Vuvuzelas…

16. Juni 2010 von Laborjournal

… nerven nicht nur Ohren und Hirn, sondern versprengen auch verstärkt Viren. So jedenfalls das Fazit von Ruth McNerney, nachdem sie an der London School of Hygiene and Tropical Medicine acht Freiwillige kräftig in die Tröte blasen ließ. Noch Stunden später seien massenweise Keim-verdächtige Aerosoltröpfchen in der Luft messbar gewesen.

Sieht tatsächlich nicht gesund aus,
dieser Vuvzela-Bläser

Kein Wunder, dass unser „Schweini“ gerade im fernen Südafrika mit Grippe flachliegt und womöglich übermorgen für das WM-Spiel gegen Serbien ausfällt.

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7 Gedanken zu „Vuvuzelas…“

  1. BadBoyBoogie sagt:

    Naja, eine weitere Studie (btw: mit rekordverdächtigen acht (8!! ACHT!!!) Probanden), die die Welt nicht braucht. Wäre es so, wie diese Frau McNerny „herausgefunden“ hat, müssten die Mitglieder von Blasorchestern ja dauernd mit Schnupfen und Grippe flachliegen…

    Klarer Fall für: ab in die Tonne! (die Studie, nicht die UweSeelas)

  2. BadBoyBoogie sagt:

    … noch was: Stammte die Studie von einer Ohrenärztin, würde ich ihr weit mehr aufmerksamkeit schenken!

  3. BadBoyBoogie sagt:

    … wenn sie die Schwerhörigkeit des typischen Stadionbesuchers untersucht hätte. Teilnehmer gäb’s wohl auch genug, jedenfalls mehr als acht:

    „Wie die FIFA am Dienstag kommunizierte, wurden bei den ersten elf Spielen der ersten Endrunde in Afrika durchschnittlich 53.019 Besucher verzeichnet.“

    53tausend! DAS wäre wenigstens ne statistisch signifikante Probandenzahl.
    Auf, Frau McNerney, zum Nachsitzen im Kickerstadion!

  4. Ralf Neumann sagt:

    Naja, eine weitere Studie (btw: mit rekordverdächtigen acht (8!! ACHT!!!) Probanden), die die Welt nicht braucht. Wäre es so, wie diese Frau McNerny “herausgefunden” hat, müssten die Mitglieder von Blasorchestern ja dauernd mit Schnupfen und Grippe flachliegen…

    Nicht ganz so streng. Ist doch keine klinische Studie, die testen will, ob ein neues Medikament fünf Prozent Linderung bringt. Und soooo viel Statistik ist auch gar nicht nötig, wenn man einfach mal wissen will, wie viele Aerosoltröpfchen beim normalen Tröten auf der anderen Seite rauskommen, wie groß diese sind und wie lange sie stabil in der Luft bleiben (analog etwa einer Auspuff-Abgasmessung). Und das Ergebnis: Mehr und stabilere Tröpfchen als bei hustenden Leuten sowie bei Blechblasmusikanten.

    Im übrigen war das einfach mal so eine Messung — ohne die Absicht einer Publikation. Nur hat das irgendwie Associated Press (AP) rausgekriegt und natürlich ’ne kleine Story daraus gemacht.

  5. BadBoyBoogie sagt:

    Trotzdem Quark, diese „Untersuchung“ oder wie auch immer:

    „Ihr Institut untersuchte den Ausstoß von Vuvuzelas mit acht Freiwilligen und fand zahlreiche kleine, potenziell bakterienhaltige Tropfen, die für Stunden in der Luft bleiben.“

    Potenziell. Soso. Ob da wirklich infektiöse Organismen drin waren, weiß die Dame also gar nicht.

    „Vuvuzelas können Erkältungskrankheiten und die Grippe sehr schnell verbreiten, weil sehr viel Atemluft durch das Instrument geht“, sagte McNerney. Das Instrument verbreite Infektionen deutlich stärker als Husten oder Schreien.“

    Pure Spekulation. Es wurde doch gar nicht untersucht, ob die Verbreitung wirklich gefördert wird. Genausogut könnte die Dame auch postulieren, dass die kleinen Viecher durch den Höllenlärm oder durch die extreme Druckveränderung während der Passage (analog zur guten alten French Press) abgetötet werden.

    Bah – ne reine PR-Aktion, die der Frau McDingsda dank gerade laufender WM und einer willigen Nachrichtenagentur einen Tag Weltruhm verschaffte.

  6. BadBoyBoogie sagt:

    — Aber wenn wir schon beim Skurrilen sind – was haltet Ihr von folgender Meldung aus der Zeit vor der WM? (April 2010)

    „TOKIO – Japan scheut keine noch so wunderlichen Maßnahmen, um sein Fußball-Team für die WM in Südafrika startklar zu machen. Die Spieler sollen zur Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft, die am 11. Juni in Johannesburg eröffnet wird, in verschiedenen alltäglichen Lebenssituationen Sauerstoffmasken verwenden. Nationalcoach Takeshi Okada will das Team damit bereits daran gewöhnen, in den großen, sauerstoffarmen Höhen Südafrikas nicht aus der Puste zu kommen. Dort muss das asiatische Land unter anderem gegen die Niederlande, Dänemark und Kamerun in Gruppe E antreten, wobei zwei der drei Gruppenspiele auf einer Höhe von über 1.000 Meter ausgetragen werden.“

    Und weiter:

    „Die Spieler müssen eine Stunden pro Tag an der Sauerstoffmaske hängen. Sie können sie beispielsweise während des Fernsehens aufsetzen“, erklärte Okada gegenüber japanischen Medien.“

    — Häh?? Die Maßnahme des Trainers ist doch genau das Gegenteil von dem, was man erwarten würde – nämlich eine Simulation von Sauerstoffmangel. Okada hingegen setzte seine Spieler einer satten O2-Dusche aus, was ja den gegenteiligen Trainigseffekt haben würde: nämlich noch heftigere Probleme in Sürafrika angesichts der dortigen niedrigen Partialdrücke.

    (naja, zumindest liest sich die Meldung so – vielleicht drehte er ihnen ja auch, was logischer wäre, den Hahn zu). Egal – die spinnen, die … (frei nach Obelix), aber das erste Spiel gegen Kamerun haben sie jedenfalls gewonnen.

    Und der Sieger hat immer recht.

  7. Ralf Neumann sagt:

    Potenziell. Soso. Ob da wirklich infektiöse Organismen drin waren, weiß die Dame also gar nicht.

    Stimmt! Und zwar deswegen: „‚For ethical reasons, we have not tested sick people yet as we need special permission and a secure room to test sick people in,‘ McNerney said.“ (Von hier)

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