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Die Universität widersetzt sich der „Insider-versus-Outsider“-Hypothese

Von Simon Zabler, Würzburg


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Einige Wirtschaftswissenschaftler reduzieren den Arbeitsmarkt auf einen Interessenskonflikt zwischen Angestellten (Insidern) und Arbeitsuchenden (Outsidern). Das ist viel zu kurz gedacht und auf Universitäten bezogen schlichtweg falsch, widerspricht Simon Zabler diesen neoliberalen Thesen.

„Brauchen unsere Unis grundlegende Personal- und Gesetzesreformen?“ Je mehr Quellen ich zu dieser Frage finde, desto deutlicher wird mir: es gibt keine „zwei Lager“, von denen eines für, das andere gegen einen bestimmten Satz an Reformen ist. Vielmehr mischen sich die Meinungen: Es gibt Kritiker, wie mich, die vor allem an den Regelwerken und an der Hochschulpolitik des Bundes Anstoß nehmen. Wir erkennen die Uni-Verwaltung und die Landesregierung aber an und unterstützen diese nach allen Kräften. Und es gibt die Hardliner, für die „jede Verwaltungsstelle eine verlorene Stelle für die Kernaufgaben“ ist, und die fordern, alles außer der „reinen Forschung und Lehre“ aus dem Körper der Hochschule zu entfernen.

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Immer wieder tauchen in der öffentlichen Diskussion auch „Bewertungskriterien“ auf: Effizienz, Qualität auf der positiven, Verschwendung und Mittelmaß auf der negativen Seite. Diese Kriterien werden jedoch nur selten klar definiert, geschweige denn nachvollziehbar beziffert – und sind deshalb wenig hilfreich für sachliche Argumentationen. Eines ist jedoch sicher: Die Diskussion um „Reformen“ an unseren Unis ist in vollem Gange – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich (zu sehen auch bei den „Marches of Science“).

Wie edel die Beweggründe, wie hochtrabend die Argumente auch sein mögen, am Ende dreht sich der Diskurs oft um zwei Kernmodelle: 1. Die „autonome Uni“, wie sie von der Hochschulrektorenkonferenz HRK gefordert wird (ja, der Horst Hippler, bei dem ich selbst vor 18 Jahren Quantenchemie gehört habe); und 2. Der Status quo: unsere „klassische Uni“, ein mehr oder weniger selbstverwalteter Appendix unserer Landesregierungen.

Und da ist noch das Centrum für Hochschulentwicklung CHE, finanziert über Stiftungen unserer großen privaten Verlagshäuser. Das CHE „bespaßt“ uns seit 1994 regelmäßig mit dem „Ranking“ unserer Hochschulen, deren zukünftige Studierendenzahlen das CHE praktischerweise auch gleich prognostiziert. Die Stiftung setzt sich unstrittig für „Fundraising an deutschen Unis“, „verschärften Wettbewerb unter deutschen Hochschulen“, „kooperative Promotionen“, und „Studiengebühren jeder Art“ ein*. Bemerkenswert ungeniert: Das CHE bewertet praktischerweise auch verschiedene Banken, die uns Studienkredite vergeben.

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Hierzu ist mir der Abschrieb einer sehr gelungenen Rede von Wolfgang Lieb vom 21.09.2015 in die Hände gefallen. Lieb war 1996 bis 2000 Staatssekretär im Wissenschaftsministerium NRW und hat dort selbst strittige Reformen eingeführt. Heute urteilt er vernichtend über die Motive des CHE und seines verstorbenen Gründers Reinhard Mohn, ehemals Vorstand der Bertelsmann Stiftung. Auch verweist Lieb (zu Recht) auf die informelle Allianz zwischen HRK und CHE, die oft unisono ihre reformatorischen Lösungskonzepte an Hochschulen und Länder ausgeben.

Laut Lieb ist die autonome Hochschule ein „Wolf im Schafspelz“. Verbirgt sich hinter „Unabhängigkeit und solider Grundfinanzierung“ doch die „Hidden Agenda“ nach „Deregulierung der Beschäftigungsstruktur“ und nach „Öffnung unserer Unis für privates Kapital“. Jeder ist aufgefordert, sich selbst ein Bild zu machen und die Entschließung der HRK vom 3.5.2011 zu lesen. Mein Fazit lautet: Lieb hat vermutlich recht. Die HRK fordert „Finanzautonomie“ und würde es den Unis somit ermöglichen, Studiengebühren in beliebiger Höhe zu erheben, ohne sich dabei um die Einwände der Landesregierungen und deren Wähler zu kümmern. Die Unis könnten „private Kredite aufnehmen“. Die Anstellung und Besoldung von Uni-Beschäftigten würde „flexibilisiert“ werden, um „Versorgungslasten“ zu verringern. Vor allem soll unsere Uni eine neue, starke Leitung bekommen, die „Entscheidungsprozesse effizienter“ macht. Also doch: Unis als Corporate Business mit CEO und „vielleicht auch mit Aktionären“, wie das CHE in einer Pressemitteilung in der Frankfurter Rundschau vom 12./13. Dezember 2015 frohlockt. Das Mitspracherecht, welches Professoren, Wissenschaftler und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter dann noch gegenüber diesem Uni-CEO haben, beschränkt sich wirklich nur noch auf „Forschung und Lehre“. Auch die Länder müssten sich folglich aus den (finanziellen) Angelegenheiten ihrer Unis und deren „New Public Management“ ganz heraus halten.

