Gender-Debatte: Unsinnige Glaubenslehre in der Biologie?

15. September 2017 von Laborjournal

[Der folgende Beitrag des Kasseler Biologen Ulrich Kutschera erschien als „Brief an die Redaktion“ in unserer aktuellen Print-Ausgabe LJ 9/2017, S. 12-13. Derart gekennzeichnete Artikel geben ausschließlich die Meinung des Autors wieder. Die Sichtweise der Redaktion kann daher eine völlig andere sein. Wir bringen Kutscheras Beitrag parallel hier auf unserem Blog, um über das Kommentar-Fenster dessen direkte Diskussion zu ermöglichen.]

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Gender-Debatte: Unsinnige Glaubenslehre in der Biologie?

Der Kasseler Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera antwortet auf Brynja Adam-Radmanics Beitrag „Biologie in der Gender-Debatte: Vom Feminismus geächtet, vom Rechtspopulismus umarmt“ aus Heft 5/2017 (S. 16 ff.). Seiner Ansicht nach gehört die sozialkonstruktivistische Gender-Lehre auf dem Friedhof unsinniger Gedankengebäude begraben. Genau so wie etwa der Kreationismus, der Wünschelruten-Glaube und die Homöopathie.

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Foto: iStock / Thomas Faull

Im Mai 2017 veröffentlichte das Laborjournal einen Artikel mit dem Titel „Biologie in der Gender-Debatte: Vom Feminismus geächtet, vom Rechtspopulismus umarmt“. In diesem, von Frau Brynja Adam-Radmanic verfassten Kommentar wird die Tatsache aufgegriffen, dass im Rahmen der Umbenennungsaktion Freiburger Straßennamen auch der Natur­for­scher Carl von Linné wegen seines mutmaßlich zweifelhaften Frauenbildes ins Kreuzfeuer geriet – und im Zusammenhang mit der sozialkonstruktivistischen Gender-Ideologie thematisiert (LJ 5/2017: 16-19).

Die Autorin vertritt die These, dass die wenigen Biologen, die es wagen, eine Geschlechter-Irrlehre als unwissenschaftlich zu kritisieren, dem „rechtspopulistischen Spektrum“ beizuordnen seien. Diese populäre Ansicht geht auf den amerikanischen Urvater der Gender-Dogmatik zurück: John Money (1921-2006), ein Psychologe und höchst umstrittener „Sexologe“, der die Kritiker seiner biophoben Theorie der 1950er Jahre („Babys kommen geschlechtsneutral zur Welt und werden anschließend in männlich/weibliche Richtung erzogen“) als „rechtsradikale Rassisten“ und Anti-Frauenrechtler diffamiert hat. Die Ursprünge und Kernthesen der Gender-Ideologie, von mir daher auch als Moneyismus bezeichnet, sind, mit vielen authentischen Quellenangaben und Zitaten versehen, in meinem Buch Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen (2016) zusammengefasst.

Zurück zur Freiburger Straßen-Umbenennungsaktion. Die Autorin verweist auf die Stanford-Professorin Londa Schiebinger und verortet diese fähige Historikerin in das feministische Gender-Lager — was fragwürdig ist. Bekanntlich geht es im Schiebinger-Stanford-Projekt „Gendered Innovations in Science, Health & Medicine“ darum, gerade die Unterschiede der Geschlechter herauszustellen und somit die anti-Moneyistische Gender-Biomedizin zu fördern. Das beschreibe ich übrigens auch ausführlich in meinem oben genannten Buch.

Unabhängig von diesem sachlichen Irrtum wird darauf hingewiesen, dass Carl von Linné (1707-1778) das Taxon Mammalia (Säugetiere) aufgestellt hat. Seit 1758 ist bis heute aus kompetenten Kreisen keine präzisere Terminologie vorgeschlagen worden. Weiterhin hat Linné als Arzt dafür plädiert, dass Mütter ihre eigenen Kinder selbst stillen sollten; der Biologe begründete diese Ansicht stichhaltig mit Sachargumenten, die durch aktuelle Studien bestätigt werden konnten (siehe etwa Viktoria, C. G.: The Lancet 387: 475-90). Linné wollte damit unter anderem das damals verbreitete Ammenwesen zurückdrängen.

Wie ich bereits anderswo am Beispiel der deutsch-niederländischen Biologin und Künstlerin Maria Sibylla Merian (1647-1717) ausführlich dargelegt habe, gab es in der Linné’schen Ära selbstverständlich Vorbehalte und ernsthafte Diskriminierungen gegenüber Frauen im aufkeimenden Wissenschaftsbetrieb. Dennoch zeigt das Beispiel M. S. Merian exemplarisch, dass begabte Forscherinnen in der damaligen, von Männern dominierten Zeit akzeptiert worden sind — sofern die Leistungen wirklich originell und herausragend waren (siehe Gender-Paradoxon, S. 129-31 sowie Nature Ecol. Evol. 1: 0074).

