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Was man beim Publizieren so erleben kann...

(4.10.16) „Single-Author-Paper“ sind selten geworden, keine Frage. Aber es gibt sie noch! Auch wenn sie nicht mehr wirklich in die automatisierte Redaktionsroutine so mancher Journals passen. Ein Beispiel.

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W.L. war vor kurzem emeritiert worden. Folglich hatte er jetzt sowas wie... Zeit. Und als er eines Tages seinen Gedanken freien Lauf ließ, erinnerte er sich plötzlich an ein kleines, aber feines Problem, das er bereits vor einigen Jahren mehrmals durch sein Hirn gewälzt hatte. Nur war er damals Institutsdirektor und konnte es vor lauter Verwaltungsarbeit einfach nicht angehen. Und irgendwann hatte er „das Projekt“ schließlich wieder vergessen.

Jetzt war es aber aus heiterem Himmel wieder lebendig geworden. Also machte sich W.L. mit stiller Freude an die Arbeit – denn „das Projekt“ brauchte gar nicht viel: Die relevanten Proben holte er sich draußen, unweit des Instituts – und auch die Analysen waren mit der gesamten Routine seiner jahrzehntelangen Forschungstätigkeit tatsächlich kein Hexenwerk.

Nach vier Wochen hatte er alle Ergebnisse zusammen und schrieb das Manuskript, welches auch umgehend angenommen wurde. Zufrieden las W.L. den positiven Bescheid des Editors...– bis er zu den Routineabsätzen des Schreibens kam, die das weitere Vorgehen bis zur Publikation behandelten. Da hieß es unter anderem:

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In order to give appropriate credit to each author of the paper, please specify the individual contributions of all authors to the manuscript at the end of the text.

W.L. wollte das Feld leer lassen. Doch er hatte die Rechnung ohne „das System“ gemacht. Ohne Eingabe in dieses Feld verweigerte es stur jegliches weitere Prozedere.

Was soll denn das? Ich bin doch der einzige Autor“, amüsierte sich W.L. kopfschüttelnd. „Routine schaltet bisweilen wohl doch das eigene Denken ab.“

Also schrieb W.L. tatsächlich unter das Paper, was von Anfang an sowieso für jeden offensichtlich war:

W.L. designed and carried out the experiment, participated in data collection, performed data analyses, and wrote the manuscript.

Noch heute erzählt W.L. diese Anekdote mit sichtlichem Amusement.

(Inspiriert durch dieses Single-Author-Paper und seinen Autor)

Ralf Neumann

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Letzte Änderungen: 08.12.2016

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