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Wahldebakel?

Erlebnisse einer TA (84)

Annette Tietz


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Die TA

Bei einigen von Ihnen liegt die Berufswahl „TA“ sicher schon länger zurück. Und vielleicht fragen Sie sich auch manchmal, ob der Job letztendlich so ist, wie sie es sich vorgestellt haben – oder anders, oder besser, oder ruhiger?!

Nachfolgend habe ich eine Liste mit Gründen zusammengestellt, warum Sie sich damals für den TA-Beruf entschieden haben könnten. Testen Sie doch mal, ob meine Vermutungen zum heutigen Stand tatsächlich zutreffend sind. Und falls Sie keine TA sind, dann verstehen Sie uns vielleicht sofort besser...

A) Sie haben sich einst entschieden, TA zu werden, weil sie endlich mal Ihre Frustrationsgrenze kennenlernen wollten – und werden stets auf‘s Neue überrascht, dass bei manchen Dingen offenbar keine Grenze nach oben sichtbar ist.

B) Sie wollten schon immer testen, ob Menschen tatsächlich Multitaskingfähig sind – und wissen nun, dass man weit mehr als nur zwei Dinge gleichzeitig machen kann. Sie fragen sich jetzt sogar, wie das damals war, vor dem Job, als man sich auf nur eine Sache konzentrieren musste.

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C) Sie dachten, es sei befriedigend, wenn man anderen jungen Menschen (auch Studenten genannt) Dinge beibringen kann, die sie in Ihrem Berufsleben weiterbringen. Mittlerweile stellen Sie jedoch fest, dass diese Art des Lehrens nur einem Zweck dient – siehe Punkt A.

Mein Freund „LEO“

D) Sie waren schon immer ein netter Mensch, aber nach Jahren mussten auch Sie feststellen, dass nach dem zehnten freundlichen Nicken samt „Ja klar, kein Problem, mach’ ich, Chef“ auch bei Ihnen eine Grenze erreicht ist. Also wieder Punkt A! Und dabei ist es erst halb Zwölf.

E) Sie dachten damals, es sei nett, mit Ihren Mitarbeitern die Mittagspause zu verbringen und über den neuesten Kinofilm, die H&M -Sommerkollektion oder das Dschungelmenü zu diskutieren. Natürlich nur, wenn Ihr Chef sich nicht zeitgleich im Kaffeeraum aufhält. Nun aber fragen Sie sich: Welche Mittagspause?

F) Damals träumten Sie von tropischen Ländern, die Sie in Ihrem Urlaub erkunden wollten, wenn Sie endlich Ihr eigenes Geld verdienen. Heute buchen Sie eine Islandrundreise, die tropischen Temperaturen haben Sie ja schließlich schon im Labor. Und wieder merken Sie, dass an Punkt A was dran ist.

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G) Sie waren schon immer der Meinung, dass Weiß Ihnen besonders gut steht, und freuten sich schon auf Ihren Laborkittel. Heute stellen Sie allerdings fest, dass zwar der Kittel toll ist, aber leider weder die lila, noch die türkisgrünen Handschuhe zu Ihren Laborschlappen passen – und schon gar nicht von der UV- oder Schutzbrille ablenken können.

H) Sie waren froh, mit dem Schulabschluss endlich Mathe und Englisch hinter sich gelassen zu haben, und stattdessen nun das lernen zu können, was Ihnen richtig Spaß macht. Heute stellen Sie fest, dass Sie noch nie in Ihrem Leben ein so inniges Verhältnis zu Ihrem Taschenrechner pflegten und „LEO“ die meistbesuchte Webseite auf Ihrem Arbeitscomputer ist.

Wie auch immer Sie es drehen und wenden: Falls Sie TA werden wollen, kaufen Sie sich eine Extrapackung Anti­Frust-Pillen. Wenn Sie keine TA sind, aber in Ihrem Labor welche arbeiten, dann tun Sie das gleiche.

Wenn Sie schon TA sind, dann setzen Sie jetzt einen Kaffee auf. In der Wartezeit durchstöbern Sie die Island-Kataloge, schieben alle Gedanken an den morgigen Studentenkurs beiseite, nicken dem Chef freundlich zu – und überlegen, wo um alles in der Welt Sie eine stylische Schutzbrille bestellen können.



Letzte Änderungen: 01.08.2018


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