Kommen wir zu den wesentlichen Aussagen von Frau Adam-Radmanic. Die Autorin weist darauf hin, dass von Seiten gewisser Gender-Soziologinnen behauptet wird, biologische Erklärungen des Verhaltens von Männern und Frauen wären bedeutungslos. Weiterhin wird von diesen naturwissenschaftlichen „Lai-Innen“ die naive Ansicht vertreten, die Biologie wäre ein „Ismus“ — und somit gleichzusetzen mit subjektiver Politik-Agenda oder Religion. Jeder forschende Biologe weiß, dass beide Aussagen unsinnig sind. Wir können unsere im Genom niedergeschriebene evolutionären Wurzeln nicht abschneiden; die Biologie ist, ebenso wie die Physik und Chemie, eine Ideologie-freie, ergebnisoffene Naturwissenschaft. Kurz gesagt: Geglaubt wird in der Kirche beziehungsweise in den Seminaren gewisser Geistes- und Sozialkundler — nicht jedoch innerhalb der Fakten-basierten Life Sciences!

Die LJ-Autorin behauptet des Weiteren, dass die Biologie von der Moneyistischen Gen­der-­Irrlehre nicht direkt betroffen sei. Diese Ansicht wird durch Beiträge in ihrem „Mutterjournal“ widerlegt. Nachdem dort im Jahr 2015 ein Gender-kritischer Aufsatz erschienen war (Winfried Köppelle: „Glauben statt Wissen“, LJ 10/2015: 14), antwortete zunächst ein Gender-Befürworter aus der Biologie, um die Köppelle‘schen Aussagen zu relativieren (Emanuel Wyler: „Eine andere Perspektive“, LJ 12/2015: 11). Drei Monate später wagte es wiederum ein Klinikums-Biologe den Wyler’schen Thesen zu widersprechen (Anonymus: „Zum Thema Gender Studies“, LJ 3/2016: 42–43). Seinen Namen wollte dieser Herr „Dipl.-Biol. Anonymus“ allerdings nicht nennen, da er „bei Bekanntwerden seiner Identität Nachteile für sich und seinen Arbeitsgruppenleiter von Seiten der Klinikumsleitung“ befürchtete. Nachteile durch wen? Womöglich durch moneyistisch geprägte Frauenbeauftragte, die ihre hohle Ideologie vor  biowissenschaftlichen Tatsachen schützen wollen?

Weiterhin möge Frau Adam-Radmanic die Marburger Schrift Gender-Perspektiven in der Biologie studieren. In diesem pseudowissenschaftlichen Geschlechter-Pamphlet, bezahlt vom deutschen Steuerzahler-Michel sowie verbreitet über eine hessische Landesuniversität, werden zentrale Forschungsergebnisse aus der Biologie als „Vermeintlichkeiten“ und somit „Geister-Erscheinungen“ abqualifiziert (siehe Gender-Paradoxon, S. 92-97).

Kommen wir zum Highlight der Adam-Radmanic’schen Ausführungen. Explizit verweist die Autorin darin auf „die Bücher“ von mir und meinem Kollegen Professor Axel Meyer (Universität Konstanz) — vermutlich bezieht sie sich auf das Gender-Paradoxon (2016) und Meyers exzellente Monographie Adams Apfel und Evas Erbe (2015). Zur Nennung der Buchtitel ist sie nicht bereit; gelesen hat sie die beiden Fachpublikationen wohl kaum — sonst würde sie uns nicht gewisse Aussagen unterstellen. Weder in meinem Gender-Buch, noch in Meyers Adams Apfel wird behauptet, es gäbe heute keine Diskriminierung mehr. Wir beide setzen uns an unseren universitären Lehrstühlen in Kassel und Konstanz seit Jahren für die Gleichberechtigung der Geschlechter ein und haben unzählige begabt-fleißige Frauen gefördert. Dennoch vertreten wir die logisch-konsistente Ansicht, dass bei der Besetzung von Professuren selbstverständlich die Qualifikation und nicht die Quote zählen sollte. Die zahlreichen, jedermann (und Frau) bekannten „Damen-Fehlbesetzungen“ sind auf Dauer für die ohnehin bescheidene internationale Reputation deutscher Universitäten von erheblichem Nachteil.

Die LJ-Autorin verweist am Ende ihres Textes auf „Diskriminierungsforschungen“, durchgeführt von Sozialkundlern mit Gender-Perspektive im Hinterkopf. Diese „Forschungen“ sind genauso anspruchsvoll wie die von gewissen Politologen veröffentlichten „Wahlprognosen“. Es handelt sich hierbei um Fragebogen- oder Telefon-Interviews, die nach Auswertung und Interpretation als „Forschung“ verkauft werden. Dazu benötigt man keinen Uni-Lehrstuhl; das können auch wissenschaftliche Laien mit guten Noten im Schulfach Mathematik und solider Allgemeinbildung.