Damit läge Deutschland ganz auf EU-Kurs. Wer sich für Arbeit oder Studium an einer autonomen Uni interessiert, muss nicht weit reisen. Die 2007 von Nikolas Sarkozy und seiner Kultusministerin Valerie Pécresse eingeführte „loi relative aux libertés et responsabilités des universités“, kurz LRU, ist quasi eine Eins-zu-Eins Vorlage für die autonome Universität, welche die HRK fordert. Die LRU ist, trotz massiver landesweiter Proteste und Streiks, die sich über fast zwei Jahre hinzogen und teils dramatische Züge annahmen (Polizeigewalt et cetera) seit über zehn Jahren in Frankreich in Kraft und leistet ihren Beitrag zur Umwandlung der frei zugänglichen, kostenlosen Hochschule für alle Bevölkerungsschichten zurück zu einem hyperstilisierten Elitecampus für Kinder aus gutem Hause. Den freien Zugang zur Uni hat die Regierung Macron mit ihrer „loi relative à L’orientation et à la réussite étudiante“, kurz ORE, faktisch abgeschafft. Die Leute sollen schließlich „nicht glauben, dass die Uni eine Lösung für jedermann ist“.

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Frankreich ist nicht alleine. Lise Degn schreibt in ihrer Abhandlung über die Dänischen Reformen: „...the European higher education sector is changing [...] looking at the studies of change in this particular sector indicates that the pace and scope of change processes in the higher education systems of Europe [...] has probably never been greater [...] higher education reform is most often explained with reference to the increasing need for efficiency, effectiveness and competitiveness, and linked to the emergence of the Knowledge Economy concept. [...] a distinct wave of reform which [...] generally characterized by ideas of autonomy in exchange for accountability, strategic capacity, flexibility as well as competitiveness and strategic positioning. These reform ideas are often described as New Public Management (NPM) ideas...

Und Catherine Paradeise schreibt in European Higher Education at the Crossroad (2012): „Higher education reforms have been on the agenda of Western European countries for 25 years. They all promote the ,organizational turn‘ of universities to be rebuilt as autonomous, internally integrated, goal-oriented and accountable organizations. It (knowledge-based economy) enhanced the new idea that the ‚value for money‘ of investments in education and research should be measured by their returns in terms of employment and innovation, with the logical implication to link education supply with the needs of the economic system.

Die Strategie von Lissabon und die von EU und OECD 2012 verabschiedete Agenda 2020, die deren Fortsetzung ist, haben Europas Universitäten, und damit unser aller Alltag, auf den Kurs gebracht, der unsere akademische Arbeit nach ihrem „Nutzen für die Wirtschaft“ bemisst.

Dem NPM stand die Uni, als Bildungsstätte des demokratischen Wohlfahrtsstaates, entgegen! Also wurde sie abgewertet und stigmatisiert: reine Wissensvermittlung „nutze nichts“ gegen steigende Arbeitslosenzahlen und den Mangel an Innovation. Die „Marke Uni“ wurde umgekrempelt, und zwar nach den Vorstellungen der Wirtschaft. Die strikte Trennung von Lehre und Forschung, sowie die explosionsartige Ausbreitung hochdotierter strategischer Förderprogramme für letztere verdanken wir dem Wandel jener Zeit. (Heute lehnen viele Staaten die NPM wieder ab! Nach Fragmentierung und dem Wachsen von reinen One-Purpose-Institutionen wünscht man sich wieder „mehr Freiheit“).

Bei diesen Berichten über Reformen kommen Vergleiche mit radikalen, volkswirtschaftlichen „Reformen“ in den Sinn, wie sie in Europa seit den 1980ern vollzogen wurden: Allesamt von einer irregeleiteten Politik durchgepeitscht und von einer ideologischen Wirtschaftsschule zelebriert. Diese Reformen haben, wie zuvor und bis heute in Lateinamerika, in der ehemaligen Sowjetunion und in Asien ausnahmslos katastrophale, irreversible Schäden in den betroffenen Volkswirtschaften und ein tiefes Trauma in der Bevölkerung hinterlassen. Deutschland hat mit der Agenda 2010 seine Rechnung für unsere rückhaltlose Unterstützung dieses weltweiten, kapitalistischen Raubzugs erhalten, wenn auch Angestellte der Uni bisher wenig zu leiden hatten. Dennoch, oder gerade deshalb, bleibt unser Land ein großer „Hafen“ für diese „Raubritter und Wirtschaftsideologen“ des 21. Jahrhunderts, zum Beispiel am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW GmbH) in Mannheim, oder am Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB gGmbH).

