Zeitlos

27. April 2011 von Laborjournal

Manchmal ist es gar nicht so einfach einen Blog-Beitrag zu schreiben. Vor allem, wenn man gerade auch das nächste Laborjournal und die kommende Lab Times-Ausgabe zu füllen hat. Da heißt es abwägen und haushalten — und ja kein Thema vorschnell im Blog anreißen, das sich als erschöpfend recherchierter Artikel auch im Heft oder als Online-Editorial gut machen würde. Schließlich erfüllen bei uns Blog und Print-Artikel verschiedene Aufgaben. Ganz abgesehen davon, dass — auch das sagen wir ganz ehrlich — wir wirtschaftlich denken müssen. Und noch lässt sich mit Blogs nicht allzu viel verdienen. Im Gegensatz zu Printmedien.

Bisher hatten wir keine Probleme, immer alle unsere Medien mit eigenem Inhalt zu füllen. Nur heute — heute ist so ein Moment, wo der Chefredakteur sein gesammeltes Material durchgeht und festellen muss, dass er momentan alles davon ausnahmslos für die beiden nächsten Hefte eingeplant hat. Ob es daran liegt, dass er über Ostern ein paar Tage Recherchepause eingelegt hat?

Wie auch immer, in solch einem Augenblick bietet unser „Multimedia-Dasein“ aber plötzlich auch eine durchaus angenehme Chance — und die heißt: Archiv! Denn wieviele unserer Blog-Leser haben etwa „Forscher Ernst“ vor zehn Jahren schon mitbekommen — und können sich heute noch daran erinnern? Eben! Hier ist er also, unser „Forscher Ernst“ aus Laborjournal 4/2001:

Zwar zehn Jahre alt, aber irgendwie zeitlos — oder? Und damit die „Zweitveröffentlichung“ allemal wert.

Faulige Ergänzungen

21. Dezember 2010 von Laborjournal

Das Konzept der Supplemental Data als Online-Ergänzung zu gedruckten Forschungsartikeln wird zunehmend faulig. Dies ist unter anderem auch Thema im Editorial der neuesten Ausgabe unserer europäischen Zeitschift Lab Times. Folgender Kommentar wird etwa darin zitiert:

Supplemental materials make sense for things that cannot be printed (videos, for example), or things that are more easily used online (computer code, or big tables of numbers, for example). But I do not like the tendency of journals to move more and more of the meat of a paper to some place separate from the text.

Diese Tendenz zu zunehmend unvollständigen Print-Papern ist offensichtlich — und immer mehr Forscher regen sich inzwischen darüber auf. Diesen Beitrag weiterlesen »

DFG bekämpft „Paper-Diarrhoe“

12. Februar 2010 von Laborjournal

Fleißigen Lesern unserer europäischen Schwesterzeitschrift Lab Times ist eine gewisse „Eule“ ein Begriff. Und wer dazu noch ein gutes Gedächtnis hat, erinnert sich vielleicht, dass sie in ihren Observations vor bald drei Jahren einen Essay mit dem Titel „Paper Diarrhoea“ schrieb. Zum Schluss schlägt sie darin vor:

My suggestion is simple (but it’s not mine alone, by the way). When an advanced researcher applies for a job, he should be asked to compile only his three or four “best” papers and explain exactly why he judges them to be his best contributions to the field. If this was standard practise (the referees, by the way, would actually have time to read those papers) people would finally aim at producing excellent and comprehensive pieces rather than as many as possible. And I’d like to bet that people like “Dr. Diarrhoea” would never come into question.

Nun, wie unser gefiederter Freund schrieb, war die Idee schon damals nicht ganz neu. Jetzt aber will die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sie tatsächlich umsetzen. Diesen Beitrag weiterlesen »

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