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Messetagebuch BIOTECHNICA

20.10.2005 Alles ist weg!

15:07 Uhr.
Nach drei Tagen geht vielen Messeaustellern langsam die Puste aus. Der Chefredakteur kann zwar noch lächeln, aber die Ringe unter seinen Augen sind doch klar zu sehen. War ja auch schwer was los am Laborjournal-Stand. Die 1.700 Hefte, die vor drei Tagen fast gar nicht in der Halle gelandet wären, sind jedenfalls jetzt schon komplett weg. Und die Papierstifte auch. Auch nicht schlecht - müssen wir dann nicht mehr mit zurück nehmen.


20.10.2005 Namen über Namen

13:55 Uhr.
Apropos Firmenlogos und Firmennamen. Da erlebt man bisweilen lustige Dinge. Auch wenn sie eher unfreiwillig komisch sind. So entdeckte Wirtschaftschef K. am Gemeinschaftsstand der koreanischen Firmen eine Firma "Koma Biotech". Ob die wissen, wie das auf die deutschsprachige Szene wirkt? Geschäftsführer H. machte sich jedenfalls sofort Gedanken, was die wohl herstellen und vertreiben könnten? Etwa Super-Sedativa? "Wäre doch ein Supertitel für eine Biotechfirmen-Satire", schlug er am Ende vor. "Die Jungs von Koma Biotech."


20.10.2005 Logos alive

11:03 Uhr.
Nach drei Tagen Messe sieht man langsam überall Firmenlogos. Selbst wenn man die Augen schließt, leuchten einem Eppendorf, Thermo, Tecan und Co. weiterhin im Hirn herum. Wenn man dann aber die Augen zufällig vor den Promega-Äpfeln wieder aufmacht, dann reibt man einmal, zweimal, dreimal - aber nein, das Logo ist wirklich drauf.


20.10.2005 Böse Besucher

9:59 Uhr.
Jetzt wird's richtig böse an unserem Stand. Der 1.367. Interessent an unseren Bleistiften aus Papier fragt nach: "Wie werden die gemacht?" "Aus alten Zeitungen", antwortet Geschäftsführer H. Und fügt grinsend hinzu: "Das machen wir aus unseren Konkurrenzblättern." Als der Interessent sich den Stift daraufhin intensiver anschaut, grinst H. noch breiter: "Könnense nich' mehr lesen." Woraufhin ein weiterer Standbesucher einwirft: "Kann man auch vorher nicht." Hoch und heilig: Das kam nicht von uns!


19.10.2005 Nach der Messe

18:09-23:02 Uhr.
Die verbliebenen Massen strömen zur Ausstellerparty, bei uns strömt noch schnell Carsten Roller vom vdbiol vorbei. Nach kurzem Smalltalk geht's dann ab ins Auto und zurück nach Hameln, wo wir privat untergebracht sind. Eine Stammkneipe mit leckerem Abendessen haben wir da mittlerweile auch: "Einstein", nahe dem Bahnhof - sehr empfehlenswert. Allerdings gehen wir gleich nach dem Essen wieder - um mit unserem Gastgeber Champions League-Fußball zu schauen: Schalke spielt in Istanbul 3:3.


19.10.2005 Fast Schluss

17:46 Uhr.
Geschäftsführer H. schnappt sich die benutzten Gläser und Tassen und macht sich auf zum Spülen. Dies findet auf der Biotechnica gewöhnlich in den Waschräumen der Toiletten statt. Weshalb gegen Ende eines Messetages dort regelmäßig großes Gedränge entsteht. H. spült schließlich, wie es der Zufall so will, direkt neben "Cocktail-Mixer" Frank von "Fermentas". Dessen Kommentar: "Ihr seid sicherlich die einzige Firma, bei der der Geschäftsführer spült."


19.10.2005 Noch mehr Prominenz?

16:01 Uhr.
Wer sich hinter der Plüschmaskerade (siehe Foto) versteckt, bleibt ein Geheimnis. Manche munkeln es handele sich womöglich um unsere neue Kanzlerin samt frisch gebackener Forschungsministerin und Merkel-Freundin Annette Schavan - auf Feldstudie sozusagen. Man wird's wohl nie erfahren.


19.10.2005 Prominenz rückt an

15:02 Uhr.
Allerlei Prominenz findet sich. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff lächelt sich etwa durch Halle 2. Viele CEOs haben heute ebenfalls ihren Messetag. Geballte Wichtigkeit auch am Landestand Baden-Württemberg, der nicht nur der größte, sondern auch der lauteste ist. Die Moderationen der Vorträge bekommt die gesamte Halle 2 aufgenötigt. Staatsrat Konrad Beyreuther sieht man etwa dort, genauso wie den Forschungschef von Altana oder die Oberbürgermeisterin von Tübingen. Und edle Häppchen gibt es. Alles auf Steuergelder, wie viele Firmenaussteller mürrisch grummeln.


