Was wollt ihr 2017 lesen?

7. Dezember 2016 von Ralf Neumann

Bildschirmfoto-2016-12-07-um-14.05.06Ja, tatsächlich! Bevor nach der Weihnachtspause die Phasen von Heftplanung und -produktion wieder Fließband-artigen Charakter annehmen, dürft ihr Leser uns kräftig die Meinung sagen.

Was und worüber wollt ihr also im nächsten Jahr gerne mehr, lieber weniger, überhaupt mal oder um Himmels willen gar nichts mehr in Laborjournal lesen? Weniger Kurzmeldungen vielleicht? Dafür mehr Essays und Kolumnen? Genauso wie Hintergrundberichte und investigative Recherchen?… Und sollen wir die Publikationsanalysen nicht langsam sein lassen?…

Wie sieht’s mit Journal Clubs, Firmenporträts und Methoden-Artikeln aus – lieber mehr oder weniger? Sind Biotech/Pharma und Methoden überhaupt genügend abgedeckt? Kommt Forschungspolitisches ausreichend zur Sprache? Oder braucht’s mehr Anekdotisches und Gossip?… Ach ja, und was meint Ihr zu den Comics?…

Und nochmal anders gefragt:

Welche Themen müssen für das nächste Jahr unbedingt ins Programm? 3D-Bioprinting? Gentechnik-Gesetz? Genome Editing? Open Access und Open Science? Forschungsbetrug und Reproduktionskrise? Tierversuche? Klinische Forschung? Einzelzell-Techniken? Förder- und Karrierestrategien?…

Oder etwas völlig anderes, woran wir hier in der Redaktion noch gar nicht denken?

Also, los geht’s! Kurz nachgedacht — und dann mitgeteilt, was und was ihr nicht wollt. Und wie ihr’s wollt. Entweder gleich hier unten ins Kommentarfenster, oder via E-Mail an redaktion@laborjournal.de.

Vielen Dank schon mal jetzt!

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„Information“ von einem Gelehrten

7. Oktober 2011 von Ralf Neumann

Seit mehr als 15 Jahren bearbeite ich nun Texte für Laborjournal und Lab Times, print wie online. Eine ganz schöne Menge ist da inzwischen zusammen gekommen. Viele davon vergisst man schnell wieder — mit zunehmendem Alter manchmal schneller, als einem lieb ist. Doch manche bleiben im Gedächtnis hängen, einige wenige sogar richtig lange.

Valentin Braitenberg

Zu letzteren gehört ein Essay, den Valentin Braitenberg, ehemaliger Direktor am Tübinger Max Planck-Institut für biologische Kybernetik, im Jahr 2000 für unsere damalige Rubrik „Wenn ich heute Postdoc wär…“ schrieb. Sein Titel war „Informationsbiologie“ und ich erinnere mich aus zwei Gründen an ihn. Einmal enthielt der Essay viele kluge Gedanken und war gut geschrieben. Zum anderen aber hatte man das Gefühl, dass hier einer aus der Gattung Wissenschaftler schreibt, bei denen einem umgehend der Begriff „Gelehrter“ einfällt. Gleichsam jedoch wurde einem bei der Lektüre bewusst, dass diese Gattung Wissenschaftler inzwischen sehr selten geworden ist — und vom Aussterben bedroht.

Valentin Braitenberg ist letzten Monat im Alter von 85 Jahren gestorben. Hier nochmal sein Laborjournal-Essay aus dem Jahre 2000: Diesen Beitrag weiterlesen »

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