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Ein besonders lauter Prediger der sogenannten „Chicagoer Schule“ ist Friedrich Heinemann (ZEW GmbH), der in der FAZ „Historische Beispiele für erfolgreiche(!) Reformen“ nennt, welche die Bürokratie wieder mit Schwung aus den Krisen herausgeholt haben: Die Zerschlagung der englischen Gewerkschaften durch Margaret Thatcher in der 1980ern; der Sozialabbau in Schweden in den 1990ern (hier sei bemerkt, dass zum Glück der Schweden die 1993er Reformen der Lindbeck-Kommission nur teilweise durchgesetzt und der rechtsliberalen Politik in der Wahl von 1994 eine klare Absage erteilt wurde, siehe The Nordic Welfare State in Three Eras von J. Kananen); und die Agenda 2010, deren fatale irreversible Rolle bei der Deregulierung der deutschen Arbeits- und Sozialgesetze uns mittlerweile allen schmerzlich bewusst ist.

Man könnte die Agenda 2010 und die von Schröder und Riester eingesetzte Hartz-Kommission für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt als eine Neuauflage der Lindbeck- Kommission deuten – im Gegensatz zu Schweden wurde der 343-seitige Backstein an Empfehlungen der Hartz-Kommission jedoch vollständig und ohne große Proteste seitens der Opposition umgesetzt. Schröder hatte auch aus der schwedischen Erfahrung gelernt und wartete mit der „Verkündung“ der Agenda ab, bis sein Kabinett wiedergewählt worden war – wenn auch der Bericht schon vor den Wahlen 2002 vorlag.

Heinemann gehört jenen Wirtschaftstheoretikern an, die sich alljährlich gegenseitig den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis (nicht der Nobelpreis!) verleihen, und in einer Art „Popkultur der Weltwirtschaft“ weltweite „Krisen und erfolgreiche Reformen“ zelebrieren. Die Thesen dieser neoliberalen Ideologen stammen von den Stars dieser Popkultur, Assar Lindbeck von der Universität Stockholm und Milton Friedmann von der University of Chicago ab.

Ich musste mich selbst vom Zusammenhang zwischen Heinemann und dieser radikalen Strömung überzeugen, nur um sicher zu gehen, dass meine Behauptungen nicht in Übertreibung ausarten. Leider traf meine Vermutung zu.

Für seine „Agenda 2030“ (hat nichts zu tun mit der Agenda 2030 der UN) schlussfolgert Friedrich Heinemann (SFU-Studie 2012): „Die hier durchgeführten Analysen deuten darauf hin, dass es um die Durchsetzbarkeit einer ,Agenda2030‘ derzeit insgesamt nicht gut bestellt ist. [...] Deutschland sei inzwischen ökonomisch fast schon unverwundbar. Diese Perzeption lässt die Bereitschaft zu unbequemen Veränderungen schwinden oder sogar die Versuchung wachsen, einige der erfolgreichen Reformen wieder umzukehren. Während ökonomische Krisen Reformen normalerweise beschleunigen („never waste a good crisis“), gilt dieser Zusammenhang derzeit nicht für Deutschland und die Finanz- und Schuldenkrise. [...] Außerdem dürften die mit der Finanz- und Schuldenkrise verbundenen Gefühle einer ungerechten Behandlung des deutschen Steuerzahlers die Reformbereitschaft noch weiter dämpfen. Die Krisen haben mit ihren Rettungs- und Konjunkturpaketen zudem einen neuen Glauben an den Staat als Lenker der Wirtschaft mit sich gebracht und den Glauben in die Leistungsfähigkeit von Märkten erschüttert. All dies stellt heute ein Handicap für Reformen dar, die [...] auf Marktsteuerung, Eigenverantwortung und Deregulierung – etwa im Bereich der Arbeitsmärkte – setzen.

All dies schreibt Heinemann in aufrichtigem Bedauern – und schwenkt danach aus mit Ideen,...

  • um den Reformstau zu bekämpfen;
  • um die Wahrnehmung der Unverwundbarkeit zu korrigieren;
  • um den Reformdruck dauerhaft zu erhöhen;
  • um Wirtschaftsthemen in den allgemeinbildenden Schulen und Journalisten-Ausbildungen zu intensivieren (Stichwort ökonomische Bildung, denn wir sind nur „zu dumm für Reformen“);
  • um die Wahlprogramme der wichtigsten Parteien (vor der Bundestagswahl) durch unabhängige Institutionen wie die Deutsche Bundesbank und den Sachverständigenrat analysieren zu lassen (er zitiert das holländische CPB als Positivbeispiel).


