| Die meistzitierten Artikel | Die meistzitierten Reviews | Die meistzitierten Köpfe |
Bild der meistzitierten Köpfe (ca. 100 kb) |
||
|
Respekt vor den Österreicher Urologen. Zusammen mit ein paar starken Basler Uro-Pathologen laufen sie den deutschen Kollegen klar den Rang ab. "Keine Angst vor Schmerz und Leid ... so heißt es in dem 95er-Song "Wir sind bereit" der Mannheimer Uroband, einer Comic-Rock-Band aus lauter damaligen Mitgliedern der Mannheimer Urologie rund um den heutigen Heilbronner Klinikdirektor Jens Rassweiler. Dies jedoch ist eine andere Geschichte, und soll auch bald in Laborjournal erzählt werden.Dein Urologe ist stets bereit. Niere, Blase Prostata, dein Urologe ist immer für Dich da." Eines verraten die Zeilen jedoch bereits: Die Urologie gilt als die Lehre von Funktion und Erkrankungen der harnproduzierenden und harnableitenden Organe – schließt also Niere, Harnleiter, Blase und Harnröhre sowie die Genitalien des Mannes ein. Und damit sind die Urologen gut abgegrenzt. Allenfalls der ein oder andere Pathologe drängt da noch als "Uro-Pathologe" hinein, oder ein Onkologe hat sich Tumoren der betreffenden Organe als Modell für seine Forschungen gewählt.Überschneidungen in der Niere Bleibt nur noch eine Überschneidungszone mit den Nephrologen, je weiter sich die Urologen in die Niere hinein wagen. Dies geschieht vor allem im Zusammenhang mit dem Nierenzellkarzinom, das ureigentlich die Nephrologen für sich beanspruchen, dass aber dennoch auch für manchen Urologen Thema ist – des öfteren gar in Form nephrologisch-urologischer Kooperationen. Die großen urologischen Themen sind denn natürlich auch Tumoren: Sämtliche der zehn meistzitierten Paper der Jahre 1998-2000 aus dem deutschsprachigen Raum haben entsprechende Krebserkrankungen zum Thema – allen voran der Postatakrebs, dann aber auch Blasenkrebs und das bereits erwähnte Nierenzellkarzinom. Ginge man die Liste der gut zitierten Paper noch weiter nach unten, dann fände man als etwas weniger gut zitierte Themen natürlich noch Blasen- und Nierensteine, erektile Dysfunktion, Viagra, einige Harnwegsentzündungen sowie Inkontinenz als dominierendes neurourologisches Thema. Problem "Paper Nummer eins" Die Top Ten-Liste für die meistzitierten Paper der Jahre 1998-2000 hat aber ein Problem. Und das befindet sich ausgerechnet auf Platz eins. Mit Abstand am häufigsten zitiert steht dort das inzwischen aus unrühmlichen Gründen weithin bekannte Nature Medicine-Paper zur Vakzinierung mit Zellhybriden gegen Nierenzellkarzinom. Erstautor ist Alexander Kugler, Letztautor sein "Chef" Rolf H. Ringert, Direktor der Göttinger Urologischen Klinik. Dem Paper ist, wie bereits mehrfach berichtet, nicht mehr zu trauen. So viele Ungereimtheiten fielen auf, dass Kugler inzwischen wissenschaftliches Fehlverhalten bescheinigt wurde, den übrigen Autoren dagegen zumindest ein Verstoß gegen die gute wissenschaftliche Praxis vorgeworfen wurde. Das Paper ist dennoch bis heute nicht zurück gezogen und wird bis heute weiter zitiert – in den letzten zwei Monaten knapp zwanzig Mal. Klar aber daher, dass wir die Zitierungen des Papers den Autoren nicht gutschreiben konnten. Starke Innsbrucker Nun aber zum eher angenehmen Teil. Unmittelbar fällt das enorm gute Abschneiden der österreichischen Urologen auf: Ganze 19 Forscher bringen sie unter die Top 50 – davon 13 allein aus Innsbruck. Der