| Die meistzitierten Artikel | Die meistzitierten Reviews | Die meistzitierten Köpfe |
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Gegen die marinen Mikrobiologen haben "andere Gewässerbiologen" kaum Chancen im deutschen Sprachraum. Jedenfalls, was die Zitierungen angeht. Kann man Meeresbiologie und Frischwasserbiologie so ohne weiteres vergleichen? Thomson ISI jedenfalls steckt bei der Auflistung seiner Journal Impact-Faktoren die relevanten Zeitschriften in ein und dieselbe Kategorie. Da steht dann Freshwater Biology knapp hinter Marine Ecology-Progress Series, oder Marine Biology dicht vor dem Journal of Great Lakes Research. Allerdings - es gibt darin auch jede Menge Journals, die Ergebnisse sowohl aus Süß-, als auch aus Salzwasser akzeptieren: Aquatic Toxicology etwa, oder Journals zu spezifischen Organismengruppen wie etwa das Journal of Phycology oder das Journal of Fish Diseases. Und überhaupt: In ihren Impact Faktoren unterscheiden sich all diese Journals nur wenig. Dennoch, unproblematisch ist der Vergleich trotzdem nicht. Vor allem, da gewisse marine Themen deutlich mehr Zitierungen auf sich ziehen, als es Süßwasser-Projekte überhaupt vermögen. Die zehn meistzitierten Veröffentlichungen der Jahre 1999 bis 2001 mit Beteiligung aus dem deutschen Sprachraum zeigen diese Tendenz ganz deutlich: Plankton und marine Bakterien sind die Top-Themen. Schwamm drüber Und so gerät die ganze Sache denn doch ein wenig in Ungleichgewicht: Die Marine Mikrobiologie dominiert deutlich den Vergleich. Nicht zuletzt wohl auch deshalb, da in Bremen ein Max Planck-Intitut explizit für diese Disziplin steht, das zudem auch international als Top-Institut firmiert. So ist es kein Wunder, dass sich insgesamt 18 aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter des Bremer MPIs unter den 50 meistzitierten Forschern tummeln. Sechs davon rangieren unter den ersten Zehn, darunter die drei Direktoren Friedrich Widdel (9.), Bo Baker Jørgensen (4.) und - auf dem Spitzenplatz - der Leiter der Abteilung "Molekulare Ökologie", Rudolf Amann. Letzterer dürfte mit insgesamt bald 1.500 Zitierungen seiner Artikel aus den Jahren 1999 bis 2001 sogar zu den meistzitierten Biologen des deutschen Sprachraums überhaupt gehören. Was sicherlich zum einen Amanns Qualitäten als Forscher und Gruppenleiter widerspiegelt, genauso aber die Bedeutung der marinen Mikrobiologie in den gesamten Life Sciences. Die Top 50 unserer "Gewässerbiologie" wären indes noch um einige Mikrobiologen mehr angereichert, hätten wir noch diejenigen hinzugenommen, die sich schwerpunktmäßig mit Abwasseraufbereitung beschäftigen - Stichwort "Belebtschlamm". Dies schien uns dann aber doch etwas zu weit weg von der Stoßrichtung dieses Vergleichs, und Leute wie der Neu-Wiener Michael Wagner oder der Berliner Uwe Szewzyk werden daher ihre Chance im Zitationsvergleich "Ökologie" bekommen. Durchbrochen wird die "Bremer Phalanx" innerhalb der Top Ten zum einen durch zwei Mainzer Meeresschwamm-Spezialisten aus dem dortigen Institut für physiologische Chemie: Heinz C. Schröder (10.) und sein "Chef" Werner E. G. Müller (2.). Die Evolution dieser seltsamen Tiere interessiert die Mainzer besonders, genauso aber das pharmazeutische Potenzial bioaktiver Substanzen