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Rettungsinseln in der Bilderflut

Bildverwaltung und Bildrechte

K. Hien und S. Rümpler


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Die Zellkultureinsätze Insert 2in1 können in 6-, 12- oder 24-well Platten stehend und hängend verwendet werden. mehr

Sie haben mit Ihrer neuen Digital-Kamera schon hunderte von Bildern geschossen und wissen nicht mehr, welches Bild zu welchem Versuchsaufbau gehört? Mit Bildverwalt-ungsprogrammen bringen Sie Ordnung in das Bilderchaos.

Selbst wenn das oben genannte Beispiel nicht auf jeden zutrifft: viele Forscher wissen oft nicht mehr wohin mit den vielen Fotos, Bildern und Abbildungen. Ob witzige Clips für die Vorlesung oder seriöse Bilder aus dem Internet, Abbildungen aus Journals oder Bilder aus wissenschaftlichen Datenbanken – ständig braucht der Wissenschaftler digitale Bilder. Die legt er meist im hintersten Winkel seiner Festplatte ab und sucht mühsam in dem riesigen Datenwust, wenn er ein bestimmtes Bild daraus hervorkramen muss.

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Im September 1991 wanderten zwei Touristen in den Ötztaler Alpen, als sie die Leiche eines Mannes fanden. mehr


Mit Bildverwaltungsprogrammen können Sie sich diese Arbeit erheblich vereinfachen. Für simple Anwendungen reicht bereits Microsofts-Dateiexplorer. Sie müssen lediglich Bilder-Ordner und -Dateien anlegen und entsprechend benennen, um die Bilder wieder zu finden. Sie können sich sogar eine kleine Bildvorschau anzeigen lassen, mehrere Bilder gleichzeitig in die richtige Ansicht drehen, oder eine Diashow starten. Noch etwas schneller und komfortabler ist das kostenlose Programm IrfanView mit dem Sie Filme anschauen, Bilder bearbeiten und eine Bildergalerie in HTML, ähnlich einem Kontaktabzug, erstellen.

"Echte" Bildverwaltungsprogramme sind aber wesentlich komfortabler. Mit diesen können Sie Bilder in Gruppen umbenennen oder Suchbegriffe für einzelne Bilder oder ganze Bildgruppen vergeben. Die Programme verwalten oder sortieren Bilder thematisch oder zeitlich und zeigen sie in kleinen Thumbnails in einer Vorschau-Übersicht. Mit Hilfe einer Suchmaske können Sie ihre Daten nach den gewünschten Bildern durchkämmen. In die Maske können Sie neben Namen oder Begriffen auch Metadaten eingeben, die Digitalkameras automatisch abspeichern. Dazu gehören zum Beispiel Aufnahmezeit, Kameramodell oder Aufnahmewerte.

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Funktionen verschwimmen

Inzwischen verschwimmen die Funktionen einzelner Programme mehr und mehr: Bildbetrachtungsprogramme haben neuerdings Verwaltungsfunktionen und Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop, Photo Impact oder Microsoft Foto Suite stellen Module zur Bildverwaltung zur Verfügung. Ein kostenloses, einfaches Bildverwaltungsprogramm ist Picasa von Google. Es richtet sich an Einsteiger und ist für diesen übersichtlicher als umfangreiche Bildverwaltungs-Programme. Neben der Verwaltung von Bildern in Alben können Sie mit Picasa auch Bilder skalieren, verschiedene Filter anwenden oder "rote Augen" retouchieren. Das Programm verändert die Originaldatei nicht, die Bilder erleiden auch nach mehrmaligem Abspeichern keinen Qualitätsverlust. Picasa unterstützt viele Rohdatenformate (raw-Formate, siehe Laborjournal 11, 2006) von Digitalkameras, jedoch nicht die der allerneuesten Kameras.