Der Adam-Radmanic’sche Vorwurf, Gender-kritische Biologen (beispielsweise Kutschera oder Meyer) würden — wie ihre sozialkundlich „links-indoktrinierten“ Gegner — das eigene Wunschdenken, und somit eine „rechts-liberale Ideologie“ ihren biologischen Schriften zugrunde legen, entbehrt jeglicher Grundlage. Die genannten Biologen sind etwa bei Research Gate, dem Web of Science und anderen Verzeichnissen jeweils mit hunderten begutachteten Journal-Artikeln ausgewiesen und somit sehr gut in der internationalen „World of Bio­sciences“ aufgestellt. Unsere Fachbücher basieren auf diesen objektiv-wertneutral-unpolitischen Publikationen, ohne dass irgendeine Wunschvorstellung einfließen würde (Zugeständnis: Jeder Research Scientist hat den völlig legitimen Wunsch, dass seine Paper gelesen und zitiert werden).

Wir respektieren daher selbstverständlich geistes- und sozialwissenschaftliche Publikationen beziehungsweise Erkenntnisse, sofern sie unseren internationalen Standards entsprechen. Selbst der kinderlose Gott-Vater John Money, der seinen adoptierten „Sohn Bruce (David) Reimer“ durch Kastration auf dem „Altar der Gender-Irrlehre“ geopfert hat, wird von uns anerkannt und angemessen zitiert. Da wir als produktive, das heißt neue Erkenntnisse hervorbringende Life Scientists wissen, wie die Biologie funktioniert, maßen wir uns eben auch an, die biophobe Gender-Irrlehre aufzugreifen, für Laien verständlich darzustellen und zurückzuweisen. Mit Politik jedweder Richtung (rot-grün-gelb-blau-schwarz) hat das alles nichts zu tun (siehe im Gegensatz dazu das suggestive Coverbild von LJ 5/2017).

Zur Verdeutlichung: Hätten der „rechte“ Adolf Hitler (1889-1945) beziehungsweise sein „linker“ Kollege Joseph Stalin (1878-1953) gesagt, „die Erde ist keine Scheibe, sondern kugelförmig“, so wäre diese Aussage auch heute noch korrekt, obwohl sie von den beiden übelsten Massenmördern der Menschheitsgeschichte getroffen worden wäre.

Fazit: Es gibt empirisch begründete Fakten und Schlussfolgerungen, die unabhängig von der politisch-religiösen Anschauung des Aussagenden richtig sind. Dazu zählt auch die naturwissenschaftliche Zurückweisung der Gender-Irrlehre — unter anderem mit folgenden Kernthesen: Geschlechtsneutrale Geburt des Menschen, Frau-gleich-Mann-Glaube, wählbarer Homo-Lifestyle, Existenz von mehr als zwei Geschlechtern, und so weiter. Diese Glaubenslehre wird seit Jahren im Rahmen der sogenannten „Gender-Mainstreaming (GM)-Agenda“ der deutschen Bevölkerung eingeimpft, glücklicherweise mit zweifelhaftem Erfolg. Der durch biowissenschaftliche Fakten widerlegte, frauen- wie männerfeindliche (das heißt: menschenverachtende) Moneyismus hat weder an Schulen, noch an Universitäten und schon gar nicht in der Biologie eine Daseinsberechtigung. Diese sozialkonstruktivistische Gender-Dogmatik sollte auf dem Friedhof unsinniger Gedankengebäude begraben bleiben — und dort neben ihren geistesverwandten Brüdern und Schwestern, wie etwa Kreationismus, Wünschelruten-Glaube und Homöopathie, in Frieden ruhen.

Prof. Dr. Ulrich Kutschera, Institut für Biologie, Universität Kassel

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Literaturhinweise:

[1] Kutschera, U. (2016) Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen. LIT-Verlag, Berlin.

[2] Meyer, A. (2015) Adams Apfel und Evas Erbe. Wie die Gene unser Leben bestimmen und warum Frauen anders sind als Männer. C. Bertelsmann, München.

