
| Die meistzitierten Artikel | Die meistzitierten Reviews | Die meistzitierten Köpfe |
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Die Top-Zitierten in der Klinischen Chemie und Laboratoriumsmedizin arbeiten über Herz-Kreislauf - und kommen zur Hälfte aus Regensburg oder Münster. "Oh ja, eine wichtige Disziplin", lobte erst kürzlich ein Neurowissenschaftler seine Kollegen aus der Klinischen Chemie und Laboratoriumsmedizin. Verständlich, da sich Definitionen ihrer Disziplin in der Regel wie Rundumschläge anhören. Und ein wenig sperrig. Ein Beispiel: "Das Feld der Klinischen Chemie und Laboratoriumsmedizin ist definiert durch die Anwendung von Chemie, Biochemie und Immunochemie sowie der Molekularbiologie auf das Studium menschlicher Krankheiten in Körperflüssigkeiten, Zellen und Geweben." Oder, kaum schlanker: "... die Anwendung von Molekularbiologie, Biochemie, Chemie und Immunologie auf klinische Untersuchungen sowie auf Diagnose, Therapie und Monitoring menschlicher Krankheiten." Womit natürlich sofort wieder das alte Problem von den "Äpfeln und Birnen" auftaucht, die man bei solch breiter Aufstellung zu vergleichen droht. Dieses manifestiert sich auch sofort bei den meistzitierten Papern der deutschsprachigen Klinischen Chemie und Laboratoriumsmedizin aus den Jahren 1998-2000: Mit weitem Abstand "thronen" über allen anderen zwei Artikel, die beide im Prinzip klassisch humangenetische Inhalte vorstellen – die Identifikation von Krankheitsgenen. Bleiben wir noch ein wenig bei diesen beiden Top-Papern, die bis heute beide gut über 400mal zitiert wurden. Die Nummer eins, mit sechs Zitierungen Vorsprung, stammt federführend aus dem Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin der Uni Münster – zu diesem Institut später noch ein wenig mehr –, die Nummer zwei aus dem gleichnamigen Institut der Uni Regensburg. Beide Artikel haben fast den gleichen Titel und erschienen "back to back" in der Augustausgabe 1999 von Nature Genetics. Die Münsteraner und Regensburger beschreiben darin jeweils, wie Mutationen in dem Gen ABC1 (ATP-binding cassette transporter 1) auf Chromosom 9 den Cholesterol-Transport durcheinander bringen und auf diese Weise die seltene, vererbbare Tangier-Krankheit verursachen können. Darüber hinaus liefert seitdem die Identifikation dieses wichtigen Cholesterol-Rezeptors weitere wichtige Beiträge zum Verständnis des Zusammenhangs zwischen Cholesterolspiegel und arteriosklerotischen Erkrankungen. Daher die enormen Zitierraten. Rege Regensburger Klar, dass bei solchen "Blockbustern" Münsteraner und Regensburger Forscher auch bei den "Köpfen" weit vorne auftauchen müssen. Extrem ist dies im Falle der Regensburger, da aus ihrem Hause noch zwei weitere Artikel zum gleichen Thema unter den Top 10 landeten (Plätze 6 und 7) und nochmals einer um ein lumpiges Zitat Platz zehn verfehlte. Da zugleich ein Großteil der gesamten Regensburger Institutsmitglieder oftmals mehrfach in den Autorenlisten dieser Artikel auftaucht, resultiert ein ungewöhnliches Bild: Gleich sieben Regensburger rangieren hintereinander auf den Plätzen 2 bis 8, an der Spitze Instituts-Chef Gerd Schmitz; bis zu Platz 33 folgen dann noch neun weitere aktuelle oder ehemalige Kolleginnen und Kollegen. Auf Herz und Nieren Nicht ganz so krass gestaltet sich dies im Falle der Münsteraner. Dies nicht zuletzt auch deshalb, da auf