Endosymbiose auf frischer Tat ertappt

7. Dezember 2012 von Laborjournal

Da wir’s gerade sowieso mit Evolutionsthemen haben: Ein weiteres ist die Endosymbiontentheorie. Es gibt ja immer noch viele, die sagen: Nettes Konzept, durchaus mit einigen Indizien — aber immer noch nicht bewiesen.

In Nature veröffentlichte jetzt ein Team aus aller Herren Forscherländer ein weiteres starkes Indizien-Paper: „Algal genomes reveal evolutionary mosaicism and the fate of nucleomorphs“ (doi:10.1038/nature11759). Darin beschreibt die Schar aus über 70 Autoren die Sequenzierung sowohl der Cryptophyceen-Alge Guillardia theta, wie auch der amöboiden Grünalge Bigelowiella natans von den Chlorarachniophyta.

Was können uns diese beiden marinen Einzeller zur Endosymbiontentheorie sagen? Viel. Denn beide besitzen neben dem eigenen Kern noch ein weiteres diskretes Plastiden-Kompartiment, in das noch der Rest eines anderen Kerns — ein sogenannter Nucleomorph — mit eingeschlossen ist.  Diesen Beitrag weiterlesen »

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