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14 Kommentare zu „Gender-Debatte: Unsinnige Glaubenslehre in der Biologie?“

  1. […] Link: Gender-Debatte: Unsinnige Glaubenslehre in der Biologie? […]

  2. Als erste Reaktion auf diese Darstellung möchte ich eine Info nachliefern:

    Mein Artikel, auf den sich diese Antwort bezieht, ist im Mai im Laborjournal erschienen (http://www.laborjournal-archiv.de/epaper/LJ_17_05/index.html#16). Kurz danach habe ich in meinem Blog zudem Rezensionen von „Das Gender-Paradoxon und „Adams Apfel und Evas Erbe“ veröffentlicht. Sie sollten den Vorwurf entkräften, ich könne diese Bücher „wohl kaum“ gelesen haben:

    http://wissenskueche.de/2017/05/rezension-ueber-kutscheras-meyers-politische-weltsicht-und-die-notwendigkeit-offener-debatte-feminismus-vs-biologie-2/

    Ich beschreibe in dem Blogbeitrag auch ausführlich, warum beide Bücher in meinen Augen eben keine rein naturwissenschaftlichen Abhandlungen sind, sondern über ihre naturwissenschaftliche Inhalte hinaus sehr politische Bücher sind.

  3. Joseph Kuhn sagt:

    „Es handelt sich hierbei um Fragebogen- oder Telefon-Interviews, die nach Auswertung und Interpretation als „Forschung“ verkauft werden. Dazu benötigt man keinen Uni-Lehrstuhl“

    „Wir respektieren daher selbstverständlich geistes- und sozialwissenschaftliche Publikationen beziehungsweise Erkenntnisse, sofern sie unseren internationalen Standards entsprechen.“

    Hm. Ob der Fachmann für Ringelwürmer auch Fachmann für empirische Sozialforschung ist? Und gar deren Standards definieren kann? Oder einfach nur alles besser weiß? Als Medikament gegen solche Anfälle von Überheblichkeit sei das Vorwort von Duncan Watts Buch „Alles ist offensichtlich“ empfohlen. Watts ist Physiker und erzählt einleitend, dass er früher auch dachte, die Probleme der Sozialwissenschaften seien im Handumdrehen zu lösen und nichts für echte Wissenschaftler – bis er sich selbst daran versucht hat.

    „Die zahlreichen, jedermann (und Frau) bekannten „Damen-Fehlbesetzungen“ sind auf Dauer für die ohnehin bescheidene internationale Reputation deutscher Universitäten von erheblichem Nachteil.“

    Tja, was soll man dazu noch sagen? Dass „Herren-Fehlbesetzungen“ für die bescheidene internationale Reputation deutscher Universitäten maßgeblich mitverantwortlich sein müssen? Aber das wäre doch zu böse Polemik.

  4. Wer sich selbst eine Meinung über die Broschüre machen will, die Herr Kutschera das „Marburger Gender-Pamphlet“ nennt, kann die „Genderperspektiven in der Biologie“ von Malin Ah-King übrigens auch im Netz lesen, z.B. hier: http://www.gender-curricula.com/fileadmin/media/media-curricula/Dateien__PDF_/genderperspektivenbiologie.pdf

    Ich kannte die Broschüre selbst vorher nicht, aber da es sich um eine Zusammenschau prominenter, feministischer Wissenschaftskritik handelt, kannte ich die Kritikpunkte und Themen durchaus. Und ganz klar schießt die Kritik in mancherlei Hinsicht über’s Ziel hinaus. Biologie von „reaktionärer“ Ideologie befreien zu wollen, ist durchaus zu begrüßen. Aber es kann nicht feministischer Kritik allein überlassen werden, zu entscheiden, wo jeweils die Biologie aufhört und die Ideologie anfängt. Denn aufgrund ihrer eigenen politischen Färbung halten Feministinnen biologische Ergebnisse manchmal nur deswegen für ideologisch gefärbt, weil nicht das rauskommt, was sie selbst erwarten. Ergebnisse sind aber nicht automatisch falsch, nur weil sie Konservativen in den Kram passen.

    Anders ausgedrückt: Ich finde es gut, dass es feministische Wissenschaftskritik und Genderperspektiven auf die Biologie gibt. Das Einzige, was ich heikel finde, ist, wenn ich den Eindruck bekomme, dass diesen nicht widersprochen werden kann. Wenn diesen Perspektiven das letzte Wort zugesprochen wird. Denn feministische Analysen treffen manchmal wichtige Punkte, die diskutiert werden sollten, manchmal schießen sie aber auch über’s Ziel hinaus, was ebenfalls diskutiert werden sollte.

  5. Joseph Kuhn sagt:

    Aktuelles: Kathnet, der rechtskatholische Propagandasumpf, in dem sich Kutschera in letzter Zeit so wohlfühlt, hat ein Interview mit ihm aus dem polnischen Wochenmagazin Sieci übernommen, Sieci ist ein rechtsgerichtetes islamophobes Magazin.