aus deren Immunsystem. Wenig Fisch Zum anderen konnten sich noch zwei Schweizer Kollegen aus der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG), einer Forschungseinrichtung des ETH-Bereichs in Dübendorf, unter die ersten Zehn schieben: Klement Tockner auf Platz 5, sowie James V. Ward einen Platz dahinter. Die beiden Limnologen und Flussbiodiversitäts-Experten sind somit zugleich die bestplatzierten "Süßwasser"-Biologen. Des weiteren sind da natürlich noch die insgesamt sechs aktuellen oder ehemaligen Forscher des Alfred Wegener-Institus für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven. Angeführt werden sie von Christian Wiecke aus der Abteilung "Benthische Ökosysteme" auf Platz 15, der vo r allem die Effekte von UV-Strahlen auf marine Algen untersucht. Einen Platz dahinter folgt der bestplatzierte von insgesamt drei Biologen des Instituts für Meereskunde der Uni Kiel: Ulrich Sommer, der unter anderem gerade als Koordinator das frisch eingerichtete DFG-Schwerpunktprogramm "The impact of climate variability on aquatic ecosystems (AQUASHIFT)" zum Laufen bringt. Bleiben noch die Limnologen: Neben den bereits erwähnten "Dübendorfern" schafften es noch fünf weitere "Binnengewässer"-Biologen unter die Top 50: Zwei aus dem MPI für Limnologie in Plön, sowie jeweils einer aus den Unis Innsbruck, Wien und Bern. Eine weitere kleine Untergruppe bilden diejenigen, die sich an Chemischen oder Pharmazeutischen Instituten auf Naturstoffe aus marinen Organismen spezialisiert haben. Vier Forscher dieser Gattung tauchen auf in den Top 50 - am weitesten vorne: Peter Proksch aus der Pharmazeutischen Biologie der Uni Düsseldorf auf Platz 22. Mit dem, woran jeder Laie sicherlich zuerst denkt, wenn er Biologie und Wasser hört - nämlich mit Fischen -, beschäftigt sich nur einer unter den Top 50: Helmut Segner, Fischpathologe an der Uni Bern, auf Platz 34. Sodass man für die Meeres- und Frischwasserbiologie fast vermuten könnte: Je kleiner der Organismus, desto häufiger die Zitierungen Wie die Tabellen entstanden: Berücksichtigt wurden Papers mit Erscheinungsjahr zwischen 1999 und 2001 sowie mindestens einem Autor mit Adresse im deutschen Sprachraum. Zahlen für Zitate und Artikel lieferte die Datenbank "Web of Science" des Institute for Scientific Information (ISI) in Philadelphia. Stichtag war der 23. Januar 2004. Die "Köpfe" arbeiteten während des Bewertungszeitraums an einem meeres- oder gewässerbiologischen Institut, publizierten überwiegend in meeres- oder gewässerbiologischen Journals oder arbeiteten vorrangig an eindeutig meeres- oder gewässerbiologischen Projekten. Review-Artikel samt Zitierungen zählten nicht. Wichtig: Fehler, die bereits in den Datenbanken stecken, können wir nur selten erkennen. |
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Die meistzitierten Artikel |
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| Rang | Autoren | Paper | Zitierungen |
| 1. | Boyd PW, ..., LaRoche J, ..., Zeldis J | A mesoscale phytoplankton bloom in the polar Southern Ocean stimulated by iron fertilization. NATURE 407 (6805): 695-702 OCT 12 2000 | 187 |
| 2. | Boetius A, Ravenschlag K, Schubert CJ, Rickert D, Widdel F, Gieseke A, Amann R, Jorgensen BB, Witte U, Pfannkuche O | A marine microbial consortium apparently mediating anaerobic oxidation of methane. NATURE 407 (6804): 623-626 OCT 5 2000 | 148 |