Chef der dortigen Urologie, Georg Bartsch, führt denn auch auf Platz fünf die " österreichische Riege" an. Und alles in allem scheint zumindest damit ein wenig nachvollziehbar, dass kürzlich bei der Verleihung eines US-Preises an Bartsch der Laudator dessen Klinik als die beste Europas lobte. Die vier Spitzenplätze vor Bartsch belegen allesamt Schweizer Kollegen aus Basel. Dies ist indes vor allem ein Verdienst der starken dortigen Pathologie, die auch ein paar ausgewiesene Uropathologen beschäftigt. Drei von ihnen – Guido Sauter, Peter Schraml und Lukas Bubendorf – belegen denn auch in dieser Reihenfolge die ersten Plätze. Völlig unproblematisch ist das jedoch nicht, da sie den Löwenanteil ihrer Zitierungen durch Beiträge zur Entwicklung von Microarrays für die Diagnose aller möglichen Tumoren sammelten. Als nicht direkt urologische Veröffentlichungen erscheinen diese daher nicht in der Liste der meistzitierten Paper – den "uropathologischen" Autoren schrieben wir sie natürlich zu. Auf Platz vier dann als bester "purer" Urologe Thomas Gasser, der als Chef der "Urologischen Klinik beider Basel" natürlich auch eng mit den Kollegen aus der Pathologie zusammen arbeitet. Jan Richter (13.) und Niels Willi (16.), wiederum zumindest während des Bewertungszeitraums in der Pathologie beschäftigt, komplettieren die Liste der Basler. Bescheidene Deutsche Die besten deutschen Kollegen folgen mit dem Hannoveraner Klinikdirektor Udo Jonas sowie seinem Berliner Kollegen Stefan A. Loening auf den Plätzen 9 und 10. Und mit einfacher Mathematik wird aus dem bisher Gesagten schnell klar: Nur 25, also genau die Hälfte der gesamten Urologen-Liste, arbeiteten im Bewertungszeitraum an deutschen Kliniken und Instituten. So schlecht schnitten deutsche Forscher im Vergleich mit ihren alpenländischen Kollegen bisher in keiner anderen biomedizinischen Disziplin ab. KORREKTUR Im Zitationsvergleich "Urologische Forschung" ermittelten wir zwar den Chef der Urologischen Klinik an der Charité, Stefan Loening, auf Platz 10, prüften jedoch seine Mitarbeiter nicht eingehend genug. Die Konsequenz: Wir übersahen gleich drei Charité-Urologen, deren Zitierungen für eine Platz unter den Top 50 gereicht hätten: Klaus Jung hatte etwa vier Wochen nach dem Stichtag 363 Zitierungen mit 34 Artikeln und hätte damit etwa Platz 9 belegt; Dietmar Schnorr kam auf 269 Zitierungen mit 29 Artikeln und wäre etwa auf Platz 19 gelandet; Michael Lein wurde bis dahin mit 24 Artikeln 226mal zitiert und hätte sich damit etwa auf Platz 31 platziert. Wir entschuldigen uns für das Übersehen.
Wie die Tabellen entstanden: Berücksichtigt wurden Papers mit Erscheinungsjahr zwischen 1998 und 2000 sowie min-destens einem Autor mit Adresse in Deutschland, Österreich oder der deutschsprachigen Schweiz. Zahlen für Zitate und Artikel lieferte die Datenbank "Web of Science" des Institute for Scientific Information (ISI) in Philadelphia. Stichtag war der 23. Mai 2003. Die "Köpfe" arbeiteten zumindest während eines Teils des Bewertungszeitraums an einem urologischen Institut, publizierten überwiegend in urologischen Journals oder arbeiteten vorrangig an eindeutig urologischen Projekten. Review-Artikel samt Zitierungen wurden nicht berücksichtigt. Wichtig: Fehler, die bereits in den Datenbanken stecken, können wir nur selten erkennen. |
||
Die meistzitierten Artikel |
|||
