Die Laborjournal-Redaktion macht Pause!

27. Dezember 2016 von Laborjournal

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Guter Tipp von Forscher Ernst hier links! Denn bis zum 8. Januar 2017 wird hier nix Neues zu lesen erscheinen. Allerhöchstens gibt’s eventuell ein paar spontane Tweets auf @Lab_Journal.

Und in unseren Archiven gibt’s tatsächlich allerhand, was auch heute noch lesenswert ist. Glaubt ihr nicht? Dann stöbert ruhig mal rum auf Laborjournal online — und überzeugt euch selbst!

Ansonsten bis irgendwann im Januar…

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Wozu Journals?

10. November 2016 von Laborjournal

 

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Es ist und bleibt interessant, immer wieder mal in unseren alten Ausgaben zu blättern. Nicht nur, aber auch, um zu sehen, wie sich gewisse Dinge in der Zwischenzeit entwickelt haben.

Kürzlich etwa blieb ich an folgendem Text unserer „Inkubiert“-Kolumne aus Heft 4/2000 (!) hängen:

Wozu braucht man Fach-Journale? Vor allem doch wohl als Vehikel von Information. Allerdings ist da das Internet mittlerweile schneller, billiger, einfacher und vielseitiger. So gesehen erfüllen die Fachblätter also ihre primäre Aufgabe inzwischen nicht mehr optimal. Allenfalls als glorifizierte Listen von Leseempfehlungen taugen sie noch. Womit wir direkt bei der nächsten Frage wären: Braucht man noch ein System des Vorab-Peer Review? Zumal doch gerade auf dem gut gedüngten Boden des anonymen Peer Review-Systems die menschlichen Schwächen der Gutachter oftmals allzu üppig wuchern. Warum also nicht gleich einfach alles unmittelbar und direkt im Internet publizieren — allenfalls durch eine grobe Vorab-Kontrolle von blankem Unsinn freigehalten? Beurteilt nicht sowieso jeder Forscher selbst die Artikel, die ihn interessieren — ob von Gutachtern empfohlen oder nicht? Was ein echter Forscher ist, sollte dies jedenfalls alleine können. Herrliche Diskussionen direkt im Anhang an die einzelnen Artikel könnten sich entwickeln. Nachlesbar und gezeichnet. Ein Artikel wäre nicht nur Information, sondern auch Anstoß zur Debatte. Jedenfalls die guten unter ihnen. Und daran wiederum würde man sie erkennen. Ja, ja — jetzt schreien wieder einige, dass unter solchen Bedingungen doch am Ende jeder Schrott publiziert würde. Hmm? Ohne Journals publiziert vielleicht tatsächlich nur, wer wirklich etwas Neues hat. Und schielt nicht vorrangig danach, durch Publikation in prestigeträchtigen Journals Impact-Punkte zu sammeln.

Scheint es nur mir so, dass wir heute, 16 Jahre später, in dieser Diskussion immer noch weitgehend auf demselben Stand sind?

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Zitat des Monats (21)

12. September 2014 von Laborjournal

Glomski’s problem was that he could only get funding to do very predictable, unexciting research. When money gets tight, often only the most risk-averse ideas get funded, he and others say. […] Funding is so competitive that reviewers shy away from ideas that might not pan out.

[…] Historically, payoffs in science come from out of the blue — oddball ideas or unexpected byways. Glomski says that’s what research was like for him as he was getting his Ph.D. at the University of California, Berkeley. His lab leader there got funding to probe the frontiers. But Glomski sees that farsighted approach disappearing today.

Aus dem lesenwerten NPR-Artikel „When Scientists Give Up“ über zwei Wissenschafts-Aussteiger (der obige Glomski ist einer davon).

Das Gute liegt… manchmal woanders

6. September 2010 von Laborjournal

Es gehört zum Schicksal eines Laborjournal-Redakteurs, dass er immer wieder auf Artikel stößt, bei denen er ganz schnell denkt: Warum steht der nicht bei uns? Ein Phänomen, das inzwischen zunehmend auch bei der Lektüre von  Wissenschaftsblogs auftritt.

So auch jetzt wieder. Im sowieso empfehlenswerten Wissenschaftsblog „Gute Gene, schlechte Gene — Ein Wissenschaftsblog zur Grünen Gentechnik“ ist ein wirklich guter Artikel zum Thema „Wie Wissenschaft funktioniert — und vor allem, wie nicht!“ erschienen. Das Thema allein  ist schon viel. Doch der Artikel enthält noch mehr. Nämlich vor allem ein Fallbeispiel, wie die Politik selektiv Studien mit ihr genehmen Ergebnissen instrumentalisiert, auch wenn diese grottenschlecht gemacht sind. Und wie sie dabei zeitgleich andere, gute Studien mit konträren Ergebnissen ignoriert.

Bevor ich aber jetzt die Details referiere, gebührt der Anstand jedoch vielmehr auf das Original zu verweisen. Es tut zwar weh, „unsere“ Leser aktiv zum Wegklicken auf andere Seiten zu motivieren, aber Autor Stefan Rauschen hat es einfach verdient. Nicht ganz neidfreie Glückwünsche und Danke für den Beitrag auch von dieser Stelle.

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