Ja, richtig. Heinemann wünscht sich, dass die Bundesbank (wahrscheinlich auch die EZB und der IWF) die Parteiprogramme unserer demokratischen Parteien vor der Wahl Korrektur liest, damit kein Quatsch darin steht, der die ersehnten Reformen behindern oder gar umkehren könnte. Man könnte Heinemanns Wunsch auch so interpretieren: Öffentliche Diskussionen über wirtschaftliche Reformen in Deutschland sollen gar nicht mehr im Rahmen einer Wahl stattfinden können (diese sind nämlich unnötig, wenn in allen Parteiprogrammen vor dem Wahlkampf schon Konsens herrscht). Ideologisch ist diese Haltung deswegen, weil sie in ultimo den totalen Rückzug des Staates und der gewählten Volksvertreter aus (volks-)wirtschaftlichen Themen und Finanzen fordert.

Heinemann wünscht sich den Zusammenbruch unserer deutschen sozialen Marktwirtschaft nicht explizit, aber er gibt zu, dass „[...] auch wenn die Bundesrepublik Deutschland derzeit über ein kurzfristig ungefährdetes Top- Rating verfügt, könnte dies durch die [...] Garantie- und Transferbeanspruchung im Rahmen der European Financial Stability Facility (EFSF) und des European Stability Mechanism (ESM) über kurz oder lang gefährdet werden. [...] Eine deutsche Schuldenkrise würde endgültig zum fiskalischen Kollaps der Eurozone führen.

Und dieser wäre wiederum beziehungsweise paradoxerweise gut für die ach so ersehnten Reformen, weil... „Die Anhänglichkeit an die vertrauten Bedingungen des Status quo wird erst dann erschüttert, wenn die Hinweise auf dessen Unzulänglichkeiten so überwältigend werden, dass man ihnen nicht länger ausweichen kann. In diesem psychologischen Zusammenhang ist die so genannte ,Krisenhypothese‘ verankert, wonach weitreichende Reformen zumeist nur im Zusammenhang mit schwerwiegenden Krisen gelingen.

Dieser Abschnitt stammt eins zu eins aus Milton Friedmann’s Capitalism and Freedom, und seine Intention erklärt sich deshalb selbst. Die Befürworter der Europäischen Schuldenbremse sind also Gegner des Stabilitätspakts und auf der Suche nach der nächsten großen Eurokrise, um weitere unbequeme Reformen durchzupeitschen? Man darf gespannt sein, auf die kommenden Jahre in der Euro-Zone...

Im Aufsatz „Is the Welfare State Self-destructive? A Study of Government Benefit Morale” (2007) stellt sich Heinemann Seite an Seite mit der Insider-Outsider-Hypothese von Asser Lindbeck (IIES) und Denis Snower (IfW) (siehe Lindbeck and Snower Insiders versus Outsiders). Deren empirische „Beobachtung“: Die Insider (Angestellte) leben über ihren Verhältnissen (push wages above market-clearing level) während die Outsider (Arbeitsuchende) für weit weniger Geld arbeiten würden, aber dennoch arbeitslos bleiben, weil die (turnover) Kosten für das Entlassen (firing) der Insider und das Einarbeiten (training) der Outsider diese (Gehalts-)Differenz übersteigen.

Dieses minimalistische Szenario, welches sowohl die Dynamik als auch die Eigeninteressen der Arbeitgeber vernachlässigt, reicht den Autoren, um zu begründen, dass Arbeitslosigkeit etwas Naturgegebenes sei. Drei Gründe für die Stagnation des Austauschs von Insidern durch Outsider werden aufgeführt: 1. Der gesetzliche Mindestlohn; 2. der bedingte Produktivitätsabfall; und 3. würden die Insider ihre Grenze verteidigen und die Outsider draußen halten (hieraus begründen die Autoren die Existenz von Gewerkschaften).

Man kann die Agenda 2010 und den Hartz-Bericht als einzige Abhandlung darüber verstehen, den Gradienten zwischen Insidern und Outsidern zu reduzieren – indem: 1. der gesetzliche (Arbeits-)Schutz der Insider auf ein Minimum reduziert wird; 2. der Druck auf die Outsider maximiert wird, um die Insider auf dem Arbeitsmarkt zu unterbieten (Abbau und Beschränkung von sozialer Unterstützung für Arbeitsuchende, sowie deren soziale Ausgrenzung und Stigmatisierung); und 3. Möglichkeiten für Arbeitgeber geschaffen werden, ihre Austauschkosten zu minimieren – zum Beispiel, indem sie teure Insider entlassen und neue Outsider anstellen, jedoch zu weit weniger sozialen Arbeitsverträgen und ohne gewerkschaftliche Vertretungen.