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Für die Profis

Professionellere, aber auch kostspieligere, Bildverwaltungsprogramme sind beispielsweise Canto Cumulus und ACDSee. Ersteres lässt sich in verschiedene Redaktionssysteme einbinden und exportiert die verwalteten Daten in Power-Point- und Quicktime-Präsentationen. ACDSee bietet viele Möglichkeiten, Bilder zu betrachten und zu organisieren. In seinem Browser generiert es Thumbnails in den jeweiligen Ordnern, sowie gleichzeitig allen Unterordnern des betrachteten Ordners. Dadurch können Sie sehen, ob sich die Suche in den jeweiligen Unterordnern lohnt. Über eine USB-Verbindung können Sie mit ACDSee sogar auf der Karte in Ihrer Kamera browsen. Mit dem zweiten Tool von ACDSee, dem Viewer, können Sie Bilder bequem anschauen und skalieren, um Ihren Bildschirm optimal zu nutzen. Dazu verwendet das Programm Algorithmen, die das Bild beim Skalieren immer optimal scharf darstellen. ACDSee kann jedoch Dateipfade und -namen die zum Beispiel asiatische Zeichen enthalten nicht lesen.


Bilderklau und Urheberrecht

Falls Sie Bilder verwenden wollen, die Sie nicht selbst gemacht haben, denken Sie daran: Bilder sind grundsätzlich kostenpflichtig! Im Internet ist es recht einfach, Bilder von Seiten herunter zu laden und für sich zu nutzen. Das ist aber nur legal, so lange das Bild ausdrücklich kostenlos auf der entsprechenden Webseite zur Verfügung steht. Wenn jemand merkt, dass Sie sein Bild "geklaut" haben, kann das unter Umständen teuer für Sie werden. Es ist immer ratsam, den Urheber zu fragen, bevor Sie ein Bild von seiner Homepage verwenden.

Die Preise für Bilder von professionellen Fotografen oder Agenturen starten meist bei 150 Euro. Sie sind jedoch sehr unterschiedlich und hängen unter anderem von der Bildqualität ab. Von teureren Bildern können Sie natürlich auch eine bessere Qualität erwarten. Achten Sie beim Kauf immer auf die Bildnutzungsrechte: Für was dürfen Sie das Bild verwenden, in welcher Auflage Ihrer Veröffentlichung und in welchem Zeitraum? Nach deutschem Recht liegt das Urheberrecht immer beim Fotografen!


Häufig bauen Wissenschaftler Bilder wie Zitate in eine Veröffentlichung ein. Beispielsweise wenn diese in Bildern Versuchsergebnisse eines Kollegen zitieren, die als Grundlage für ihre eigene Forschung dienten. In diesem Fall können Sie das Bild als Datei von der Homepage laden oder es einscannen und in Ihrer Arbeit zitieren. Voraussetzung ist jedoch, dass Sie das Bild nicht verändern und die Quelle korrekt angeben. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: www.schmunzelkunst.de/saq.htm

Bei Anfahrtsbeschreibungen, die Sie auf Ihrer Webseite machen, beispielsweise zu Ihrem Institut, sollten Sie besonders vorsichtig sein. Zeichnen Sie nie einfach eine handelsübliche Karte ab und stellen diese Zeichnung ins Netz! Karten sind aufgrund der dafür benötigten Datenerhebung ein "Bilderzeugnis mit erhöhtem Aufwand". Es gibt Spezialisten, die Webseiten nach solchen Zeichnungen durchsuchen und Ihnen deftige Strafen aufbrummen können. Entweder Sie kaufen das Recht auf eine Darstellung vom Verlag der Karte oder Sie erstellen einen Link zu einem Routenplaner, der dies ausdrücklich erlaubt wie beispielsweise google oder map24. Sie können auch eine grobe Handzeichnung auf Ihrer Webseite präsentieren, dazu reicht zur Not eine Skizze auf einem Bierdeckel.




Letzte Änderungen: 30.05.2007


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