dem "Spitzenpaper" nur drei Autoren aus dem Münsteraner Institut stammen, die übrigen acht Autoren dagegen aus kooperierenden ausländischen Gruppen. "Nur" sechs Institutsmitglieder schafften daher den Sprung unter die Top 50; "Chef" Gerd Assmann konnte aber dennoch an sämtlichen Regensburgern vorbei auf Platz 1 springen. Und nicht nur das dürfte gerade zu Assmanns guter Laune beitragen. Seit 1989 fungiert "sein" Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin zugleich als tragender Teil des Münsteraner Instituts für Arterioskleroseforschung. Und für dieses hat die Bund-Länder-Kommission soeben beschlossen, es als Leibniz-Institut einzurichten und somit in die gemeinsame Bund-Länder-Förderung aufzunehmen. Vor diesem Hintergrund ist auch verständlich, dass die Top 50 deutlich von denjenigen Klinischen (Bio-)Chemikern und Laboratoriumsmedizinern dominiert werden, die Herz-Kreislaufthemen im Fokus ihrer Forschung haben. Neben den 25 Münsteranern/Regensburgern gehören hierzu beispielsweise noch die drei Würzburger um Ulrich Walter (14.). Allenfalls teilweise mithalten können da lediglich ein paar Kollegen, die sich immunologischen Problemen widmen. Der Der Marburger Allergie-Spezialist Harald Renz (9.) gehört etwa hierzu, oder die Münchner Korbinian Brand (41.) und Sharon Page (46.). Als Standort präsentiert sich zudem noch Göttingen nicht schlecht: Fünf Forscher um Michael Oellerich (21.), den aktuellen Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin, unter der ersten Fünfzig. Deren "erfolgreichste" Publikationen behandelten vorwiegend Monitoring und Abstoßungsrisiken nach Nierentransplantationen. Insgesamt bietet die Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin damit wieder einmal ein Beispiel wie wichtig die konkreten Themen für die jeweilige Zitationsrate sind. Und offenbart sich als besonders gefährdete Disziplin bezüglich des "Apfel-Birne-Problems". Wie die Tabellen entstanden: Berücksichtigt wurden Papers mit Erscheinungsjahr zwischen 1998 und 2000 sowie min-destens einem Autor mit Adresse in Deutschland, Österreich oder der deutschsprachigen Schweiz. Zahlen für Zitate und Artikel lieferte die Datenbank "Web of Science" des Institute for Scientific Information (ISI) in Philadelphia. Stichtag war der 18. November 2003. Die "Köpfe" arbeiteten während des Bewertungszeitraums an einem klinisch (bio)chemischen Institut, publizierten überwiegend in klinisch (bio)chemischen Journals oder arbeiteten vorrangig an eindeutig klinisch (bio)chemischen Projekten. Review-Artikel samt Zitierungen zählten nicht. Wichtig: Fehler, die bereits in den Datenbanken stecken, können wir nur selten erkennen. |
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Die meistzitierten Artikel |
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| Rang | Autoren | Paper | Zitierungen |
| 1. | Rust S, Rosier M, Funke H, Real J, Amoura Z, Piette JC, Deleuze JF, Brewer HB, Duverger N, Denefle P, Assmann G | Tangier disease is caused by mutations in the gene encoding ATP-binding cassette transporter 1. NATURE GENETICS 22 (4): 352-355 AUG 1999 | 431 |
| 2. | Bodzioch M, Orso E, Klucken T, Langmann T, Böttcher A, Diederich W, Drobnik W, Barlage S, Buchler C, Porsch-Özcürümez M, Kaminski WE, Hahmann HW, Oette K, Rothe G, Aslanidis C, Lackner KJ, Schmitz G | The gene encoding ATP-binding cassette transporter 1 is mutated in Tangier disease. NATURE GENETICS 22 (4): 347-351 AUG 1999 | 425 |