Lindbeck und Snower schlagen auch ganz unverblümt vor, die Insider unter Druck zu setzen und, wenn sie kündigen, mit einer Exit-Fee zu bestrafen, die das Unternehmen für die Neuanstellung der Outsider kompensiert. All das, um die Market Power von Insidern und Outsidern auf denselben Level, nämlich Null, zu bringen. Heinemann schreibt hierzu „[...] support systems for the unemployed are less costly if people see it as their obligation to care for themselves or attach a ,stigma‘ to the acceptance of benefits.

Also müssen sich Arbeitsuchende nur genug dafür schämen, dass sie dem Staat auf der Tasche liegen, und die Anzahl der Bewerbungen steigt. Eine sehr zynische Logik, besonders wenn Zitate von Heinemann in der Diskussion um Gesetzesreformen für unsere Unis auftauchen. Für manch einen ist die Uni die letzte Bastion des Wohlfahrtsstaates. Ich möchte die Unis deshalb als Beispiel nehmen, um zu zeigen, dass die Insider-versus-Outsider (IvO)-Hypothese zumindest im Falle öffentlicher Institutionen wie der Uni gänzlich falsch ist.

Man müsste schmunzeln, wenn es nicht so ernst wäre. Als Bruno Amable (Paris I) 2013 versucht, die Insider-Outsider-Hypothese durch empirische Untersuchungen zu überprüfen, kommt er zu einem ernüchternden Ergebnis. Grundlage der Studie war eine nationale Befragung zum Contrat de Travail Unique (CTU), einem flexibleren Arbeitsvertrag, der die „Spaltung“ zwischen unbefristeten und befristeten Stellen aufhebt, fast ohne soziale Sicherheit beginnt und Arbeitsunfähigkeits-, Kündigungsschutz und Rentenansprüche dann progressiv mit den Jahren der Beschäftigung zulässt.

Die Arbeitshypothese der Studie war, dass Insider, besonders unbefristete Angestellte und Beamte sich großteilig gegen den CTU stellen würden, wohingegen Outsider (arbeitslose und prekäre Angestellte) pro CTU seien: „Beyond the theoretical and empirical problems associated with the definition and identification of insiders and outsiders, the results of the various estimations do not bring an overwhelming support for the insider/outsider theories. Positive attitudes towards the CTU come mostly from individuals that would broadly be defined as insiders: they are wealthy, senior, have medium or high education/skill levels or responsibility positions in the public or the private sector, they are confident about their employability or are not likely to be affected themselves by any labour market reform (they are retired for instance). These characteristics identify groups close to the Right electorate. Indeed, Left voters express a dislike of the CTU and more generally, the differentiation of pro- and anti-CTU can be analysed in relation with a certain number of opinions that define a broad Left/Right cleavage: the danger that European integration could represent for the welfare state, the willingness to work of the unemployed, etc. These findings are compatible with the fact that the proposition of a CTU has been carried by Right or Centre-Right parties so far.

Keine Überraschung: Der Wunsch nach einem „liberaleren“ Arbeitsmarkt korreliert mit der rechts-politischen Gesinnung der Befragten (und all den üblen Vorurteilen über Beamte und Arbeitslose, die damit einhergehen), hingegen weit weniger mit dem eigenen Anstellungsverhältnis.

Deshalb werden Arbeitsmarktreformen auch vorwiegend von Mitte-Rechts-Parteien (zu denen zählen natürlich auch die französische PS und die deutsche SPD) beworben. Aber Bruno Amable gibt noch nicht auf: „Some elements of the insider/outsider theories receive some support in the data. For instance, individuals that have an insider partner tend to have negative opinions of the CTU. Also, some groups that can be defined as outsiders do support the CTU: possibly the unemployed but above all the personal services workers. This group cannot be considered as an outsider group according to the employment status, but other definitions of the outsider status such as those of Häusermann & Schwander would have that group classified among the outsiders. However, characterisations in terms of insiders or outsiders, whether based on the employment status or defined such as in Häusermann & Schwander are not precise enough to identify the groups favourable to a labour market liberalisation reform such as the CTU.

Es ist sehr selbstentlarvend, wenn man eine Berufsgruppe, die in Deutschland beinahe fünf Prozent der Arbeitnehmer ausmacht, zu Outsidern erklärt, in der Hoffnung, eine Grundlage für die Insider-Outsider-Hypothese zu finden. Laut skillspanorama.cedefop.europa.eu haben Personal Service Workers (PSW) einen Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife: Kassierer, Frisöre, Haushälter, Fahrer, Köche, Angestellte in der Gastronomie, Tierpfleger, Reisebegleiter. Selbst wenn man all diese mit unseren Arbeitslosen „in einen Topf wirft“, findet Amable keine Anzeichen dafür, dass die Insider-Outsider Hypothese der Realität entspricht. Wohl aber würden die PSW den CTU ihren derzeitigen prekären Arbeitsverhältnissen vorziehen (wie vermutlich jede bessere Anstellung).

