Zitierungen — Kein Maß für Qualität oder Einfluss

7. Juli 2020 von Laborjournal

„Warum (fast) alles, was wir über Zitierungen wissen, falsch ist“ — so lautet die Überschrift eines bereits vor Monaten veröffentlichten Tagungsbeitrags von vier Mitgliedern des Laboratory for Innovation Science an der Harvard University (STI 2018 Conference Proceedings 1488-92).

Wie kommen die Vier zu dieser Behauptung?

Zunächst wählten sie aus allen Veröffentlichungen, die die Datenbank Web of Science für das Jahr 2010 in sechs verschiedenen Disziplinen listete, einige derart aus, dass das Spektrum der verschiedenen Zitierhäufigkeiten ordentlich abgedeckt war. Anschließend fragten sie für jedes einzelne Paper bei zehn Autoren nach, warum genau sie es später in ihren eigenen Arbeiten zitierten.

Nach Meinung der Studienleiter sei nämlich nicht wirklich verstanden, worauf genau Autoren ihre Entscheidung jeweils gründen, ob sie ein bestimmtes Paper zitieren. Dazu geben sie zwei unterschiedliche Haupt-Stoßrichtungen vor:    Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Geschichte eines idealen Peer Review

19. August 2019 von Laborjournal

Ist das Gutachterwesen via Peer Review am Ende? Viele sehen es so. Langsam, intransparent und unzuverlässig sei das klassische Peer-Review-Verfahren, meinen sie — und ange­sichts der Möglichkeiten des Internets sowieso nicht mehr zeitgemäß. Vom Missbrauchs-Potenzial ganz zu schwei­gen. Abschaffen solle man es daher, fordern sie. Ein jeder veröffentliche ohne Vorab-Begutachtung, was er habe — die Community würde schon schnell und kompetent darüber urteilen.

Dazu die folgende, wahre Peer-Review-Geschichte:

Ein der Redaktion gut bekannter Forscher schickte in seinen frühen Jahren das fertige Manuskript eines Kooperationsprojekts an das Journal seiner Wahl — und wartete… Es dauerte etwa drei Monate, bis die Nachricht des Editorial Office eintraf, inklusive den Urteilen und Kommentaren zweier anonymer Gutachter.

Reviewer No. 1 machte es kurz. Sehr kurz. In zwei Sätzen schrieb er sinngemäß: „Gutes Paper. Genau so veröffentlichen.“ Natürlich war dies das erhoffte Ergebnis, aber trotzdem war unser Forscher nicht wirklich glücklich über diese Art und Weise. Tatsächlich kroch ihm ein Gefühl der Enttäuschung in die Eingeweide: „Nur zwei Sätze? Keine Kommentare zum Inhalt? Hat der das Manuskript überhaupt gelesen?“

Plötzlich hatte unser Forscher einen Verdacht. „Könnte es sein, dass Reviewer No. 1 Professor Schneider ist? Vor über dreißig Jahren war er einer der Pioniere des gesamten Feldes, ist aber heute schon längst im Ruhestand…“ Es sprachen einige Indizien dafür. Aber eigentlich war es auch egal. Diesen Beitrag weiterlesen »

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