit mir geschafft, zur Leiterin ihrer eigenen Forschungsprojekte zu werden, ohne auch nur die Uni zu wechseln.

Der Eindruck, dass ein längerer Forschungsaufenthalt im Ausland die akademischen Karrierechancen erhöhen könnte, entsteht rasch bei der Lektüre entsprechender Stellenanzeigen oder der Bewerbungsvoraussetzungen für hoch dotierte Nachwuchsförderprogramme wie dem Emmy-Noether-Stipendium oder dem START-Preis. Dort ist substantielle internationale Forschungserfahrung oftmals explizit erwünscht oder sogar gefordert. Wer mindestens zwölf Monate während der Promotion oder als Postdoc im Ausland geforscht hat, erfüllt dieses Kriterium offensichtlich und hält sich somit alle Türen offen. Allerdings herrscht auf Grund systematischer Fehlentwicklungen in den letzten zwei Jahrzehnten in der biomedizinischen Forschung weltweit eine Atmosphäre, die Bruce Alberts (der Herausgeber des Standardwerkes über die Zellbiologie) und Kollegen in einem lesenswerten Artikel treffend als hyperkompetitiv bezeichnet haben: zu wenige Forschungsgelder und zu wenige akademische Stellen für zu viele qualifizierte und daran interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (Rescuing US biomedical research from its systemic flaws, PNAS 111 (16): 5773-77). Zwar bezieht sich die Diskussion von Alberts et al. nur auf die USA, aber erstens ist Wissenschaft in vielen Aspekten, und insbesondere auch bei der Besetzung akademischer Stellen, eine globale Angelegenheit, und zweitens bestehen die strukturellen Probleme, aus denen die Hyperkompetitivität des US-amerikanischen Systems resultiert, in anderen Ländern ebenfalls: Trainees führen während ihrer Doktorarbeit oder als Postdocs auf befristeten Stellen den Großteil der Laborarbeiten aus, und somit werden vielerorts weit mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgebildet als im akademischen und nicht-akademischen Sektor tatsächlich benötigt werden.

Folglich ist es zunächst relativ einfach, sich im Ausland eine der zahlreichen Doktoranden- oder Postdoc-Stellen zu sichern – und anschließend relativ schwierig, sich über internationale Forschungserfahrung von der zahlreichen Konkurrenz um Positionen auf den nachfolgenden Karrierestufen (Assistant Professor/Nachwuchsgruppenleiter, et cetera) abzuheben. An sich kann also eine längere wissenschaftliche Tätigkeit im Ausland keinen deutlichen Karrierevorteil bringen, sondern lediglich einen potentiellen Nachteil vermeiden. Damit der Auslandsaufenthalt zum akademischen Karrieresprungbrett werden kann, müssen weitere Details „stimmen“. Insbesondere muss, wie auch bei einer Postdoktorandentätigkeit im Heimatland, das wissenschaftliche Profil so geschärft worden sein, dass es zu den Vorstellungen einer Forschungseinrichtung passt, die just wenn das Postdoc-Projekt vor dem Abschluss steht, Stellen zu besetzen hat.

Dadurch, dass die Zahl der verfügbaren Stellen mit steigender Karrierestufe immer geringer wird, gestaltet sich die Rückkehr ins heimische (deutsche) akademische System nach einer längeren umfassenden wissenschaftlichen Weiterqualifizierung im Ausland grundsätzlich schwieriger als der Wegzug. Aber nicht nur wegen der Stellensuche wird die Realisierung von Rückkehrabsichten zu einer echten Herausforderung. Hinzu kommt oftmals die private Situation, die sich eventuell erst während des Auslandsaufenthalts so geändert hat, dass neben den eigenen beruflichen Interessen außerdem die Interessen des Partners oder der Partnerin wie auch vielleicht von Kindern zu berücksichtigen sind. Unterstützungsangebote an Familien beziehungsweise Doppelkarrierepaare werden zwar vielerorts ausgebaut, schließen aber generell nicht den US-amerikanischen „Idealfall“ Dual Hire ein, den viele der betroffenen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler vorrangig mit Doppelkarriereförderung assoziieren. Insgesamt ändert sich so für akademisch orientierte Postdocs die ursprüngliche Grundsatzfrage nach der Rückkehr sehr schnell in zwei spezifischere Fragen: „Karriere daheim – ja oder nein“ und „akademische Karriere – ja oder nein“. Diese Fragen betreffen natürlich alle Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, egal ob sie (bislang) im In- oder Ausland tätig waren.