Ich habe mich auch beim Lesen des Aufsatzes des verstorbenen Axel Brennicke (Laborjournal 1-2/2015 „Unis brauchen Druck“) gefragt, ob es Sinn macht, Uni-Angestellte und Beamte in die zwei Lager: „Forscher und Lehrer“ einerseits und in „Verwalter und Bürokraten“ anderseits zu trennen? Sicherlich nicht, selbst die HRK gesteht der Univerwaltung ihre lebenswichtige Rolle für den operativen Betrieb von Forschung und Lehre zu, und betont wie wichtig es ist, dass Wissenschaftler und Verwalter Hand in Hand arbeiten.

Denke ich an meinen eigenen Alltag fallen mir spontan folgende Verwaltungsorgane an meiner Universität ein: Personalstelle, Lohnstelle, Bauverantwortliche, Sicherheit-, Arbeits- und Tierschutz, Reisestelle, Präsidium, Öffentlichkeitsarbeit, Juristische Vertretung der Uni und natürlich das Rechenzentrum. Erscheinen mir diese Organe nutzlos und möchte ich sie abschaffen?... Nein!

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Die lokale Verwaltung meiner Fakultät? Prüfungsamt, Dekanat, Studiendekanat... Nein, ich kann mir meinen Job ohne diese (manchmal doch sehr grantigen) Kollegen nicht vorstellen. Wer soll sich denn sonst um Einschreibung der Studierenden, deren Modul- und Prüfungsplan, die Akkreditierung der einzelnen Bachelor und Master-Studiengänge beim Kultusministerium sowie um die ordentlichen Verfahren zur Promotion und Habilitation an der Fakultät kümmern? Ich? Nein!

Auch Studentenwerk und Mensa möchte ich nicht missen. Die Uni-Bibliothek mit Bibliothekaren und Bibliothekarinnen? Ja, das sind schon eine Menge Menschen, die es braucht, um eine gute Uni gerade mal so am Laufen zu halten und Jahr für Jahr mehrere Tausende von jungen Studierenden durch ein Bildungssystem zu führen, welches ihnen einen international hoch anerkannten Abschluss ermöglicht.

Die meisten wissenschaftlichen Stellen an der Uni sind befristet. Der weitere Karriereweg unserer Ehemaligen definiert sich an deren erfolgreicher Ausbildung (unser Teil) und an der persönlichen Erfolgsstatistik beim Publizieren von Aufsätzen und Einwerben von Forschungs-Drittmitteln (deren Teil). Das ist kein Zuckerschlecken für unseren Nachwuchs und auch kein Elfenbeinturm, wenn es denn jemals einer gewesen ist. Der stetige Austausch von Insidern durch Outsider ist an der Uni die Norm und nicht die Ausnahme. Es ist gerechtfertigt, die Frage zu stellen: Wenn an den Unis alte kontinuierlich durch neue Mitarbeiter ausgetauscht werden, warum interessieren sich die Vertreter der Insider-versus-Outsider-Hypothese denn überhaupt nicht für die Entwicklungen von Finanzen und Beschäftigung in klassischen Hochschulen?

Die Antwort liegt auf der Hand: Obwohl sich am Beispiel klassischer Hochschulen ein realitätstreues Entwicklungsmodell konstruieren und die IvO-Hypothese überprüfen ließe, schließt doch eine Tatsache das Interesse unserer Wirtschafts-„Wissenschaftler“ von vorneherein aus: Der kontinuierliche Austausch von Absolventen und Abgängern durch neue Studenten im Erstsemester bis zu Wissenschaftlern/Postdocs ist Garant für den seit Jahrhunderten erfolgreich andauernden Wissenstransfer von Hochschulen untereinander und in die Bevölkerung. Er generiert weder Profit noch Kapitalbewegungen in einem Maßstab, den die Herren bei ZEW oder IfW interessieren würde. Der Wissenstransfer ist kapitalneutral, für unser Land und unser aller Leben jedoch enorm wichtig. Dennoch oder genau deshalb gilt er bei den Finanzinstitutionen Europas und der Welt als „retardiert“, „antiquiert“ und „überflüssig“, in jedem Fall als stark „reformüberfällig“.

