Zitat des Monats (17)

14. Dezember 2012 von Laborjournal

Die Zellbiologin und Autorin Jennifer Rohn beschreibt auf ihrem Blog Mind the Gap in dem Beitrag „In which we excavate the Tubes that Time Forgot“ das Szenario, als sie eine alte Labor-Tiefkühltruhe ausräumen musste. Angesichts der Menge längst vergessener und verlassener Proben, denen sie dabei begegenete, wird sie am Ende ein wenig sentimental:

Der Gedanke ist irgendwie traurig, dass all diese Schachteln mal jemandes Experiment waren. Jemand musste gedacht haben, es sei wichtig genug, ermüdende Stunden nur damit zu verbringen, jedes Röhrchen zu kennzeichnen und sie mit diesem oder jenem zu füllen. All dies zweifellos im festen Glauben, irgendwann zu ihnen zurückzukehren — oder dass wenigstens jemand anders im Labor die Fackel der damit verbundenen Ideen weitertragen würde. So viele Pläne und Träume, so viele teure Gefäße und Reagenzien — alle letztlich dazu bestimmt, um am Ende in einem schäbigen Abfalleimer zu landen.

[Frei aus dem Englischen übersetzt]

(Ein umfangreiches Interview mit Jennifer Rohn über ihre Rolle als Autorin von Wissenschaftsromanen erschien in Lab Times 4-2010 unter dem Titel „Biology’s ‚Lady of Letters'“)

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