Autoren am Rande des Nervenzusammenbruchs (3)

29. Dezember 2010 von Laborjournal

Peer Review von Original-Manuskripten ist eine Sache höchster Vetraulichkeit. Dennoch treibt hier so mancher Gutachter Schindluder. Und dabei geht es keineswegs nur um die Weitergabe einiger Daten an den eigenen Postdoc.

Wie etwa in folgendem Beispiel: Forscher M reicht ein Manuskript ein, beide Gutachter A und B verlangen eine ‚Major Revision‘. Nach einigen Monaten hat Forscher M diese fertig und reicht das Manuskript erneut ein. Der Editor fragt daraufhin bei A und B an, ob sie die revidierte Version erneut begutachten würden. A sagt zu, B lehnt ab — schlägt aber Kollegen C vor. Das revidierte Manuskript geht also an A und C. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ungeliebte Widerlegungen

3. Dezember 2010 von Laborjournal

Aus der Reihe „Spontane Interviews, die es nie gab — die aber genau so hätten stattfinden können”. Heute: Professor G.U.T. Glaub, Veritologisches Institut Universität Wahrenstadt.

LJ: Hallo, Herr Glaub. Gerade kam eine Ihrer Mitarbeiterinnen heulend aus Ihrem Büro gestürzt. Was ist passiert?

Glaub: Eine Katatrophe ist passiert. Sie kann mit ihrer Doktorarbeit komplett neu anfangen. Die bisherigen eineinhalb Jahre völlig für die Katz — auch wenn sie nur schwer vorangekommen ist. Wenigstens wissen wir jetzt warum.

LJ: Äh… ja,… und warum?

Glaub: Kurz gesagt: Wir hatten für ihre Arbeit eine wirklich nette Hypothese aufgestellt, die auf Ergebnissen und Schlussfolgerungen eines ganz bestimmten Papers zur Chromatinstruktur beruhte. Und jetzt hat sich herausgestellt, dass dessen Folgerungen falsch sind und die betreffenden Strukturen in der Form  offenbar nicht vorkommen. Und damit ist auch unsere Hypothese futsch.

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Ärgere Deinen Nächsten!

16. Juli 2010 von Laborjournal

Der Autor des Blogs Lounge of the Lab Lemming präsentierte gerade eine hinterhältig-böse Fantasie, wie man seine übelsten Wettbewerber ärgern könne: Man verfasse ein 40-seitiges Manuskript, das überhaupt keinen Sinn macht, schicke es unter falschem Namen und falscher Adresse an das Journal mit dem meistgehassten Chief Editor und gebe die drei ungeliebtesten Konkurrenten als mögliche Gutachter an. Und dann sollen die sich mal abstrampeln…

Schön-böse Idee. Allerdings fragt sich, wer hier wen mehr blockiert. Denn was wird wohl länger dauern: 40 Seiten Unsinn zu fabrizieren; oder 40 Seiten Unsinn als solchen zu erkennen — und ihn in die Tonne zu treten?

Keine Kommentare, bitte!

19. November 2009 von Laborjournal

Umleitung in verschiedene RichtungenIm August kursierte ein Essay des US-Physikers Rick Trebino durch die amerikanische Wissenschaftsblogger-Szene — Überschrift: How to Publish a Scientific Comment in 123 Easy Steps. Wie der Titel bereits andeutet, schildert Trebino darin auf  schauerlich-amüsante Weise seine leidvollen Erfahrungen bei dem letztlich sehr komplexen Versuch, einen Scientific Comment zu inhaltlichen Schwächen eines bestimmten Papers zu veröffentlichen. Jeden Knüppel, den man überhaupt werfen kann, schmissen die Editoren Trebino zwischen die Beine, um sein Ansinnen abzublocken.

Interessanterweise finden sich in der deutschsprachigen Szene bisher überhaupt keine Hinweise auf diese wirklich lesenswerte Realsatire. Soweit jedenfalls das frische Ergebnis einer mittelintensiven Google-Suche des Autors. Daher jetzt von uns die Empfehlung und der Link: Lest, lacht und sinniert über How to Publish a Scientific Comment in 123 Easy Steps.

Übrigens: Laborjournal hatte bereits 2006 über zwei ganz ähnliche Fälle berichtet. Online hier nachzulesen. Natürlich auch mit Empfehlung.

(Foto: imageteam – Fotolia.com)

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