Erstaunlicherweise haben CHE und HRK in Einklang mit ZEW und BMBF seit den 1990ern genau das Gegenteil dessen gefordert, was die Insider-versus-Outsider-Hypothese sagt: Sie haben die progressive Erhebung von Studiengebühren verlangt. Diese erschweren jedoch offensichtlich den Eintritt von Neuzugängen an die Unis, müssen die meisten doch erst damit klarkommen, ihr Studium auf Kredit zu finanzieren. Natürlich dürfen 500.000 neue Studierende pro Jahr trotzdem nicht in den Genuss eines kostenlosen Studiums kommen, würde das doch ihren Glauben an den „Vater Staat“ stärken! Und Studiengebühren sind nur der erste Schritt, diesen Glauben zu zerschlagen; der zweite wären harsche Kürzungen in der universitären Verwaltung und Lehre. Geld, welches die Länder so sparen, müsste von den Unis durch noch höhere Studiengebühren gedeckt werden, bis irgendwann die gesamten, oder zumindest substantielle Teile unserer Hochschulen durch Privatverschuldung der Studierenden finanziert sind. Als „Garnierung“ kommt hinzu, dass Bund und CHE die Länder zu diesen Einsparungen drängen, mit dem derzeit populären Argument der (öffentlichen) „Schuldenbremse“.

Fazit: Es ist gut, dass es in Deutschland und in Europa überall zu heftigen Debatten über eine „neue Identität“ unserer Unis kommt – und dass alte Formen der „Academic Governance“ kritisch hinterfragt werden. Unsere Landesregierungen machen sich nicht selten lächerlich, wenn sie mit Subventionen für die Hochschulbildung Wählerstimmen erkaufen wollen. Auch die vom Bund verfassten Richtlinien (Hochschulrahmengesetz, Bundesreisekostengesetz, Tarifvertrag Öffentlicher Dienst) verdienen Kritik an ihrem Realitätsbezug. Damit diese Kritik aber gehört wird, braucht es ein geschlossenes Auftreten seitens der Uni-Angestellten und -Beamten. Und wie viele von uns sind Mitglied bei der GEW oder bei ver.di? Vielleicht zwei von fünfzig? Und die zwei sind wahrscheinlich aus der Not (Mobbing, Krankheit) eingetreten – und weil sie sich am Arbeitsplatz allein gelassen gefühlt haben.

Auch hier ist die Insider-versus-Outsider-Hypothese falsch. Unsere zufriedenen Angestellten treten gerade nicht in die Gewerkschaft ein, verlassen gemeinschaftliche Organisationsformen sogar, weil sie sich in Sicherheit wiegen und keine Notwendigkeit in weiteren, teuren Schutzmaßnahmen sehen. Dadurch bleiben die Transferkosten konstant gering und die Barriere für „Reformen“ dünn. Deshalb sollten wir aber nicht anfangen, „unser eigenes Haus anzuzünden“, und zum Beispiel fordern, dass die Uni-Verwaltung ausgehöhlt, der Hochschulzugang privatisiert und mehr „Druck auf die Insider“ ausgeübt wird. Auch hierzu gibt der neue französische Präsident Emmanuel Macron leider ein nur allzu erschreckendes Beispiel ab: „Les principales victimes de l’impuissance des trente dernières années à sortir du chômage de masse, ce sont les jeunes et les moins qualifiés. Depuis plus de trente ans, le chômage des jeunes n’est jamais descendu sous les 15%. Il est proche de 25% aujourd’hui. [...] Le système francais protège très bien les „insiders“, ceux qui bénéficient d’un contrat stable, mais c’est au prix de l’exclusion complete des autres (les plus jeunes, les moins qualifiés).

Macron, eng mit dem Institut Montaigne verbunden, hat sich vor seiner Präsidentschaftswahl mehr um Firmenfusionen und Steuergeschenke für große Unternehmen gekümmert. In Sachen Universität schlägt sein Herz ganz nach dem „US-amerikanischen Vorbild“, womit er die zwei Prozent Elitehochschulen in der Neuen Welt meint. Macron kommt offenbar nicht auf die Idee, dass der bessere Zugang zu Bildung (inklusive Hochschulbildung) die Hilfe wäre, die „die Jungen“ und die „am wenigsten Qualifizierten“ bräuchten, um eine Perspektive jenseits der Arbeitslosigkeit zu haben. Er sieht nicht, dass der Abbau öffentlicher Stellen, besonders im Bildungssektor, und die Deregulierung der Wirtschaft gerade zu der hohen Jugendarbeitslosigkeit geführt haben und treibt die Jugend weiter in diese hinein.

Die US-amerikanischen Hochschulen sollten uns eine Warnung sein, kein Vorbild. Oder, um es mit Worten des Norwegers Tom Christensen (University Oslo), einer Koryphäe auf dem Gebiet öffentliche Institutionen, zu sagen: „Public sector organizations are imperative for societies across the globe. They are primarily different from private sector organizations in terms of philosophy, core values, goals, leadership, effects, outcomes and reform. The scope of public sector activity is also fundamentally different to that of the private sector. Public sector organizations are multi-functional, political, more influenced to external as well as internal pressures, legislation and governmental regulations. They are inherently more complex and bureaucratic by nature.

