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Mandarine statt Stolle

(18.12.2018) In der Weihnachtszeit sind die süßen Verlockungen groß. Die Deutsche Leberstiftung warnt und hat ein paar Ratschläge für die kalorienreiche Zeit.
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Gänsekeule mit Klößen und Rotkraut, Pulsnitzer Lebkuchen und dazu reichlich Glühwein. In der Advents- und Weihnachts­zeit sind wir umgeben von kulinarischen Köstlichkeiten – allerdings sind viele davon nicht nur köstlich sondern vor allem auch kalorien- und fettreich. Und diese Fette lagern sich sowohl im Hüftspeck als auch in den Hepatozyten der Leber ein. Das pathologische Resultat: Fettleber.

In der Tat hat die Deutsche Leberstiftung einen Anstieg von nicht-alkoholischen Fettleber­erkrankungen (NAFLD) bei Erwachsenen und Kindern beobachtet, wie sie in einer Pressemitteilung schreibt. Anfangs symptomlos kann sich die Fettleber über eine Leberzirrhose bis hin zum hepatozellulären Karzinom entwickeln.

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Ungesunde Kombination

Nicht nur das reichhaltige Essen fordert den Körper heraus. In der dunklen Jahreszeit wird man auch wie magisch von der Couch angezogen. „Speziell in den Wochen vor Weihnach­ten und an den Festtagen kombinieren viele Erwachsene und Kinder ein überreiches, un­gesundes Nahrungsangebot mit wenig körperlicher Bewegung. Diese Kombination kann über einen längeren Zeitraum zu dem sogenannten metabolischen Syndrom führen“, warnt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Leberstiftung, Michael P. Manns von der Medizinischen Hochschule Hannover.

Nicht umsonst nennt man das metabolische Syndrom auch das tödliche Quartett. Denn die vier Krankheitsbilder abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und Insulinresistenz führen fast unweigerlich zu Ablagerungen in den Gefäßwänden. Nicht selten enden diese arteriellen Verstopfungen mit einem Herzinfarkt.

Das muss aber nicht sein, sagt die Deutsche Leberstiftung und hat ein paar Tipps für die Weihnachtszeit parat. „Bei fettigen Speisen wie Gänsebraten unbedingt Maß halten, kleine Portionen langsam und bewusst genießen. Als Vorspeisen sind leichte Suppen und frische Salate empfehlenswert. Und zwischen den Mahlzeiten unbedingt bewegen – am besten an der frischen Luft“, rät Manns. „Gerade die Zeit mit der Familie oder Freunden an Weihnachten kann man wunderbar für gemeinsame Aktivitäten wie beispielsweise einen ausgedehnten Spaziergang nutzen.“

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Nicht nur an Weihnachten

Und Mandarinen und Walnüsse schmecken mindestens genauso gut wie Stollen und Lebkuchen. „Das ganze Jahr über ist eine maßvolle Ernährung in Kombination mit Bewegung wichtig, um die Leber und den gesamten Körper gesund zu halten,“ betont Manns weiter.

Kein gutes Vorbild für eine bewusste Ernährung während der Feiertage ist jedoch der Weihnachtsmann selbst. Zumindest nicht in den USA – dort locken Kinder und Erwachsene den bärtigen Geschenkebringer mit Milch und Keksen an. Ein US-Arzt rechnete deshalb aus, wie viele Kalorien Santa Claus am Weihnachtsabend verdrückt.

Etwa 36 Millionen Haushalte besucht der Weihnachtsmann in dieser einen Nacht. Wenn er in jedem Haus die bereitgestellten drei Kekse mit je ungefähr 50-100 Kalorien und ein kleines Glas Milch (ca. 135 Kalorien) vertilgt, hat er am Ende des Abends rund 10 Milliarden Kalorien (41 Milliarden Kilojoule) geschluckt. Und das nur in den USA.

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Milliarden Kalorien zu viel

Allerdings verbraucht der Weihnachtsmann während seiner anstrengenden Reise auch einige Kalorien. Etwa 10% gehen bei der Verdauung drauf, damit bleiben aber immer noch 9 Milliarden Kalorien übrig. In vielen Haushalten muss er jedoch den Kamin hochklettern um wieder nach draußen zu kommen. „Der Arbeitsaufwand, sich selbst und einen Sack voller Geschenke (vielleicht 160 kg) einen 4 Meter hohen Schornstein hochzuziehen, beziffert sich auf gerade einmal 1,5 Kalorien.“ Auf alle besuchten Haushalte hochgerech­net, kommt man so auf nicht mehr als 54 Millionen Kalorien. Das sind immer noch Milliarden Kalorien zu viel.

Zum Glück hat Santa dann ein ganzes Jahr Zeit, wieder abzuspecken. Oder ist zu befürchten, dass er inzwischen am metabolischen Syndrom erkrankt ist und dieses Jahr keine Geschenke ausliefern kann? Hoffentlich nicht.

Kathleen Gransalke

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Im September 1991 wanderten zwei Touristen in den Ötztaler Alpen, als sie die Leiche eines Mannes fanden. mehr



Letzte Änderungen: 18.12.2018

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