Wann ist ein Autor ein Autor?

14. Juni 2012 von Karin Hollricher

GhostwriterWie viel Input muss ein Forscher in eine Publikation geben, um sich Autor derselben nennen zu dürfen? Eine Frage, die immer wieder gestellt wird, weil es nämlich Firmen gibt, die professionelles wissenschaftliches Schreiben anbieten.

Einen solchen Service haben beispielsweise Frank G. Holz, Direktor der Universitätsaugenklinik Bonn, sowie sein Kollege Carsten H. Meyer in Anspruch genommen. Und zwar für die Erstellung eines Reviews für die zum Nature-Verlag gehörenden Zeitschrift Eye über die Behandlung der feuchten Form altersabhängiger Makuladegeneration mit zwei verschiedenen Antikörpern.

Ganz am Ende des Artikels, nach den Referenzen, verkünden die beiden Autoren den Umfang des eingekauften Services:

This service encompassed the preparation of a first draft, editing, checking content and language, formatting, referencing, preparing tables and figures, and incorporating the authors’ revisions, all carried out under our direction.

Da fragt man sich natürlich, was denn die Herren Meyer und Holz an dem Manuskript selber getan haben, Diesen Beitrag weiterlesen »

Cesar Milstein rappt über monoklonale Antikörper…

6. Oktober 2011 von Laborjournal

… und — passend für diese Woche — wie er für deren Entwicklung den Nobelpreis bekam. Also, natürlich rappt nicht Milstein selbst, der ist ja 2002 gestorben. Allerdings hat Autor und Sänger Zach Powers (aka Science Rapper) für sein Video immerhin… nun … — ach, seht und hört einfach selbst:

Trau‘ niemals Deinem Antikörper

19. Oktober 2010 von Kommentar per Email

Hat sich das Laborjournal schon einmal in den Sumpf der kommerziell erhältlichen Antikörper begeben? Der Zufall hat mich in diese Richtung getrieben. Bisher zeigten 50% der von mir genutzten monoklonalen AK nicht die Spezifität, welche der Hersteller verspricht.

Mit quantitativen PCR Analysen zeigte ich, dass in Rattenzellen unter bestimmten Bedingungen der mRNA Spiegel der Na,K-ATPase alpha1-Isoform halbiert ist, derjenige der alpha3-Isoform dagegen versechsfacht. Ein monoklonaler alpha1-isoformspezifischer Antikörper einer bekannten Firma zeigte unter gleichen Bedingungen indes eine Verdopplung der Expression. Meine Anfrage bei der Firma ergab, dass sie keinerlei Tests durchgeführt, welche die Isoformspezifität ihres Antikörpers untermauert. Einzig das eingesetzte Antigen — Membranpräperationen der Niere (!) — beschreibe die Spezifität des monoklonalen Antikörpers. Auf diese Weise gestand die Firma folglich ein, dass Sie keine Angaben zur Spezifität treffen kann. Die Produktbeschreibung zu dem Antikörper ist seitdem im Internet natürlich unverändert geblieben.

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