19.10.2005 Schokoladen-Liebhaber

13:18 Uhr.
"Hey, da liegt ja das Heft, ruft plötzlich jemand. "Jemand" entpupt sich als Michael Pfaffl von der TU München - und belegte im aktuellen Zitations-Ranking "Physiologie" Rang 31. Worüber er sich sehr freute. Fast genauso sehr erfreuten ihn unsere Schweizer Schokolädchen.


19.10.2005 Alte Bekannte

12:02 Uhr
Stefan Dübel kommt vorbei, seit einiger Professor an der TU Braunschweig. Daneben bisweilen auch Laborjournal-Autor. Zuletzt trug er beispielsweise zum Special "Antikörper-Technologien" bei. Sie erinnern sich: Für das Heft griff Geschäftsführer H. zu Leinwand und Pinsel und malte den Robot-Antibody für das Titelbild. "Das hängt jetzt ganz groß bei mir an der Wand", verrät Dübel.


19.10.2005 Studentinnen-Geplauder

11:34 Uhr
Drei Doktorandinnen kommen vorbei, greifen sich ein paar Laborjournal-Bleistifte, und jede natürlich auch ein Heft. Als sie schon fast außer Hörweite sind, hören die Redakteure eine zu den anderen sagen: "Wenn ich schreiben könnte, würde ich versuchen bei denen zu schreiben."


19.10.2005 Morgenspaziergang IV

10:12 Uhr.
Schon seit gestern ein Dorn im Auge ist Chefredakteur N. ein Plakat von "Pharmaplan" schräg gegenüber. Denn der bewegt sich selbst hin und wieder per Kajak durchs Wildwasser. Und an dem "Pharmaplan"-Kajaker hat er doch einige paddeltechnische Mängel entdeckt.


19.10.2005 Morgenspaziergang III

9:56 Uhr.
"Fermentas" bietet Trost für entgangene Highscores. Dort ist Frank Sehlmeyer nicht nur "Sales & Customer Support Manager" - nein, er mixt auch klasse Cocktails. Blau-gelb-grün in schönster Phasentrennung war derjenige, den er den beiden Laborjournalisten servierte. Und alkoholfrei. Klar, um die Uhrzeit.


19.10.2005 Morgenspaziergang II

9:42 Uhr.
Nächste Station "Perbio": Geschäftsführer H. spielt eine Runde auf einem eigens restaurierten Firmen-Flipper. Der bisherige Messe-Highscore bleibt jedoch in unerreichbarer Ferne. Schade, der Gewinner bekommt einen I-Pod.


19.10.2005 Morgenspaziergang I

9:23 Uhr.
Geschäftsführer H. und Chefredakteur N. beginnen ein wenig durch die Stände in der Nachbarschaft zu schlendern. Bei "Eppendorf" bleiben sie hängen und beteiligen sich an einer Charity-Aktion. Pro verteiltem Trend-Armband spendet Eppendorf einen Euro an Unicef. Ganz im Sinne des Mottos, unter dem die Hamburger Firma nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurde: "Zum Wohle der Menschheit."


18.10.2005 Ende mit unerhörter Combo

18:00 Uhr.
Offizielles Ende des ersten Messetages, die Putzkolonnen marschieren ein, das Wachpersonal postiert sich. Inoffiziell bzw. für geladene Gäste geht's auf einigen Ständen noch weiter: Man hört Musik und Partylärm; zwei Ecken weiter beispielsweise werden lecker aussehende Häppchen gereicht: Das Biozentrum Halle hat einen Cateringservice und dazu eine Dreigitarren-Combo engagiert, die man nicht aus dem Radio kennt. Wir retten uns ins Auto und steuern ein warmes Plätzchen zum Abendessen an.


18.10.2005 Börsengangs-Spekulationen

17:22 Uhr.
Die Besucherwellen haben sich abgeflacht. Während sich erste Ausstellergrüppchen füs abendliche Hintergrundgespräch in Hannoveraner Kneipen verabreden, schaut noch schnell Jochen Orlowski vom Münchener Krebsmedikamente-Entwickler Wilex vorbei. Auf die unerblümte Frage, wann Wilex denn nun an die Börse ginge (die Berliner Kollegen von Jerini kündigten ja am 10. Oktober ihr Initial Public Offering noch für 2005 an) grinst er nur kryptisch. Anschließend fragen uns mal wieder ein paar Besucher, ob man ein aktuelles Heft haben könne. Man kann - von den ursprünglich 1700 Exemplaren sind noch immerhin knapp 1000 da. Ob sie bis Donnerstag abend reichen werden?


