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Die perfekte TA

Erlebnisse einer TA (15)

Annette Tietz


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Die TA

Manchmal fragt man sich als TA, woher man all die Hände nehmen soll, die man bräuchte um alle anfallenden Sachen zu erledigen. Oder woher man so viele Gehirnzellen nehmen soll, um alle Ergebnisse, Daten und Protokolle zu speichern. Und vor allem, woher man all die Nerven nehmen soll, den heutigen Tag ohne Wutausbruch oder größere Schäden zu überstehen...

Nehmen wir einmal an, es gäbe die perfekte TA (Achtung Chefs, das ist reine Spekulation!): Was muss sie alles können, haben, wissen und beherrschen, um einen Tag im Labor gut zu überstehen, ohne am Ende des Tages in Gedanken die Kündigung in Händen zu halten?

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Der perfekte Tag

8.00h: Die perfekte TA erscheint gut gelaunt morgens als Erste im Labor, um die täglich auftretenden kleinen technischen Unzulänglichkeiten moderner Geräte zu beseitigen. Da wäre zum Beispiel die Kaffeemaschine, die das Zeitliche gesegnet hat, die Eismaschine, die über Nacht übergelaufen ist, oder die -70°C-Truhe, die durch ein schrilles Signal kund tut, dass man sie von nun an als Kühlschrank verwenden kann.

8.20h: Die TA ist immer noch gut gelaunt (obwohl sie festgestellt hat, dass die Kaffeemaschine zwar wieder läuft, dafür aber das Kaffeepulver alle ist) und macht sich voller Tatendrang an die Arbeit.

8.40h: Die TA verlässt die Abteilung, um organisatorische Dinge mit anderen Labors abzuklären und stellt beim Zurückkommen fest, dass sie den Abteilungsschlüssel vergessen hat. Nach kurzem Abwägen der Alternativen „Einen Wutanfall bekommen“ oder „Jemanden mit Schlüssel finden“ entscheidet sie sich für die zweite Variante und macht sich auf die Suche nach einem Schlüsselbesitzer.

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8.55h: Freudestrahlende TA hat einen Schlüsselbesitzer gefunden und beschließt, dass der Tag ja nur besser werden kann. Die perfekte TA ist übrigens absoluter Optimist.

9.20h: Der Fahrradkurier kommt in voller Montur ins Labor und drückt begeisterter TA ein Päckchen in die Hand. TA versichert ihm unaufgefordert, dass da nix Gefährliches drin sei und macht sich wieder an die Arbeit.

9.35h: Kollege fragt TA, ob sie vielleicht noch autoklavierte Spitzen hat, da seine irgendwie abhanden gekommen seien. Die perfekte TA hat natürlich alles auf Vorrat und hilft Kollegen mit einer Schachtel aus. Und ist immer noch gut gelaunt.

12.00h: Wider Erwarten konnte die TA bis zur Mittagspause ohne weitere Unterbrechung durcharbeiten, was wahrscheinlich daran lag, dass der Chef wegen einer Besprechung erst am Nachmittag kommen wird.

13.00h: Frisch gestärkt und mit frisch hochgepäppelter guter Laune macht sich die TA wieder an ihre Arbeit. Der Chef kommt ins Labor und fragt nach den Daten des heutigen Versuchs. Aber leider schafft es auch eine perfekte TA nicht, einen achtstündigen Versuch in einen Vormittag zu packen. Die TA versucht den Chef davon zu überzeugen, dass das noch Zeit braucht und verspricht, sich umgehend zu melden, sobald phänomenale Ergebnisse vorliegen.

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Auf der Zielgeraden

14.45h: TA hat mittlerweile Bestellungen getätigt, Färbungen angesetzt, auf unerklärliche Weise leer gewordene Schubladen gefüllt, Telefonate geführt und den Chef davon überzeugt, dass immer noch keine acht Stunden vorbei seien und somit die Daten noch immer nicht vorlägen.

15.30h: TA kämpft mit Analysegerät und versucht es durch Überredungskünste wieder in Gang zu bringen. Was allerdings erfolglos bleibt. TA holt Kollegen zur Hilfe, der auch keine neue Idee hat. TA greift zum Äußersten: sie besticht Kollegen mit Kuchen, um Ideenfindung zu beschleunigen.

15.50h: Analysegerät zeigt sich nach Kuchendeal einsichtig. TA ist glücklich. Kollege auch – er freut sich auf den Kuchen.

16.45h: TA bearbeitet nach vollendeter Analyse alle Daten und erstellt Tabelle. TA ist immer noch gut gelaunt.

17.00h: TA stellt fest, dass Chef das Labor schon verlassen hat, um auf Meeting zu fahren.

17.10h: TA überlegt sich, dass sie heute Abend noch Kuchen backen muss. Die gute Laune verschwindet langsam. Nun ja – Nobody is perfect.



Letzte Änderungen: 01.08.2018


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