Info

Kinesis®-Pipettenservice - Gute Pipettierpraxis


P_2019_03_08_003

Cole-Parmer Instrument Company Ltd
9 Orion Court Ambuscade Road Colmworth Business Park
St. Neots PE19 8YX
UNITED KINGDOM

www.coleparmer.com

Tel: +44 (0)1480 212122
Fax +44 (0)1480 212111

E-mail: info@coleparmer.co.uk


Die Pipette mag zwar ein dezentes Design haben, wichtiger ist aber ihre Funktion, nämlich eine Probe im Mikroliterbereich zu dosieren. Die richtige Pipettiertechnik ist entscheidend, um sicherzustellen, dass Ergebnisse wiederholbar sind und der Probenverlust minimiert wird. Benutzer von Pipetten müssen einige goldene Regeln befolgen, um sicherzustellen, dass die Pipette sowohl genau als auch präzise ist.

Verwenden Sie die richtige Pipette – verwenden Sie eine Kolbenhubpipette für wässrige Lösungen und eine Direktverdrängungspipette für viskose oder flüchtige Flüssigkeiten. Bei der Verwendung einer Kolbenhubpipette entspricht die Menge der übertragenen Flüssigkeit der Menge der verdrängten Luft, während eine Direktverdrängungspipette die Kraft des Kolbens nutzt, der auf die zu dosierende Flüssigkeit drückt. In Kombination mit der richtigen Spitze sind diese Pipetten ideal für eine Vielzahl von Proben: von viskosen, flüchtigen und radioaktiven Verbindungen bis hin zu toxischen oder biologischen Proben. Beim Kauf einer Pipette für eine bestimmte Anwendung lohnt es sich auch, den Komfort für den Benutzer zu berücksichtigen. Mehrkanalpipetten sind ideal für hohe Durchsätze, z. B. wenn eine Probe auf eine 96-Well-Mikrotiterplatte oder ein PCR-System übertragen wird. Wenn ein hoher Durchsatz potenziell die Genauigkeit beeinträchtigen kann, werden elektronische Pipetten bevorzugt, da hier ein motorisierter Kolben die Aufgabe hat, Transfers einheitlich zu wiederholen.

Verwenden Sie die richtige Spitze – Spitzen sind ein wichtiger Bestandteil des Pipettierens. Verwenden Sie Ihre Pipette immer mit einer geeigneten Spitze. Gemäß ISO 8655-2 Abschnitt 7.6 gilt: „Die maximal zulässigen Fehler gelten für das gesamte System aus Pipette und Spitze. Bei Verwendung von Pipettenspitzen, die nicht vom Hersteller der Pipette stammen, gilt die Erklärung des Lieferanten auf der Konformitätsbescheinigung nicht.“ Bei der Wahl einer Spitze lohnt es sich, über die Art der Flüssigkeit nachzudenken, die dosiert werden soll. Reagiert diese Flüssigkeit mit dem Material der Spitze und verursacht sie das Auslaugen von Verunreinigungen? Spitzen sollten frei von Verunreinigungen und aus einem inerten Material hergestellt sein, daher sollte auch sichergestellt werden, dass sie in einem Reinraum aus reinem Polypropylen hergestellt wurden und als frei von Verunreinigungen wie DNase, RNase und Pyrogenen zertifiziert sind. Spitzen können in mehrere Kategorien unterteilt werden, zum Beispiel: Standard, große Öffnung, Direktverdrängung und Filter. Es ist wichtig, die richtige Spitze für die jeweilige Anwendung auszuwählen.

Wenden Sie die gute Pipettierpraxis an – halten Sie während des gesamten Pipettierzyklus einen konstanten Ansaug-/Abgaberhythmus ein. Halten Sie die Pipette beim Ansaugen senkrecht. Tauchen Sie die Spitze so tief in die Probenflüssigkeit ein, wie es dem Pipettenvolumen entspricht, und warten Sie dann eine Sekunde, bevor Sie die Spitze aus der Flüssigkeit herausziehen. Halten Sie bei der Abgabe das Ende der Spitze gegen die Innenseite des Behälters, um zu vermeiden, dass Flüssigkeit in der Spitze verbleibt. Stellen Sie stets sicher, dass Sie bei einer konstanten Raumtemperatur pipettieren, um Probenverlust und Ungenauigkeiten beim Pipettieren zu vermeiden.

Behandeln Sie Ihre Pipette sorgsam – zu schnelles Ansaugen kann erhebliche Schäden verursachen, wenn die Flüssigkeit in den Hauptteil der Pipette eindringt. Diese Art von Beschädigung ist besonders verheerend, wenn die Flüssigkeit korrosiv ist, sodass Dichtungen kaputtgehen und Undichtigkeiten auftreten können. Aus diesem Grund ist es auch hilfreich, die Pipette stets aufrecht zu lagern. Pflegen Sie Ihre Pipette, indem Sie Schaft, Dichtung und Kolben regelmäßig überprüfen und reinigen. Achten Sie beim Pipettieren darauf, dass Sie die Volumeneinstellung nicht über das Maximum hinaus erzwingen, vermeiden Sie Stöße oder Fallenlassen und seien Sie beim aufnehmen und abgeben der Spitzen besonders vorsichtig. Nachdem die Pipette 6 bis 12 Monate im Einsatz war, muss sie gemäß ISO 8655-6 gewartet und kalibriert werden. Der Kalibrier-Service sollte professionell durchgeführt werden, um systematische Fehler ausschließen zu können. Der Kinesis®-Pipettenservice von Cole-Parmer hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Kalibrierung, Reparatur und Wartung von Einkanal-, Mehrkanal-, Hand- und elektronischen Pipetten aller Hersteller gemäß ISO 8655-6. Der aus Großbritannien stammende Service ist ab sofort auch in unserem NEUEN hochmodernen Labor in Deutschland verfügbar. Die Labors arbeiten nach dem breitesten Volumenspektrum von 0,1 μl bis 100 ml und führen eine vollständige Funktionsbewertung durch, untersuchen alle internen und externen Teile und überholen das Dichtungssystem gemäß den Verfahren der Hersteller unter Verwendung von Originalteilen.

Wenn Sie Fragen rund ums Pipettieren haben oder weitere Informationen über die UKAS und generell zur Kalibrierung wünschen, wenden Sie sich noch heute an:
Cole-Parmer GmbH
Anna Amend
Tel. +49 (0) 9377 920369
E-Mail: Anna.Amend@coleparmer.de

Unter literature@coleparmer.com können Sie auch eine Kinesis®-Pipettenservice-Broschüre anfordern.

Pressekontakt:
Dr. Julia Lock, Content Marketing Specialist
Tel. +44(0)1480 274631
E-Mail: Julia.Lock@coleparmer.com



Zur Produktseite



© Cole-Parmer Instrument Company Ltd
Letzte Änderungen: 08.03.2019


Diese Website benutzt Cookies. Wenn SIe unsere Website benutzen, stimmen SIe damit unserer Nutzung von Cookies zu. Zur ausführlichen Datenschutzinformation