| 3. | Glöckner FO, Fuchs BM, Amann R | Bacterioplankton compositions of lakes and oceans: a first comparison based on fluorescence in situ hybridization APPLIED AND ENVIRONMENTAL MICROBIOLOGY 65 (8): 3721-3726 AUG 1999 | 116 |
| 4. | Eilers H, Pernthaler J, Glöckner FO, Amann R | Culturability and in situ abundance of pelagic bacteria from the North Sea. APPLIED AND ENVIRONMENTAL MICROBIOLOGY 66 (7): 3044-3051 JUL 2000 | 86 |
| 5. | Hillebrand H, Dürselen CD, Kirschtel D, Pollingher U, Zohary T | Biovolume calculation for pelagic and benthic microalgae. JOURNAL OF PHYCOLOGY 35 (2): 403-424 APR 1999 | 80 |
| 6. | Jürgens K, Pernthaler J, Schalla S, Amann R | Morphological and compositional changes in a planktonic bacterial community in response to enhanced protozoan grazing. APPLIED AND ENVIRONMENTAL MICROBIOLOGY 65 (3): 1241-1250 MAR 1999 | 68 |
| 7. | Ravenschlag K, Sahm K, Pernthaler J, Amann R | High bacterial diversity in permanently cold marine sediments. APPLIED AND ENVIRONMENTAL MICROBIOLOGY 65 (9): 3982-3989 SEP 1999 | 58 |
| 8. | Casamayor EO, Schäfer H, Baneras L, Pedros-Alio C, Muyzer G | Identification of and spatio-temporal differences between microbial assemblages from two neighboring sulfurous lakes: Comparison by microscopy and denaturing gradient gel electrophoresis APPLIED AND ENVIRONMENTAL MICROBIOLOGY 66 (2): 499-508 FEB 2000 | 55 |
| 9. | Schramm A, de Beer D, van den Heuvel JC, Ottengraf S, Amann R | Microscale distribution of populations and activities of Nitrosospira and Nitrospira spp. along a macroscale gradient in a nitrifying bioreactor: Quantification by in situ hybridization and the use of microsensors APPLIED AND ENVIRONMENTAL MICROBIOLOGY 65 (8): 3690-3696 AUG 1999 | 54 |
| 10. | Müller WEG, Wiens M, Batel R, Steffen R, Schröder HC, Borojevic R, Custodio MR | Establishment of a primary cell culture from a sponge: primmorphs from Suberites domuncula. MARINE ECOLOGY-PROGRESS SERIES 178: 205-219 1999 | 52 |
Die meistzitierten Reviews |
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| Rang | Autoren | Paper | Zitierungen |
| 1. | Ward JV, Tockner K, Schiemer F | Biodiversity of floodplain river ecosystems: Ecotones and connectivity REGULATED RIVERS - RES. & MANAG. 15 (1-3): 125-139 JAN-JUN 1999 | 78 |
| 2. | Cypionka H | Oxygen respiration by Desulfovibrio species. ANNUAL REVIEW OF MICROBIOLOGY 54: 827-848 2000 | 39 |
Die meistzitierten Köpfe |
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| Rang | Name | Ort | Zitierungen | Artikel |
| 1. | Rudolf Amann | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 1419 | 50 |
| 2. | Werner E.G. Müller | Physiol. Chem. Uni Mainz | 523 | 58 |
| 3. | Gerard Muyzer | MPI mar. Mikrobiol. Bremen (s. 01 Delft) | 516 | 26 |
| 4. | Bo Barker Jørgensen | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 441 | 21 |
| 5. | Klement Tockner | Limnol. Eidgenöss. TH EAWAG Dübendorf | 395 | 14 |
| 6. | James V. Ward | Limnol. Eidgenöss. TH EAWAG Dübendorf | 391 | 23 |
| 7. | Jakob Pernthaler | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 388 | 12 |