Also – seien wir mutig, seien wir anders! Und lassen wir uns nicht einreden, eine Uni lasse sich führen wie ein Unternehmen und brauche nur jemanden der „richtig durchgreift“. Solche Äußerungen zeigen nur eines: Wer sie äußert, hat keinen blassen Schimmer, wie unsere Unis funktionieren!

Weiterlesen:

  • Wolfgang Lieb, AG Alternative Wirtschaftspolitik, Tagung Berlin 19.05.2015 „Öffentlich vor Privat – Die Zukunft der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge“, nachzulesen auf NachDenkSeiten: http://www.nachdenkseiten.de/?p=27623
  • Zareh Asatryan, Friedrich Heinemann and Hans Pitlik (2016) Reforming the Public Administration: The Role of Crisis and the Power of Bureaucracy, Discussion Paper No. 15-049.
  • Zareh Asatryan et al. (2016), Public sector reform: How the EU budget is used to encourage it. Study, ZEW-Gutachten und Forschungsberichte, ISBN 978-92-823-9860-9, http://dx.doi.org/10.2861/804296
  • Petra Giebisch, Markus Langer (2005), Erste Eindrücke zum Stand des Hochschulfundraising in Deutschland, Arbeitspapier CHE und Die Zeit. Nr. 68
  • Thimo von Stuckrad, Christian Berthold, Tim Neuvians (2017), Auf dem Hochplateau der Studiennachfrage: Kein Tal in Sicht! Modellrechnungen zur Entwicklung der Studienanfängerzahlen bis zum Jahr 2050, CHE AP Nr. 203
  • Stellungnahme CHE zum Gesetzentwurf der Fraktion der SPD „Gesetz zur Gebührenfreiheit der Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen – Gebührenfreiheitsgesetz (Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen)“ – Drucksache 17/85
  • Ulrich Müller, Verlockende Börsengeschäfte: Studieren an der Humboldt AG? Hochschulen könnten vom Kapitalmarkt profitieren. Frankfurter Rundschau vom 12./13. Dezember 2015, S. 11
  • Lise Degn and Mads P. Sørenseni, From collegial governance to conduct of conduct – Danish universities set free in the service of the state.
  • Catherine Paradeise (2012), Tools and Implementation for a New Governance of Universities : Understanding Variability Between and Within Countries Between the Bologna Process and National Reforms, in A. Curaj et al. (eds.), European Higher Education at the Crossroads: 573 DOI 10.1007/978-94-007-3937-6_31, Springer Science&Business
  • Friedrich Heinemann (2015), Reformträges Griechenland – Gefangen in der Bürokratiefalle, FAZ vom 03. November 2015.
  • Lindbeck A. and Snower D. J., 1988, The insider-outsider theory of employment and unemployment, Cambridge, MIT Press.
  • Friedrich Heinemann, Tanja Hennighausen, Christoph Schröder (2012) Der Weg zu einer „Agenda 2030“ Reformen zwischen objektiver Notwendigkeit und individueller Verweigerung, Hrsg. Stiftung Familienunternehmen.
  • Heinemann, Friedrich Working Paper Is the Welfare State Self-destructive? A Study of Government Benefit Morale ZEW Discussion Papers, No. 07-029
  • Emmanuel Macron : le grand entretien, Le Point du 31 août 2017
  • Bruno Amable, Who wants the contrat de travail unique? Social support for labour market flexibilisation in France (University of Paris I, CEPREMAP, Institut Universitaire de France) 2013.
  • IMF, 2003. “Unemployment and Labor Market Institutions: Why Reforms Pay Off,” World Economic Outlook, April, pp. 129-150.


* Der [...] Gesetzentwurf der Fraktion der SPD, der sich im Kern auf [...]„Die Erhebung jeglicher Art von Studiengebühren durch das Land oder die staatlich finanzierten Hochschulen in Nordrhein-Westfalen findet nicht statt“ in § 5 Abs. 1 des geltenden Hochschulgesetzes beschränkt, ist aus Sicht des CHE abzulehnen. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass die CHE die Ablehnung im weiteren Verlauf differenziert und sich z.B. gegen das Baden-Württembergische Modell von Studiengebühren (für Ausländer) ausspricht.



Zum Autor

Simon Zabler ist Postdoc am Lehrstuhl für Röntgenmikroskopie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Zabler studierte in Karlsruhe und Grenoble Physik und hat sowohl einen deutschen Abschluss als Diplom-Physiker als auch einen französischen als Diplome Ingenieur d‘INPG.


Letzte Änderungen: 03.07.2018

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