    Kutschera spricht dabei einmal mehr über sein neues Thema, die Ehe für alle: „Eine politisch einflussreiche Links/Grün/Rot-indoktrinierte Gender-Homo-Lobby steht vermutlich dahinter, die unsere „christlichen“ Parteien fest im Würgegriff haben.“ Ich dachte ja, politisch korrekt darf man nur „linksgrünversiffte Gender-Homo-Lobby“ sagen, aber gut.

    Zum Nachlesen: http://www.kath.net/news/60970

  6. Hans Zauner sagt:

    @Joseph Kuhn.

    Alleine schon die Interviews bei KathNet führen Kutscheras Behauptung ad absurdum, es gehe bei dieser Diskussion nur um wissenschaftlich gesicherte „Fakten“.

    (Darüber hinaus: Dass man mit dem Begriff „Fakten“ sorgsam umgehen sollte, hat auch die Diskussion rund um die deutsche Version des „March for Science“ gezeigt.)

  7. Lusru sagt:

    @Brynja Adam-Radmanic sag / 18. September 2017 um 16:13

    „Biologie von „reaktionärer“ Ideologie befreien zu wollen, ist durchaus zu begrüßen.“

    Verehrte @Bry, finden Sie diese Ihre im ersten Blick durchaus sympatische Feststellung in dieser Form nicht auch ausgesprochen „verräterisch“?
    Sie sagen, dass Biologie nur von „reaktionärer“ Ideologie zu befreien ist. Wieso eigentlich nur von dieser und nicht gleich von ALLEN Ideologien?

    Wenn ich Sie richtig verstanden habe, meinten Sie doch hier insgesamt einen wissenschaftlichen — oder doch mehr etwa einen aktionistischen Glaubens-Diskurs?

    Gut gemeint ist eben selten auch gut gemacht, verbunden mit dem kleinen „Randproblem“, dass das, was dem Einen als „reaktionär“ daherkommt, Anderen als erhaltenswürdig erscheinen kann und leider der gesamtgesellschaftliche Richterausschuss zur Klärung noch nicht bestellt ist — es sei denn, es soll der „gute“ Glaube oder doch nur die jeweilige „richtige“ IDEOLOGIE doch wieder rein und entscheiden, was reaktionär zu sein hat.
    So denken bekanntlich prinzipiell nur (wie auch immer) ideologisch gesteuerte Diskutanten.

    So lohnt sich nicht, über „soziale Geschlechter“ wissenschaftlich diskutieren zu wollen. Es ist zu guter letzt so eben nicht „das Befreien der Biologie von Ideologie“, sondern nur das Ersetzen der einen Ideologie durch eine andere, selbst genehme — also KEINE Wissenschaft.

    Gibt Ihnen das zu denken?

  8. Lusru sagt:

    @Joseph Kuhn sagt / 18. September 2017 um 20:00

    „Aktuelles: Kathnet, der rechtskatholische Propagandasumpf, in dem sich Kutschera in letzter Zeit so wohlfühlt, hat ein Interview mit ihm aus dem polnischen Wochenmagazin Sieci übernommen, Sieci ist ein rechtsgerichtetes islamophobes Magazin.“

    Verehrter Herr Joseph Kuhn, könnte es sein, dass Sie sich mit dieser Ihrer Diktion (rechtskatholische Propagandasumpf, als ob es keine linkskatholische oder rechtssozialistische , pseudoprotestantische oder linksatheistische u.a. Propagandasümpfe gäbe) etwas zu weit von einem hier wohl angestrebten wissenschaftlich gemeinten Diskursstil entfernen?

    Vielen Dank auch, dass Sie ungebeten in rein aktionistischer Manie Aufklärung vermitteln wollen, was alles wohl aus Ihrem Meinungsrahmen her rechtsgerichtet rsp. islamophob zu sein hat.
    Wissen Sie, ich wäre ohne solche naiven Prägungsversuche niemals in der Lage, selbst mir mein Bild zu machen.

    Sie könnten evtl. prüfen, ob diese Art von Kommentierung nicht eher in die Rubrik „ich bin ein toller Aktionist und brauche keine andere Sicht“ passen könnte, statt in wissenschaftliche Streitgespräche.

    Wenn ich dann noch Ihre etwas sehr einfältige Sicht auf die „Wissenschaft vom Sozialen“ („Sozialwissenschaftler“) lese, wer dafür wissenschaftlich wohl „zuständig“ sei und wer nicht, stellen sich mir weitere Fragen.

