Kleine Lügen

22. April 2013 von Laborjournal

Jedes Paper enthält kleine Lügen. Ohne Ausnahme, da wetten wir.

Nehmen wir ein typisches Paper. Das liest sich — ohne die jeweils spezifischen Details — etwa nach folgendem Muster:

„Wir wollten wissen, ob […] Dazu gab es bereits diese und jene Beobachtung […] Wir folgerten daher, dass […] Um dies zu testen, führten wir zunächst das Experiment durch, dessen Ergebnisse in Abbildung 1 zusammengefasst sind […] Aufgrund dieser Daten vermuteten wir weiter, dass […] Die Ergebnisse der Experimente in den Abbildungen 2 und 3 erhärteten diesen Verdacht […] Da zudem Kollege Müller vor einiger Zeit XYZ beobachtete, lag nun nahe, dass Faktor A diesen Effekt vermittelt […] Wir verifizierten diese Annahme anschließend in den Experimenten der Abbildungen 4 und 5 […] Um die Beteiligung von A und damit den gesamten Mechanismus abzusichern, entwarfen wir schließlich das Experiment in Abbildung 6, welches den Mechanismus nochmals bestätigt […] Damit zeigen die Daten insgesamt klar, dass […] Abschließend schlagen wir angesichts dieser Erkenntnisse daher vor, dass […]“

Klingt nach einer guten Story, oder? Diesen Beitrag weiterlesen »

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