Letztendlich dürfte die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Branche beziehungsweise ein bestimmtes Land immer den individuell besten Kompromiss zwischen beruflichen und privaten Ansprüchen darstellen. Um diesen individuell besten Kompromiss zu finden, braucht es, insbesondere mit Blick auf die beruflichen Aspekte, vor allen Dingen eines: fundierte und objektive Informationen. An Informationen zu Karrieremöglichkeiten aller Art in Europa (und natürlich vor Ort) mangelt es dem Wissenschaftlernachwuchs an Universitäten wie Harvard oder der University of California San Francisco definitiv nicht. Vor diesem Hintergrund möchte ich meine Meinung, dass mehrjährige Forschungsaufenthalte keinen deutlichen Karrierevorteil bringen, etwas korrigieren. Wenn sie an entsprechenden Institutionen durchgeführt werden, bringen sie nämlich deutliche Vorteile in Form eines erleichterten Zugangs zu einem enorm umfangreichen und diversen Informationsangebot. Die Schwarzen Bretter sind voll von Einladungen zu allerlei Workshops rund um Karriereplanung, akademischer und nicht-akademischer Jobsuche, Bewerbungsstrategien, et cetera. In den Life Science Hubs Boston/Cambridge und der San Francisco Bay Area bieten Firmenpräsentationen und Networking Receptions reichlich Gelegenheit zur ersten Kontaktaufnahme mit Vertretern führender Pharma- und Biotech-Unternehmen, ambitionierter Start-ups und internationaler Strategieberatungen. Daneben stellen sich europäische Unternehmen und Forschungsförderorganisationen einmal jährlich auf der European Career Fair in Boston vor. Solche Veranstaltungen können zumindest wertvolle Denkanstöße liefern und eventuell dabei helfen, alternative Karrierewege überhaupt erst zu erkennen oder die Entscheidung für die akademische Karriere bewusst zu treffen.

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Besonders gut informiert sind europäische Gastwissenschaftler natürlich über das Forschungsumfeld im jeweiligen Heimatland. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten die wissenschaftlichen Diaspora-Netzwerke wie GAIN (German Academic International Network), ASciNA (Austrian Scientists and Scholars in North America) und RINA (Research and Innovation Network Austria) beziehungsweise zum Teil die Schweizer Regierungsinitiative Swissnex, die sicherstellen möchten, dass Expats und heimische Forschungs(förderungs)landschaft in gegenseitigem Kontakt bleiben. Diese Netzwerke richten sich explizit an alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus einem bestimmten Land, unabhängig von Fachgebiet, Karrierestufe und Tätigkeitsfeld, die sich in den USA, Kanada oder Mexiko aufhalten, egal ob dauerhaft oder zeitlich begrenzt. Dementsprechend gibt es, zumindest bei GAIN, nicht nur, aber eben auch, umfassende Informations- und Beratungsangebote für den beruflichen Wiedereinstieg in Deutschland.