    Solange Sie sich allerdings offensichtlich an der angeblichen „sozialen Systemtheorie“ des ehemaligen Finanzbeamten und Radikalkonstruktivisten Luhmann orientieren, der weder Systeme als Ganzheiten beschreiben konnte, noch Information und deren technisches Transportmittel Kommunikation unterscheiden konnte und so dabei statt von „Menschen“ nur von „Kommunikationen“ redete, ist es allerdings verständlich, dass Sie meinen, Soziales gäbe es ohne oder ausserhalb bzw. frei von Biologie und deshalb könnten Evolutionsbiologen nichts zur Evolution des nur ganzheitlich (systemisch) biologisch-sozialen Wesens Mensch beitragen, die eigentlichen Fachleute seien nur die, die „sozialtheoretisch“ brüten (statt forschen und feststellen), möglicherweise noch auf die Idee kommen, kultürlich erworbene Fähigkeiten seien vererbbar oder könnten biologische Funktionen von Leben ersetzen oder verändern – das, verehrter Joseph Kuhn, wäre in der Tat absolut extremes rechtes verwerfrliches Gedankengut, weil es die theoretische Grundlage für Rassentheorien aller Art und damit für Rassismus und Selection von Lebewesen ist.

    MENSCH ist eine (nur) hochkomplexe biologisch-soziale GANZHEIT, als hochkomplexes organisches System, weder deren Biologie noch deren Soziologie sich abtrennen lässt, da dann diese nur ganzheitliche existenzfähige Entität MENSCH nicht mehr existiert, erst recht kein soziales Geschlecht, da es dann eben KEINEN Menschen gibt, der es haben könnte.

    Und wer meint, diese Form der rationalen nichtradikalkonstruktivistischen Betrachtungweise, die ohne zusätzliche angeblich nicht existierende“konstruktivistische Beobachter“ auskommt (weil jede Ganzheit sowie deren Elemente selber zwingend eigene Beobachter sind) und das so sich Entitäten selbst biologisch-sozial identifizieren lässt, frei von Glaubenslehren und Ideologien, das sei „rechtslastig“ weil nicht in eigene pseudowissenschaftliche Verirrungen passend, der möge sich melden.
    Völlig gleich in welchem als „lechts“ oder „rinks“ verschrienen Medien – Er möge das jedoch dann wissenschaftlich nachweisen, was sich an Geist und Sozialem ausserhalb und unabhängig frei von biologischen Systemteilen des Menschen nachweisen lässt.

    Mensch, Herr Joseph Kuhn, ist noch immer EINE Ganzheit, EIN System, mit einer evolutionären biosozialen Historie, von Anbeginn, kann also in dieser hohen Komplexität nur von Experten der Evolutionsbiologie in seiner lebens-zwingenden Einheit von Körper und Geist annähernde erforscht und beschrieben werden.

    Sie könnten sich dazu kundig machen bei dem berühmtesten interdisziplinären Evolutionsbiologen, Philosophen und Systemwissenschaftler (Ersteller der „Allgemeinen Systemtheorie“) des vorigen Jahrhunderts, bei Ludwig von Bertalanffy, der erklärt ihnen die Grundlagen für jede systemische Entität, das systemische (heute auch: Interdisziplinäre) Zusammenwirken deer und an GANZHEITEN.

    Sie werden feststellen, dass es von ausserordentlichem unverzichtbarem Nutzen für die Beschreibung von allen lebenden Ganzheiten ist, wenn man sich in der biologischen Evolution, aus der wir Menschen stammen, auch z.B. anhand von Würmern, Fliegen oder auch sozialen Erscheinungen der Lebewesen (die es nicht nur bei Menschen gibt!), auskennt.

    Sie werden verstehen, dass es ohne Körper keinen Geist und umgekehrt gibt und jedweder sytemisch lebensnotwendige Austausch von Masse, Energie und Information in gefügter Struktur ein offenes System (und kein „operativ geschlossenes“) mit offenen aber systemisch kontrollierten Schnittstellen verlangt, da anderweitig Bewegung und Entwicklung dieser Ganzheit nicht möglich ist, sie nicht existieren und damit nicht leben kann, daher auch nicht „sozialwissenschaftlich“ erforschbar ist – das könnte Kutschera meinen, wenn er verkürzt auf
    „alles ist Biologie“.
    Das will allerdings in seiner Ganzheit verstanden werden, auch und besonders von Sozialwissenschaftlern, von „Geschlechtswissenschaftlern“ –
    frei von Religion und Ideologie, von Häme und Schnöseligkeiten und unnachweisbaren bzw. unwissenschaftlichen Vermutungen. …

  9. Joseph Kuhn sagt:

    @ Lusru:

    „wissenschaftliche Streitgespräche“

    Wenn Sie Kutscheras Äußerungen zur Ehe für alle für Beiträge in „wissenschaftlichen Streitgesprächen“ halten wollen, dann tun Sie das. Ich halte sie für politische Meinungsäußerungen eines Biologen zu gesellschaftlichen Konventionen. Falls Sie mit Ihrem Kommentar in ein „wissenschaftliches Streitgespräch“ eintreten wollen, wäre es schön, wenn Sie aus der Deckung der Anonymität herauskommen würden. Wissenschaftliche Streitgespräche anonyme Vorwürfe sind zweierlei.