| Rang | Autoren | Paper | Zitierungen |
| (1.) | VORSICHT - siehe Text (Kugler A, Stuhler G, Walden P, Zoller G, Zobywalski A, Brossart P, Trefzer U, Ullrich S, Muller CA, Becker V, Gross AJ, Hemmerlein B, Kanz L, Muller GA, Ringert RH) | (Regression of human metastatic renal cell carcinoma after vaccination with tumor cell-dendritic cell hybrids. NATURE MEDICINE 6 (3): 332-336 MAR 2000) | (271) |
| 2. | Berthon P, ..., Paiss T, Wöhr G, ..., de Petriconi R, Hautmann R, ..., Vogel W, ..., Cussenot O | Predisposing gene for early-onset prostate cancer, localized on chromosome 1q42.2-43. AM. J. OF HUMAN GENETICS 62 (6): 1416-1424 JUN 1998 | 142 |
| 3. | Bubendorf L, ..., Schraml P, Moch H, Gasser TC, Willi N, Mihatsch MJ, Sauter G, Kallioniemi OP | Survey of gene amplifications during prostate cancer progression by high throughput fluorescence in situ hybridization on tissue microarrays. CANCER RESEARCH 59 (4): 803-806 FEB 15 1999 | 126 |
| 4. | Moch H, Schraml P, Bubendorf L, Mirlacher M, Kononen J, Gasser T, Mihatsch MJ, Kallioniemi OP, Sauter G | High-throughput tissue microarray analysis to evaluate genes uncovered by cDNA microarray screening in renal cell carcinoma. AMERICAN JOURNAL OF PATHOLOGY 154 (4): 981-986 APR 1999 | 117 |
| 5. | Bubendorf L, ..., Schraml P, Moch H, Willi N, ..., Gasser TC, Mihatsch MJ, Sauter G, Kallioniemi OP | Hormone therapy failure in human prostate cancer: Analysis by complementary DNA and issue microarrays. J. OF THE NAT. CANCER INSTITUTE 91 (20): 1758-1764 OCT 20 1999 | 100 |
| 6. | Hobisch A, Eder IE, Putz T, Horninger W, Bartsch G, Klocker H, Culig Z | Interleukin-6 regulates prostate specific protein expression in prostate carcinoma cells by activation of the androgen receptor. CANCER RESEARCH 58 (20): 4640-4645 OCT 15 1998 | 83 |
| 7. | von der Maase H, ..., Albers P, Knuth A, Lippert CM, ..., Conte PF | Gemcitabine and cisplatin versus methotrexate vinblastine, doxorubicin, and cisplatin in advanced or metastatic bladder cancer: Results of a large randomized, multinational, multicenter, phase III study. JOURNAL OF CLINICAL ONCOLOGY 18 (17): 3068-3077 SEP 2000 | 80 |
| 8. | Höltl L, Rieser C, Papesh C, Ramoner R, Herold M, Klocker H, Radmayr C, Stenzl A, Bartsch G, Thurnher M | Cellular and humoral immune responses in patients with metastatic renal cell carcinoma after vaccination with antigen pulsed dendritic cells. JOURNAL OF UROLOGY 161 (3): 777-782 MAR 1999 | 75 |
| 9. | Tureci O, Sahin U, Vollmar E, Siemer S, Gottert E, Seitz G, ..., Pfreundschuh M, Sly WS | Human carbonic anhydrase XII: cDNA cloning, expression, and chromosomal localization of a carbonic anhydrase gene that is overexpressed in some renal cell cancers. PROC. NAT. ACAD. SCI. USA 95 (13): 7608-7613 JUN 23 1998 | 68 |
| Simon R, Burger H, Brinkschmidt C, Bocker W, Hertle L, Terpe HJ | Chromosomal aberrations associated with invasion in papillary superficial bladder cancer. JOURNAL OF PATHOLOGY 185 (4): 345-351 AUG 1998 | 68 | |
Der meistzitierte Review |
|||
| Rang | Autoren | Paper | Zitierungen |
| 1. | Djavan B, Marberger M | A meta-analysis on the efficacy and tolerability of alpha(1)-adrenoceptor antagonists in patients with lower urinary tract symptoms suggestive of benign prostatic obstruction. EUROPEAN UROLOGY 36 (1): 1-12 JUL 1999 | 62 |
Die meistzitierten Köpfe |
||||
| Rang | Name | Ort | Zitierungen | Artikel |