Einen ersten Eindruck von der deutschen Forschungslandschaft erhält der rückkehrinteressierte Wissenschaftlernachwuchs auf der jährlichen Tagung des GAIN-Netzwerkes. Dort treffen sie in erster Linie auf hohe Repräsentanten der großen Forschungsorganisationen und -förderungsgesellschaften wie auch von rund 40 Universitäten und Fachhochschulen. Hinzu kommen regelmäßig die für Wissenschaft und Forschung zuständigen Staatssekretärinnen und Staatssekretäre beziehungsweise Ministerinnen und Minister des Bundes und einiger Länder – sowie in Jahren, in denen keine Wahlen stattfinden, Abgeordnete des Bundestages. Dementsprechend fällt die Selbstdarstellung der deutschen Forschung in den Podiumsdiskussionen und Workshops glänzend aus. Vor einigen Jahren entstand auf der GAIN-Tagung sicherlich nicht nur beim Reporter eines bekannten Nachrichtenportals der Eindruck, dass Deutschland ein Paradies für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist. Die Lektüre der über 150 Kommentare zum entsprechenden Artikel, die augenscheinlich ausnahmslos von (ehemals) an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verfasst wurden, lässt jedoch erhebliche Zweifel an dieser Sichtweise aufkommen: Kurzzeitverträge, knappe Forschungsbudgets, Familienfeindlichkeit, übermäßige Bürokratie, steile und starre Hierarchien, akademischer Filz und daraus resultierend allgemeine Frustra­tion passen nicht unbedingt ins Bild eines attraktiven Forschungsstandortes. Glücklicherweise kann man sich bei GAIN auch über Möglichkeiten für einen Einstieg bei Behörden, im Patentwesen, im Wissenschaftsmanagement oder in der Wirtschaft informieren. Insgesamt liefern die geschilderten traurigen Zustände allerdings eine einleuchtende Erklärung für die Feststellung einer von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission, dass gerade die „Besten“ der deutschen Forschungslandschaft den Rücken kehren.

Die unterschiedlichen Beurteilungen der Forschungsbedingungen in Deutschland liegen vermutlich in den unterschiedlichen Perspektiven (Spitze versus Basis) und/oder der enormen Heterogenität der deutschen Forschungslandschaft begründet. Unter diesen Umständen kann die für rückkehrinteressierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler logische Schlussfolgerung nur lauten, selbst zu testen, wie gut die Ein- und Aufstiegschancen beziehungsweise Arbeitsbedingungen an ausgewählten Einrichtungen in Deutschland wirklich sind – das heißt anzufangen, sich zu bewerben. Mein eigenes diesbezügliches Experiment konnte ich gleich zu Beginn durch eine erfolgreiche Parallelbewerbung in Österreich abbrechen. So beschränkt sich meine Interaktion mit deutschen Universitäten auf zwei gegensätzliche, in sich aber konsistente Erfahrungen, von denen ich nicht abschätzen kann, welche die Ausnahme beziehungsweise welche den Regelfall darstellt: Zum einen wurde dort, wo der für Rückfragen zuständige Professor nie geantwortet hatte, die Stelle nach sechs Monaten mit einem internen Bewerber besetzt, zum anderen dauerte es bei einer Universität, die Werber auf die GAIN-Tagung geschickt hatte und sich dann für einen externen Kandidaten entschied, nur acht Wochen bis zur Absage. Natürlich habe ich auch nicht nachgeprüft, ob Universitäten in Österreich grundsätzlich nur sechs Wochen benötigen, um Kandidatinnen und Kandidaten einzuladen, einzeln für Interviews einzufliegen und schließlich jemanden einzustellen.

Auch wenn es politisch noch so gewollt ist, möglichst viele „Spitzenwissenschaftler“ aus dem Ausland zurückzugewinnen kann dies nur gelingen, wenn die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und insbesondere die Universitäten ebenfalls wollen. Die Politik kann beide Seiten nur unterstützen, indem sie Strukturänderungen, die eine nachhaltige Verbes- serung des Forschungsklimas versprechen, fördert und natürlich ausreichend Forschungsmittel zur Verfügung stellt. Nur dann können die Universitäten und Institute, die exzellente Kandidatinnen und Kandidaten von außerhalb rekrutieren (oder Talente aus den eigenen Reihen halten) wollen, konkurrenzfähige Angebote (gegenüber Ausland und Wirtschaft) unterbreiten. Gegenwärtig sind nur sehr wenige Forschungseinrichtungen in der Lage, den allgemeinen Wünschen nach wissenschaftlicher Unabhängigkeit (Leitung einer eigenen Arbeitsgruppe), angemessener finanzieller und personeller Ausstattung (Start-up Package) und Planungssicherheit (Tenure Track) zu entsprechen. Ob und inwieweit das neue Tenure-Track-Programm der deutschen Bundesregierung, das im Sommer diesen Jahres starten soll, die Situation für den rückkehrinteressierten und daheimgebliebenen Wissenschaftlernachwuchs tatsächlich verbessern wird, bleibt abzuwarten.

