Erkaltete Nasen, erkältete Nasen

14. Januar 2015 von Laborjournal

„Geh‘ mit den nassen Haaren nicht raus in die Kälte! Du holst dir sofort ’ne Erkältung.“ Wer hat diese zwei Sätze nicht schon einmal gehört? Und tut sie heute als blöden Volksglauben ab. Aber ist er wirklich so blöd?

Sicher, es ist schon lange bekannt, dass keineswegs Kälte, sondern Viren Triefnasen und Halskratzen verursachen — vor allem Rhinoviren, wie auch gewisse Entero-, Corona- und Mastadeno-Viren.

Und klar, Kälte ist nicht mal eine notwendige Vorbedingung für Erkältungen — das wurde oft genug explizit getestet. Schließlich bekommt man Erkältungen ja durchaus auch in der warmen Jahreszeit. Und wie oft ausgerechnet im wohlverdienten Sommerurlaub.

So gesehen, spielt Kälte also allenfalls eine doppelt indirekte Rolle bei Erkältungen: Wenn es draußen kalt ist, hält man sich häufiger und länger mit anderen Menschen in geschlossenen Räumen auf und lüftet auch weniger — woraufhin die Viren per Tröpfcheninfektion leichter den Weg von einer Schleimhaut zur anderen finden.  Diesen Beitrag weiterlesen »

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