| 1. | Guido Sauter | Pathol. Uni Basel | 1456 | 37 |
| 2. | Peter Schraml | Pathol. Uni Basel | 1128 | 19 |
| 3. | Lukas Bubendorf | Pathol. Uni Basel | 1089 | 25 |
| 4. | Thomas C. Gasser | Urol. Kantonsspital Uni Basel | 927 | 36 |
| 5. | Georg Bartsch | Urol. Klinik Uni Innsbruck | 891 | 67 |
| 6. | Michael Marberger | Urol. Klinik Uni Wien | 802 | 63 |
| 7. | Helmut Klocker | Urol. Klinik Uni Innsbruck | 526 | 34 |
| 8. | Günter Janetschek | Urol. Klinik Uni Innsbruck | 417 | 22 |
| 9. | Klaus Jung | Urol. Charité HU Berlinr | 363 | 34 |
| 10. | Udo Jonas | Urol. Klinik MH Hannover | 360 | 40 |
| 11. | Stefan A. Loening | Urol. Charité HU Berlin | 350 | 41 |
| 12. | Bob Djavan | Urol. Klinik Uni Wien | 339 | 27 |
| 13. | Richard E. Hautmann | Urol. Klinik Uni Ulm | 330 | 19 |
| 14. | Jan Richter | Pathol. Uni Basel | 313 | 19 |
| 15. | Jens Rassweiler | Urol. Klinikum Heilbronn | 291 | 18 |
| 16. | Thomas Paiss | Urol. Klinik Uni Ulm | 290 | 8 |
| 17. | Niels Willi | Pathol. Uni Basel | 286 | 5 |
| 18. | Kurt Miller | Urol. Klinikum Ben. Franklin FU Berlin | 284 | 26 |
| 19. | Dietmar Schnorr | Urol. Charité HU Berlin | 269 | 29 |
| 20. | Martin Thurnher | Urol. Klinik Uni Innsbruck | 264 | 12 |
| 21. | Iris E .Eder | Urol. Klinik Uni Innsbruck | 257 | 13 |
| Zoran Culig | Urol. Klinik Uni Innsbruck | 257 | 14 | |
| 23. | Armin Pycha | Urol. Klinik Uni Wien | 252 | 23 |
| Stephan Madersbacher | Urol. Klinik Uni Wien | 252 | 25 | |
| 25. | Reinhold Ramoner | Urol. Klinik Uni Innsbruck | 248 | 11 |
| 26. | Peter Alken | Urol. Klinikum Mannheim Uni Heidelberg | 243 | 35 |
| 27. | Udo Engelmann | Urol. Klinik Uni Köln | 238 | 32 |
| 28. | Markus Müller | Urol. Klinikum Ben. Franklin FU Berlin | 234 | 22 |
| 29. | Mark Goepel | Urol. Klinik Uni Essen | 233 | 24 |
| 30. | Hartwig Huland | Urol. Uniklinikum Eppendorf Hamburg | 231 | 37 |
| 31. | Alfred Hobisch | Urol. Klinik Uni Innsbruck | 226 | 22 |
| Michael Lein | Urol. Charité HU Berlin | 226 | 24 | |
| 33. | Martin Burchardt | Urol. Klinik Uni Düsseldorf (bis 1999 USA) | 222 | 18 |
| 34. | Claudia Rieser | Urol. Klinik Uni Innsbruck | 212 | 8 |
| 35. | Georg Schatzl | Urol. Klinik Uni Wien | 209 | 15 |
| 36. | Paolo Fornara | Urol. Klinik Uni Halle (bis 2001 Lübeck) | 206 | 24 |
| 37. | Robert de Petriconi | Urol. Klinik Uni Ulm | 202 | 6 |
| Gyula Kovacs | Mol. Onkol. Urol. Klinik Uni Heidelberg | 202 | 20 | |
| Joachim W. Thüroff | Urol. Klinik Uni Mainz | 202 | 35 | |
| 40. | Markus Kuczyk | Urol. Klinik MH Hannover | 199 | 26 |
| 41. | Andrea Haitel | Urol. Pathol. Uni Wien | 198 | 18 |
| 42. | Hans Krause | Urol. Klinikum Ben. Franklin FU Berlin | 195 | 12 |
| Anton Hittmair | Pathol. Uni Innsbruck | 195 | 18 | |
| 44. | Christian G. Stief | Urol. Klinik MH Hannover | 194 | 23 |
| 45. | Michael C. Truß | Urol. Klinik MH Hannover | 187 | 17 |
| 46. | Reinhard Peschel | Urol. Klinik Uni Innsbruck | 186 | 10 |
| 47. | Thomas Putz | Urol. Klinik Uni Innsbruck | 179 | 5 |
| 48. | Arnulf Stenzl | Urol. Pathol. Uni Tübingen (bis 2001 Innsbruck) | 178 | 23 |
| 49. | Gerhard Jakse | Urol. Klinik RWTH Aachen | 176 | 34 |
| 50. | Theodor Klotz | Urol. Klinik Uni Köln | 175 | 13 |
| 51. | Thomas Trede | Urol. Klinikum Heilbronn | 174 | 15 |
| Wolfgang A. Schulz | Urol. Klinik Uni Düsseldorf | 174 | 20 | |
| Jörg Schubert | Urol. Klinik Uni Jena | 174 | 52 | |