18.10.2005 WM-Fieber auf der Biotechnica

16:11 Uhr.
WM-Fieber auf der Biotechnica! In beiden Hallen kann sich der fußballbegeisterte Besucher beim Kickerwettkampf versuchen; in Halle 3 bei Merck, im Steuergeld-gesponsorten Baden-Württemberg-Palast in Halle 2 sogar gegen einen leibhaftigen Roboter. Und der ist unheimlich gut: fast alle menschlichen 2-er-Teams, die bisher gegen ihn antraten, haben schmählich verloren. Zum Trost gab es Ritter-Sport-Schokolade und aufmunternde Worte vom schwäbischen Veranstalter.


18.10.2005 Die Messe geht los!

14:47 Uhr. Anzeigenleiter B. dampft an den Laborjournal-Stand. "Jungs, hab' schon acht Anzeigen für Lab Times im nächsten Jahr verkauft." Na also, geht doch gut los. Dabei ist noch gar kein Heft draußen. Das Vertrauen scheint groß, dass wir auch in Europa durchstarten werden. Hoffentlich!




13:08 Uhr. Der Chefredakteur zu Besuch bei Kojair, den finnischen Sterilbank-Herstellern. Vertreter Arno Wouters ist glücklich. "Habe wahrscheinlich gerade 30 Werkbänke verkauft. Damit ist für mich jetzt schon die Messe gerettet." Da freut man sich doch mit seinen Anzeigenkunden.




12:14 Uhr. Unsere "Give aways" gehen dahin wie Butter in der Wüste. Sind auch enorm viele Studenten da. Und unsere "Bleistifte aus Papier" sind ein echter Renner. Das Rezept: Man nehme alte Zeitungen, lasse das Papier ein wenig quellen, rolle es zusammen, trockne und presse es gut durch, bohre einen Minenkanal, führe die Mine durch - und fertig. Natürlich schwarz lackiert mit rotem Laborjournal-Schriftzug.




11:23 Uhr. Lob über Lob für Laborjournal. Es ist schon fast peinlich. Zum Beispiel Jens Katzek von BIO Mitteldeutschland: "Ihr macht derart gut recherchierte Artikel. Wer macht das heutzutage denn noch."




9:21 Uhr. Der feierliche Moment ist gekommen: Chefredakteur N. und Anzeigenleiter B. verkünden den Start von Lab Times, der neuen europäischen Schwesterzeitschrift von Laborjournal. Wie das aussah, siehe Startseite. Und noch mehr dazuhier


17.10.2005 Ein schöner Stand!

18:21 Uhr. Fertig. Ein noch schönerer Stand, mit den vielen aktuellen Heften! Wir sind nun doch leicht ermüdet und schlurfen zum Auto. Nichts wie los - wir haben Hunger und wollen danach nur noch in die Heia, ehe es dann morgen wirklich losgeht.


17.10.2005 Die Hefte sind aufgetaucht - jedoch nicht in Halle 2

17:26 Uhr. Anruf aus der Freiburger Redaktion: Die 1700 LJ-Exemplare sind aufgetaucht. Allerdings nicht am Stand; sie liegen irgendwo anders auf dem Hannoveraner Messegelände. Das ist eher groß, und 1700 Hefte wiegen eine knappe halbe Tonne. Bis wir die Messeleitung kontaktiert, einen Staplerfahrer engagiert und die Hefte vor Stand A58 liegen haben, ist es kurz vor 18 Uhr. Nun heißt es: Kartons öffnen, Hefte rausholen, stapeln. Sind ja nur 57 Kartons.


17.10.2005 Die Schraube hält...

15:33 Uhr. Die Schraube hält, Stand A58 ist fast fertig. Während der eine schon mal den Teppich von einer beeindruckenden Bröselschicht befreit, erledigen die anderen Drei das Endfinish. Ein schöner Stand! Aber wo bleiben die Hefte!?


17.10.2005 Der Standaufbau schreitet voran

11:27 Uhr. Der Standaufbau schreitet voran. Die LJ-Banner hängen, die Bildschirme laufen, allerdings fällt uns plötzlich auf, dass wir den Staubsauger und vor allem die Schraube, die alles zusammenhält, daheim vergessen haben. Ab zum Großmarkt! Die Laborjournal-Exemplare? Sind noch nicht in Halle 2 angekommen.


17.10.2005 Willkommen Europa auf der Biotechnica 2005

10:01 Uhr. Am Sonntag abend nach einer 500-Kilometer-Reise in Niedersachsen angekommen, kämpfen die Laborjournal-Macher Kai Herfort, Ralf Neumann und Winfried Köppelle seit Montag 9 Uhr morgens in Halle 2 mit Strommangel, wackelnden Messetischen und zentnerschweren Bildschirm-Trägern, unterstützt von Messeprofi George H. aus Rostock. Eine Frge alledings treibt uns um: Wo nur sind die 1700 druckfrischen Laborjournal-Exemplare geblieben, die der Paketdienst längst geliefert haben sollte?






Letzte Änderungen: 20.10.2005
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