| 8. | Frank Oliver Glöckner | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 387 | 11 |
| 9. | Friedrich Widdel | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 368 | 11 |
| 10. | Heinz C. Schröder | Physiol. Chemie Uni Mainz | 264 | 28 |
| 11. | Isabel M. Müller | Physiol. Chemie Uni Mainz | 256 | 26 |
| 12. | Katrin Ravenschlag | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 253 | 4 |
| 13. | Bernhard M. Fuchs | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 249 | 8 |
| 14. | Julie LaRoche | Inst. f. Meereswiss. Uni Kiel | 236 | 3 |
| 15. | Christian Wiencke | AWI f. Polar- u. Meereskunde Bremerhaven | 233 | 22 |
| 16. | Ulrich Sommer | Inst. f. Meereswiss. Uni Kiel | 216 | 21 |
| 17. | Antje Boetius | Mikrobiol. Int. Uni Bremen (bis 01 MPI Bremen) | 214 | 6 |
| 18. | Ursula Witte | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 213 | 6 |
| 19. | Kerstin Sahm | Techn. Mikrobiol. TU HH-Harburg (bis 00 Bremen) | 212 | 8 |
| 20. | Ramon Rossello-Mora | MPI mar. Mikrob. Bremen (seit 01 Mallorca) | 210 | 10 |
| 21. | Armin Gieseke | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 205 | 4 |
| 22. | Peter Proksch | Pharmazeut. Biologie Uni Düsseldorf | 204 | 33 |
| 23. | Ralf Rabus | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 201 | 8 |
| 24. | Donat-P. Häder | Botanik Uni Erlangen | 199 | 38 |
| 25. | Carsten J. Schubert | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 198 | 6 |
| 26. | Ulf Riebesell | AWI f. Polar- u. Meereskunde Bremerhaven | 195 | 13 |
| 27. | Andreas Schramm | Uni Bayreuth (bis 99 Bremen | 193 | 9 |
| 28. | Hans-Otto Pörtner | AWI f. Polar- u. Meereskunde Bremerhaven | 190 | 27 |
| 29. | Helle Ploug | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 189 | 11 |
| Anatoli Krasko | Physiol. Chemie Uni Mainz | 189 | 12 | |
| 31. | Friedrich Schiemer | Limnol. Zool. Uni Wien | 185 | 10 |
| 32. | Klaus Jürgens | MPI f. Limnologie Plön | 181 | 11 |
| 33. | Dirk de Beer | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 172 | 12 |
| 34. | Helmut Segner | Tierpathol. Uni Bern (bis 2000 UFZ Leipzig) | 169 | 26 |
| 35. | Ferran Garcia-Pichel | MPI mar. Mikrob. Bremen (seit 2000 Arizona) | 167 | 13 |
| 36. | Ralf Schulz | Limnol. u. Ökotoxokol. TU Braunschweig | 165 | 19 |
| 37. | Helmut Hillebrand | Inst. f. Meereswiss. Uni Kiel (seit 00 Uppsala) | 160 | 9 |
| 38. | Thorsten B.H. Reusch | MPI f. Limnologie Plön | 159 | 14 |
| Gerhard Kattner | AWI f. Polar- u. Meereskunde Bremerhaven | 159 | 18 | |
| 40. | Heike Eilers | MPI f. marine Mikrobiol. Bremen | 152 | 5 |
| 41. | Matthias Liess | Aquat. Ökotoxikol. UFZ Leipzig-Halle | 149 | 16 |
| 42. | Anthony D. Wright | Pharmazeut. Biol. Uni Bonn | 148 | 20 |
| 43. | Roland Psenner | Zool. u. Limnol. Uni Innsbruck | 146 | 15 |
| 44. | Dieter Hanelt | AWI f. Polar- u. Meereskunde Bremerhaven | 143 | 10 |
| Michael Kruse | Physiol. Chemie Uni Mainz | 143 | 11 | |
| Axel Zeeck | Organ. Chem. Uni Göttingen | 143 | 30 | |
| 47. | Christian Steinberg | Inst. Gewässerökol. & Binnenfisch. Berlin | 142 | 20 |
| 48. | André F. Lotter | Geobotanik Uni Bern (seit 2001 Utrecht) | 140 | 13 |
| 49. | Ulf Karsten | Angew. Ökol. Uni Rostock (bis 2002 AWI Bremerhaven) | 138 | 12 |
| Gabriele M. König | Pharmazeut. Biol. Uni Bonn | 138 | 19 | |