| 3. | Schmidt A, Wolde M, Thiele C, Fest W, Kratzin H, Podtelejnikov AV, Witke W, Huttner WB, Soling HD | Endophilin I mediates synaptic vesicle formation by transfer of arachidonate to lysophosphatidic acid. NATURE 401 (6749): 133-141 SEP 9 1999 | 223 |
| 4. | Jenne DE, Reimann H, Nezu J, Friedel W, Loff S, Jeschke R, Muller D, Back W, Zimmer M | Peutz-Jeghers syndrome is caused by mutations in a novel serine threonine kinase. NATURE GENETICS 18 (1): 38-44 JAN 1998 | 204 |
| 5. | Langmann T, Klucken J, Reil M, Liebisch G, Luciani MF, Chimini G, Kaminski WE, Schmitz G | Molecular cloning of the human ATP-binding cassette transporter 1 (hABC1): Evidence for sterol-dependent regulation in macrophages. BIOCHEM BIOPHYS RES COMMUNICATIONS 257 (1): 29-33 APR 2 1999 | 184 |
| 6. | Orso E, Broccardo C, Kaminski WE, Bottcher A, Liebisch G, Drobnik W, Gotz A, Chambenoit O, Diederich W, Langmann T, Spruss T, Luciani MF, Rothe G, Lackner KJ, Chimini G, Schmitz G | Transport of lipids from Golgi to plasma membrane is defective in Tangier di-sease patients and Abc1-deficient mice. NAT GENET 24 (2): 192-196 FEB 2000 | 164 |
| 7. | Walli R, Herfort O, Michl GM, Demant T, Jäger H, Dieterle C, Bogner JR, Landgraf R, Goebel FD | Treatment with protease inhibitors associated with peripheral insulin resistance and impaired oral glucose tolerance in HIV-1-infected patients. AIDS 12 (15): F167-F173 OCT 22 1998 | 134 |
| 8. | Rogler G, Brand K, Vogl D, Page S, Hofmeister R, Andus T, Knuechel R, Baeuerle PA, Scholmerich J, Gross V | Nuclear factor kappa B is activated in macrophages and epithelial cells of inflamed intestinal mucosa. GASTROENTEROLOGY 115 (2): 357-369 AUG 1998 | 133 |
| 9. | Cosentino F, Patton S, dUscio LV, Werner ER, Werner-Felmayer G, Moreau P, Malinski T, Luscher TF | Tetrahydrobiopterin alters superoxide and nitric oxide release in prehypertensive rats. JOURNAL OF CLINICAL INVESTIGATION 101 (7): 1530-1537 APR 1 1998 | 123 |
| 10. | Hager J, Dina C, Francke S, Dubois S, Houari M, Vatin V, Vaillant E, Lorentz N, Basdevant A, Clement K, Guy-Grand B, Froguel P | A genome-wide scan for human obesity genes reveals a major susceptibility locus on chromosome 10. NATURE GENETICS 20 (3): 304-308 NOV 1998 | 121 |
Der meistzitierte Review |
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| Rang | Autoren | Paper | Zitierungen |
| 1. | Heizmann CW, Cox JA | New perspectives on S100 proteins: a multi-functional Ca2+-, Zn2+- and Cu2+-binding protein family. BIOMETALS 11 (4): 383-397 DEC 1998 | 103 |
Die meistzitierten Köpfe |
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| Rang | Name | Ort | Zitierungen | Artikel |
| 1. | Gerd Assmann | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Münster | 1616 | 73 |
| 2. | Gerd Schmitz | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 1476 | 57 |
| 3. | Wolfgang Kaminski | Klin. Chem. Uni Regensburg | 939 | 8 |
| 4. | Thomas Langmann | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 867 | 9 |
| 5. | Wolfgang Drobnik | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 824 | 12 |
| 6. | Evelyn Orsó | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 818 | 14 |
| 7. | Gregor Rothe | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 781 | 17 |