    „ohne Körper keinen Geist“

    Wer hat das bestritten? Ich nicht. Ich glaube nicht an Gespenster.

    „wenn er verkürzt auf ‚alles ist Biologie‘.“

    … dann stellt sich die Frage, ob er nicht Wesentliches weggekürzt (und zudem verdreht) hat. Um ein in diesem Kontext unverdächtiges Beispiel zu nehmen: Wir denken mathematische Sätze mit dem Gehirn, anders geht es nicht. Aber Mathematik ist ganz sicher nicht Biologie. Ihre Gegenstände sind nicht biologischer Natur, ebenso sind die Verfahren, wie sie Erkenntnisse gewinnt, nicht die der Biologie, nicht einmal die der Naturwissenschaften insgesamt.

    Sind Sie eigentlich konsequenterweise der Meinung, „alles ist Physik“? Schließlich gibt es ohne Physik keine Biologie. Vielleicht ist die Biologie nur ein für ideologische Fehlinterpretationen anfälliger Überbau der Physik mit ihren viel objektiveren Erkenntnissen?

    (Ich bin nicht dieser Meinung, das nur nebenbei – Begründungen siehe z.B. in dem Sammelband „Philosophie der Biologie“ von Krohs/Toepfer).

  10. Joseph Kuhn sagt:

    Dem Satz „Wissenschaftliche Streitgespräche anonyme Vorwürfe sind zweierlei“ spendiere ich noch ein „und“.

  11. Lusru sagt:

    @Joseph Kuhn sagt: 20. September 2017 um 18:31
    Kennen Sie das: Namen sind Schall und Rauch.
    Für mich sind Sie im Gespräch Joseph Kuhn, ob Sie in der Tat so heissen oder nicht, und auf gleicher Basis bin ich für Sie halt Lusru. Wenn Sie dazu mehr wissen wollen, machen Sie das, was ich dann immer Mache: googeln in einer versiften Informationsmaschine.

    Und wenn Sie meinen, so kein „wissenschaftliches Streitgespräch“, dann eben nicht.
    Das ändert nichts, denn es bleibt ein (aus meiner Sicht) mehrfach engagiertes Streitgespräch, ich hoffe mal, für Sie auch.

    „Wir denken mathematische Sätze mit dem Gehirn, anders geht es nicht.“
    Das ist blanke Biologie höchsten bekannten Grades, ich hoffe mal, Sie halten Ihres auch dafür.
    Es gab mal einen hochbegabten „Rechenschieber“ (sagen wir mal Mathematiker), der meinte
    „Ich denke, also bin ich“. Es war der (wohl mathematische) Begründer der Trennung von Geist und Materie, damit (mathematischer) Beweisführer aller Religion durch seine so gesetzte Priorität des Geistes, des Denkens, nicht wahrnehmend, dass auch etwas sein kann, das nicht denkt, oder nicht mehr denkt, oder nur denkt, dass es denkt wie die radikalen Konstruktivisten, die sogar eine sogenannte „Soziale Systemtheorie auf dieser Matte zustande brachten durch einen Herrn Luhmann.
    Sie sagen nun, Mathematik sei ganz gewiss keine Biologie – genau das versuchte ich soeben zu erklären, „Ihre Gegenstände sind nicht biologischer Natur, ebenso sind die Verfahren, wie sie Erkenntnisse gewinnt, nicht die der Biologie, nicht einmal die der Naturwissenschaften insgesamt“ – dankenswerter Weise ist das so.
    Mit einer einzigen „kleinen“ Einschränkung: Mathematik, als „Sprache des Universums und damit auch der Physik und Chemie“ schildert immer öfter die hochkomplexesten Strukturen – der Natur, einen anderen Gegenstand gibt es leider auch für die Mathematik nicht.
    Und was bitte, verehrter Herr Kuhn ist in Ihren Augen Biologie? Etwa die komplexesten Verflechtungen des ganzheitlichen (systemischen) Zusammenwirkens physilalischer und chemischer Entitäten, die es gibt?
    Anders: Die höchst spezialisierte systemische Komplexität, die Mathematik je beschreiben könnte?
    Oder ist das auch nur wieder „ein anderes Fachgebiet“, das mit Biologie und deren komplexen physikalisch-chemischen Prozessen nix zu tun hat?
    Es könnte einen hochinteressanten Grund haben, dass so viele Mathematiker auch Biologie und so viele Biologen auch Mathematik studierten, seit hunderten von Jahren?
    Wenn Sie allerdings nun meinen, das Soziale sei nun als Kultürlicher Prozess keinesfalls Biologie, dann antworte ich Ihnen: Ich kenne kaum einen im Sozialbereich forschenden Fachmann, der biologisch ausreichend Präpariert ist, sehr wohl aber viele viele Evolutionsbiologen, die sich zwangsläufig bedingt duch ihre biologischen Fachstudien zu deren Rolle in der sozialen Welt hingeschoben fühlten …
    In der Regel gab dazu den Ausschlag die Erkennmtnis der systemischen Ganzheit, die kein anderes Wissenschaftsfeld so deutlich offeriert, wie die hochkomplexe Biologie, die organische Systemwissenschaft, in der Mathematik letztlich ein Hilfsmittel und nix Eigenständiges ist.
    Ja, so gesehen ist „alles auch Physik“ – aber nicht nur, denn bekanntlich ist eine Ganzheit, z.B. ein Organ(ismus) stets mehr, als die Summe seiner Teile, sie verfügt über das, was nur systemisches hochkomplexes und nur gelegentlich mathematisch beschreibbares Zusammenwirken der Summe der Teile hinzufügt: Die Emergenz.
    Die Leistung des menschlichen Gehirns ist eine solche biologisch begründete und realisierte Emergenz, damit auch die sozialen Funktionen, die dadurch erst möglich werden.

