Kaffeefahrten statt Meetings

12. Oktober 2017 von Laborjournal

Auch wir Laborjournalisten besuchen hin und wieder Meetings. Erst kürzlich hatte einer von uns wieder das Vergnügen.

Doch einmal im Auditorium, formierten sich während der einzelnen Vorträge wiederholt Gedanken in seinem Hirn wie etwa: „Ah ja, EMBO Journal, vor fünf Jahren ungefähr“. Oder: „Natürlich, die alte Science-Story. Auf die ist er immer noch stolz. Aber kam da seitdem gar nichts mehr nach?“

Zum Schluss gab es schließlich die Closing Lecture vom vielfach gepreisten Großmeister des Faches höchstpersönlich. Einen Review seiner letzten drei Reviews lieferte er ab — brillant vorgetragen, zugegeben. Dennoch die Story kannten wirklich alle — und das schon seit langem. Dafür hätte er sich nicht für vier lange Tage von Frau und Enkelkindern verabschieden müssen…

Kann es denn Sinn von Meetings sein, fast ausschließlich Nachlesbares zu präsentieren? Früher einmal war das nicht so, da wurde tatsächlich öfter noch Work in Progress diskutiert. Aber heute?

Ein italienischer Forscher schrieb denn auch vor kurzem dazu: „Meetings sollten kein Forum sein für artig abgeschlossene Arbeiten, vielmehr sollten sie als Bühne dienen, um neue, durchaus auch gewagte Hypothesen vorzustellen und zu diskutieren.“

Recht hat der Mann. Und er hat weiterhin recht, wenn er noch anfügt: „Heute sind Meetings nur noch dazu nützlich, um Freunde zu treffen, neue Leute kennenzulernen oder Kooperationen zu planen. Deswegen ziehe ich selbst mittlerweile die Kaffeepausen den offiziellen Präsentationen deutlich vor.“

Da gibt es dann wenigstens heißen Kaffee, bei all dem kalten in den Vorträgen.

Vielleicht sollte man sich doch überlegen, statt teuren Meetings einfach gleich ausgedehnte Kaffeefahrten zu organisieren, um die Leute zusammenzubringen…

Zitat des Monats (16)

8. November 2012 von Laborjournal

Heute mal was Positives aus dem Blog DrugMonkey. Im Eintrag The upside of scientific meetings“ heißt es dort:

It is not infrequent that I come back from scientific meetings all in a tizzy to do one of three things.

1) Put the hurry up on pumping out some data that we’ve been collecting.

2) Start new experiments! Several. We gotta get on this right now people so let’s moooooove!

3) Write two or three new grant proposals.

The reasons are varied but it all comes down to the constellation of encouragements you get at a conference through talking with various people about your data and their own data.

This is why we do this. Because the science is exciting. And meetings put a thick underline below this experience.

Foto: iStockphoto/geniebird

Queen of Worms

10. November 2011 von Laborjournal

Auch wer nicht mit C. elegans arbeitet, wird sicher Spaß mit der folgenden Queen-Parodie „Bohemian Rhabditid“ haben:

Dies und noch viel mehr ist Teil der über 100-minütigen „2011 Worm Show“, die Morris Maduro und Curtis Loer im Sommer beim International C. elegans Meeting an der University of California in Los Angeles präsentierten. Das Video des ganzen Auftritts, wie auch die Aufzeichnungen der „Worm Shows“ 2005, 2007 und 2009 gibt es hier.

Wär‘ vielleicht mal was für eine „Lange Wurm-Nacht“. Doch Vorsicht: Es besteht die Gefahr, „sich kringelig zu lachen“.

Vom noblen Meeting in Lindau

6. Juli 2010 von Karin Hollricher

... sagte Nobelpreisträger Martin Chalfie in Lindau

59 Nobelpreisträger sind abgefahren, über 650 Nachwuchsforscher haben sich in alle Winde zerstreut, die Organisatoren haben die Reste zusammengepackt und ein Trupp eifrige Blogger lehnt sich erschöpft zurück.

Ich war auch drei Tage in Lindau und habe zugehört … Diesen Beitrag weiterlesen »

„I like it hot!“

7. Juni 2010 von Laborjournal

Und nochmal aus der Reihe „Spontane Interviews, die es nie gab — die aber genau so hätten stattfinden können”. Heute: Professor G. Rins, Oblektologisches Institut Universität Schalkstadt, zum Thema Dress Code auf Meetings.

LJ: Hallo, Herr Professor Rins! Hoppla, etwas scheint Sie ja gerade ganz besonders zu amüsieren?

Rins: Ja. Ich habe gerade ein unglaublich schlechtes Paper gelesen!

LJ: Ah ja? Aber: Ist das nicht eher ein Grund zum Traurig sein?

Rins: Sicher. Stimmt schon, aber….

LJ: Aber?

Rins: Mir ist gerade eingefallen, dass ich den Seniorautor vor Jahren mal auf einer Konferenz erlebt habe.

LJ: Und die Erinnerung amüsiert Sie gerade?

Rins: Ja.

LJ: Erzählen Sie uns, was damals war? Diesen Beitrag weiterlesen »

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