Autoren am Rande des Nervenzusammenbruchs (5)

3. März 2011 von Laborjournal

Nette Story, auch wenn sie bereits zweineinhalb Jahre her ist: Während einer Diskussion in einem Online-Forum wettete ein Kommentator mit Nature-Senior Editor Henry Gee, dass er niemals die Worte chthonic, eldritch and preternatural in ein und demselben Nature-Beitrag unterbringen würde. Kurze Zeit später schrieb Gee einen News & Views-Artikel zur Entschlüsselung des Amphioxus-Genoms — und gewann die Wette folgendermaßen:

But with [the] publication […] of the draft genome sequence of Branchiostoma floridae, one of the 25 or so recognized species of amphioxus, this eldritch organism is set to re-enter public life.

[…] The age of genomics has rescued the amphioxus from chthonic obscurity, as new data […] have reinvigorated the study of the origin of the vertebrates.

[…] Such studies reveal the amphioxus genome to be, in fact, of preternatural importance.

Neu war das allerdings nicht. Jahre zuvor gab es bereits einen internen Wettbewerb unter einer Handvoll skuriller Immunologen, wer den „abgedrehtesten Ausdruck“ in einen seiner Originalartikel reinschmuggeln könne. Ein gewisser John Moore gewann mit eclectic gallimaufry — in einem Journal of Virology-Artikel aus dem Jahre 1999, der begann:

Despite being able to use the Bonzo coreceptor…

… und später fragte:

The question then arises as to whether any among this eclectic gallimaufry of coreceptors is of importance when considering drug development strategies.

Wieder mal ein Beispiel für „Guerilla-Humor“ in wissenschaftlichen Publikationen. Und natürlich wie immer: Wer weitere Beispiele kennt,…

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