| 8. | Wendy Diederich | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 737 | 4 |
| 9. | Harald Renz | Klin. Chemie Uni Marburg (bis 99 Berlin) | 712 | 38 |
| 10. | Harald Funke | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Münster (seit 2003 Jena) | 698 | 17 |
| 11. | Christa Büchler | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 687 | 12 |
| 12. | Ralf Junker | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Münster | 673 | 37 |
| 13. | Karl J. Lackner | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 667 | 13 |
| 14. | Ulrich Walter | Klin. Biochem. & Pathobiochem. Uni Würzburg | 634 | 22 |
| 15. | Arnold von Eckardstein | Klin. Chem. Uni Zürich (bis 2001 Münster) | 618 | 36 |
| 16. | Christine Mannhalter | Med. & Chem. Labordiagnost. Uni Wien | 610 | 40 |
| 17. | Alfred Böttcher | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 603 | 5 |
| 18. | Mustafa Porsch-Özcürümez | Klin. Chem. Uni Regensburg | 594 | 7 |
| 19. | Claus W. Heizmann | Klin. Chem. Kinderklinik Uni Zürich | 585 | 43 |
| 20. | Stefan Rust | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Münster | 580 | 3 |
| 21. | Ekkehard Schütz | Klin. Chem. Uni Göttingen | 578 | 32 |
| 22. | Michael Oellerich | Klin. Chem. Uni Göttingen | 578 | 37 |
| 23. | Charalampos Aslanidis | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 506 | 8 |
| 24. | Beat Schäfer | Klin. Chem. Kinderklinik Uni Zürich | 491 | 30 |
| 25. | Gerd M. Kostner | Med. Biochem. Uni Graz | 468 | 28 |
| 26. | Dietmar Fuchs | Med. Chem. & Biochem. Uni Innsbruck | 466 | 66 |
| 27. | Stefan Barlage | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 445 | 4 |
| 28. | Marek Bodzioch | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 435 | 3 |
| 29. | Gerhard Liebisch | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 413 | 5 |
| 30. | Winfried März | Klin. Chem. Uni Freiburg (seit 2003 Graz) | 413 | 44 |
| 31. | Victor W. Armstrong | Klin. Chem. Uni Göttingen | 409 | 21 |
| 32. | Andreas Gardemann | Klin. Chem. Uni Magdeburg (bis 2002 Gießen) | 404 | 17 |
| 33. | Jochen Klucken | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Regensburg | 392 | 7 |
| 34. | Albert Smolenski | Klin. Biochem. & Pathobiochem. Uni Würzburg | 391 | 10 |
| 35. | Maria Shipkova | Klin. Chem. Uni Göttingen | 387 | 19 |
| 36. | Susanne Spitzauer | Med. & Chem. Labordiagnost. Uni Wien | 387 | 25 |
| 37. | Klaus Dieter Gerbitz | Klin. Chem. Krankenhaus Schwabing | 383 | 16 |
| 38. | Norbert Katz | Klin. Chem. & Pathobiochem. Uni Gießen | 383 | 16 |
| 39. | Andreas Villunger | Med. Chem. Uni Innsbruck (seit 99 Melbourne) | 374 | 10 |
| 40. | Wolfgang Speiser | Med. & Chem. Labordiagnost. Uni Wien | 373 | 24 |
| 41. | Korbinian Brand | Klin. Chem. & Pathobiochem. TU München | 368 | 12 |
| 42. | Axel Gressner | Klin. Chem. & Pathobiochem. Uni Aachen | 357 | 25 |
| 43. | Paul D. Niedmann | Klin. Chem. Uni Göttingen | 356 | 16 |
| 44. | Suzanne M. Lohmann | Klin. Biochem. Uni Würzburg | 354 | 9 |
| 45. | Helmut Schulte | Klin. Chem. & Lab. Med. Uni Münster | 351 | 22 |
| 46. | Sharon Page | Klin. Chem. & Pathobiochem. TU München | 350 | 9 |
| 47. | Paul Cullen | Ogham GmbH Münster | 344 | 18 |
| 48. | Frank Bidlingmaier | Klin. Biochem. Uni Bonn | 334 | 26 |
| 49. | Ernst R. Werner | Med. Chem. & Biochem. Uni Innsbruck | 328 | 23 |
| 50. | Udo Herz | Klin. Chemie Uni Marburg (bis 99 Berlin) | 327 | 14 |