In Österreich gibt es theoretisch ein flächendeckendes Tenure-Track-ähnliches Modell seit 2009. Dessen offensichtlicher Hauptnachteil besteht darin, dass, vermutlich aus Budget-Gründen, zu wenig Gebrauch davon gemacht wird. Darüber hinaus ist das österreichische Laufbahnmodell im Vergleich zum typischen (US-amerikanischen) Tenure-Track-Modell unvollständig, denn es endet beim Associate Professor. Für eine Full Professorship muss nach wie vor ein Berufungsverfahren durchlaufen werden. Dies erscheint auf den ersten Blick überraschend, denn sollte nicht erstens die Einstellung eines Assistant Professor einer Berufung vergleichbar sein und zweitens die Tenure Evaluation dieselben strengen Kriterien nochmals anlegen? Aus Professorensicht liegen allerdings die Tenure-Kriterien häufig niedriger als die Anforderungen an einen Full Professor, weil sie ja mit den – beschränkten – von der Universität zur Verfügung gestellten Ressourcen erreichbar sein müssen. Großzügige Start-up Packages wie in den USA gibt es in Österreich nicht. Wer höher hinaus will, ist gehalten, möglichst bald nach Antritt der Laufbahnstelle eigene Fördermittel einzuwerben. Allerdings leidet das Wissenschaftssystem in Österreich unter einer starken Unterfinanzierung, sodass die Erfolgsquoten bei Drittmittelanträgen an den Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung weit unter denen anderer nationaler Fördergeber, beispielsweise der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Schweizerischen Nationalfonds, liegen. Dementsprechend erscheint der sicherere Weg auf eine österreichische Professur die Rückkehr zu einem späteren Zeitpunkt, das heißt nicht direkt im Anschluss an eine Postdoc-Tätigkeit, sondern frühestens nach dem Einwerben einer ausreichenden Anschubfinanzierung wie zum Beispiel eines ERC- oder START-Grants, oder nach einer Nachwuchsgruppenleitertätigkeit im Ausland.

Ob die Chancen, die sich aus neuen Erfahrungen und Kontakten im Ausland ergeben, das Risiko, den akademischen Anschluss im Heimatland zu verlieren überwiegen, muss jede Wissenschaftlerin und jeder Wissenschaftler selbst abwägen. Wie eingangs angedeutet, gibt es keine umfassenden Studien, die den Karriereverlauf von Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern anhand von Ort und Dauer von Studium, Promotion und Postdoc-Tätigkeit untersuchen. Solche Studien könnten gleichzeitig Anhaltspunkte dafür liefern, ob die verbreitete Wahrnehmung unter abgewanderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zutrifft, dass Beziehungen für den Erhalt einer Stelle in Deutschland (und Österreich und anderen europäischen Ländern) wichtiger sind als wissenschaftliche Leistung und Originalität. Bis objektive Zahlen vorliegen, besteht also der sicherste Weg darin, sich sowohl das eine als auch das andere zu erarbeiten. Dies fällt natürlich umso leichter, je tatkräftiger Mentorinnen und Mentoren oder auch die Laborkolleginnen und Laborkollegen das eigene Fortkommen unterstützen, indem sie sich nicht auf das Vermitteln des wissenschaftlichen Handwerkszeugs beschränken, sondern darüber hinaus aussagekräftige, individualisierte Empfehlungsschreiben verfassen, Kontakte herstellen, Rückmeldungen zu Projektideen, Bewerbungsunterlagen und Probevorträgen geben, und so weiter. Ob der Sprung auf die nächste (akademische oder nicht-akademische) Karrierestufe gelingt, hängt also nicht so sehr davon ab, wo man forscht – sondern mit wem.



Zur Autorin

Hildegard Mack ist Biochemikerin und leitet ihre eigene Arbeitsgruppe am Research Institute of Biomedical Aging Research der Universität Innsbruck


Letzte Änderungen: 12.07.2017

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