50 Millionen Artikel

20. Juli 2010 von Laborjournal

Duncan Hall vom EMBL-European Bioinformatics Institute (EBI) in Cambridge hat sich in seinem Blog O’Really? Gedanken gemacht, wieviele Artikel in den letzten 350 Jahren in wissenschaftlichen Journalen erschienen sind.

PubMed listet inzwischen beispielsweise 19 Millionen Artikel. Allein in 2009 kamen 679,858 Artikel hinzu — was im Schnitt 1,29 Paper pro Minute machte.

Am Ende teilt Hall das Ergebnis eines kürzlich erschienenen Artikels in Learned Publishing, in dem Autor Arif E. Jinha aus Ottawa auf die Summe von 50 Millionen Artikel seit Gründung der Philosophical Transactions of the Royal Society im Jahr 1665 kommt (Artikel im Volltext vom Autor).

Und dann kommen Hall samt Kommentatoren mit ein paar Vergleichen. 50 Millionen Paper sind:

  • ein Paper pro Basenpaar auf dem Y-Chromosom;
  • ein Paper pro Jahr, seitdem die sogenannten modernen Säugetiere auf Erden wandeln;
  • ein Paper pro Twitter-Tweet an einem Durchnitts-Tag im Jahr 2010;
  • ein Paper pro zehn Facebook-User.

Ehrlich gesagt, sind es damit eigentlich die Twitter- und Facebook-Zahlen, die mehr verblüffen.

Twitter-Papers

26. Februar 2010 von Laborjournal

Witzige Geschichte, passt irgendwie zu unserem Beitrag „Was bringen Wissenschaftlern Web 2.0/Social Media?“ weiter unten: Richard Grant stellte in seinem Blog The Scientist bei Nature Network unter der Überschrift „On a new publishing model“ zuerst einmal die Frage:

Twitter, what is it good for?

… um dann umzuschwenken:

Then I thought it might be fun to see if I could write a scientific paper in 140 characters.

… Er tat es:

“Clned gene _cancer_. KO in Ms. Ms dead. Cure cancer.” — There you go. My first twitter paper.

…Und rief daraufhin auf:

But why stop there? Here’s a challenge for you. Your task is to re-write a scientific paper, a real, peer-reviewed and published one, in 140 characters.

Knapp 200 Leute antworteten in den zwei Wochen bis heute und schickten ähnliche „Twitter-Papers“. Wer erkennt zum Beispiel folgendes berühmte Paper in der Twitter-Version?:

Salt of DNA structure= double helix. Strands anti-parallel; has implications. (PS Rosie didn’t help)

Auch sonst sind wirklich nette Sachen dabei. Aber auf die Eingangsfrage, wofür Twittern eigentlich gut sei, geht Grant nicht mehr ein. Wahrscheinlich über den Spaß einfach vergessen.

Was bringen Wissenschaftlern Web 2.0/Social Media?

11. Februar 2010 von Laborjournal

Wer der Welt mal so richtig Web 2.0/Social Media-mäßig mitteilen will, warum, wo und wie sie/er auf Biologie gekommen ist — für den ist Where Biology Begins wohl das richtige Forum. Dort kann man seine ganz eigene Story per Youtube, Twitter oder Facebook einreichen (allerdings auf englisch). Oder auch mit einer „old-fashioned e-mail“ hinschicken. Was das Ganze außer Selbstdarstellung soll, wird allerdings nicht wirklich klar. Doch, halt, … da steht was: „We’re creating the new future of Life Science.“ Ach so,… klar, logisch irgendwie. Und in der Zwischenzeit: „… enjoy the stories of biologists […] we are meeting through the world of social media.“

Mal ernsthaft: Nutzen hierzulande aktive Life Science-Forscher überhaupt diese Web 2.0 Social Media? Und wenn ja, in welcher Weise (außer rein privater) profitieren sie davon? Helfen sie gar bei der (Echtzeit-)Diskussion wissenschaftlicher Themen? Das würde uns Laborjournalisten wirklich brennend interessieren.

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