  12. Lusru sagt:

    @Joseph Kuhn sagt: 20. September 2017 um 18:31

    >@ Lusru: „wissenschaftliche Streitgespräche“
    Wenn Sie Kutscheras Äußerungen zur Ehe für alle für Beiträge in „wissenschaftlichen Streitgesprächen“ halten wollen, dann tun Sie das. Ich halte sie für politische Meinungsäußerungen eines Biologen zu gesellschaftlichen Konventionen.<

    Auch wenn mir Nachkarten und "vollständiges Abwischen" aller offenen Fragen eigentlich fern liegt, darf ich Kommentator Kuhn höflich darauf hinweisen, dass in diesem Disput hier nirgendwo eine Äusserung Kutscheras "zur Ehe …" angesprochen wurde, bis SIE das einführten und deutlich zu verstehen gaben, dass es nicht die betont biologische Sachlichkeit des Kutscheras ist, die zu Ihrer Ablehnung führte, sondern völlig fern davon die "Äusserung zur EHE", von der Sie sich offenbar eigentlich angep… fühlen.

    Was für ein Eingeständnis, wenn auch unfreiwilliger Art.

    Selbstverständlich steht es einem Biologen völlig frei, die Fortpflanzungsgemeinschaft von Menschen, die Ehe, auch biologisch zu begreifen, solange das ein biologischer Vorgang ist.
    Was eventuell Sie daran stört, ist jedoch nicht diese Auffassung.

    Vielmehr zeigen Sie auf den Punkt gebracht nur ein Unvermögen oder Unwillen, biologisch bedingte Prozesse als Grundlage jedes sozialen Lebens anzuerkennen – was Ihnen natürlich freigestellt ist, jedoch keinerlei Rückschlüsse auf fachliche Äusserungen von Biologen zur Biologie erlaubt.
    Ähnlich etlicher anderer auch so ideologisch strukturierter ZeitgenossenInnen ( ) Könnte damit fix doch mal gemeinsam die Unterschiedlichkeit der Auffassungen und deren Art und Herkunft geklärt werden, auch was davon "lechter" oder "rinker" wohl sei.

    Die Ehe ist doch nichts anderes, als die sozial institutionalisierte Legitimation der Fortpflanzungs- und Lebenskooperation der Menschen, und wer das anerkennt als solche, mag gern auch zur Sicherung ANDERER Aspekte der sozialen Gleichstellung eheähnliche nichtfortpflanzungsorientierte Kooperationen als solche nominell erwirken, warum denn nicht.
    Allerdings ändert das nichts an der letztlich und ursächlich dahinter steckenen BIOLOGIE, zumal wirklich gesellschaftlich progressive Menschen immerhin oft über viele Jahrzehnte bis lebenslang ohne dem "bürgerlichen Institut der Ehe" eine Kooperation sich liebender Menschen, sogar samt ihrer Fortpflanzung, praktizieren und so den eigentlich anzustrebenden fortschrittlichen und nicht etwa "rechts orientierten" Weg der Gesellschaft anbieten.
    Man möge nunmehr mal überlegen, wer denn hier wirklich in einem "rechts" orientierten Dunstkreis" rückwärts orientierte Vorstellungen zur sozialen Gestalt von Familie vertritt, die sachlich orientierten oder die das "bürgerliche Eheinstitut" sogar gegen dessen eigentlichem fortpflanzungssicherndem Wesen hochlobenden, aufpuschenden …

  13. Joseph Kuhn sagt:

    @ Lusru:

    Ich fürchte, Sie leiden an biologisch bedingter Argumentationsinsuffizienz.

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